Mindful Millennials Interview-Reihe Teil 6: Positives Denken heißt auch, negative Gedanken zu akzeptieren

10 Fragen an Mia über Achtsamkeit, ein bewusstes Leben und Erfolg.
Autorin_Esther_Hilger
von Esther Hilger
Interview mit Mia von heylilahey© heylilahey.com

Unsere Interviewreihe mit “Mindful Millennials” geht weiter. Die erfolgreiche Bloggerin Mia lebt sowohl auf Weltreise, als auch in ihrer Heimat Berlin ein nachhaltiges Leben.

Anstatt Fast Fashion und schnelllebige Trends vorzustellen, schreibt sie inzwischen auf ihrem Blog heylilahey über fair gehandelte Kleidung, gibt Tipps zur Selbstherstellung von Beautyprodukten und lebt ein gesundes und bewusstes Leben vor.

Wir haben der weltreisenden Fair Fashion-Bloggerin 10 Fragen gestellt. Wie Mia mit negativen Gedanken und Stress im Alltag umgeht könnt ihr in unserer Interview nachlesen.

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Millennials wird die Generation genannt, die zwischen 1980 und 1995 geboren ist. Es ist die größte lebende Generation und zudem ist sie hineingeboren in eine neue Ära von digitaler Vernetzung. Aber neben all den Vorteilen dieser prägenden und schnelllebigen Vernetzung stehen die Millennials vor einer radikalen Umstrukturierung ihrer Prioritäten. Erschöpfung ist ein Symptom der ständigen Erreichbarkeit, der vielen Nachrichten, Whatsapp und Emails. Was einmal als utopisches Ideal von Vernetzung galt, ist bei vielen zur Sucht nach Neuigkeiten geworden, eine Angst etwas zu verpassen, es herrscht Druck und kaum Zeit ohne das Smartphone in der Hand. Ein Mittel gegen das Medienchaos ist die Achtsamkeit.

Mindful Millennials – 10 Fragen an Mia

evidero   1. Deine Top 3 für mehr Achtsamkeit im Alltag?

Morgens trinke ich am liebsten in Ruhe einen Tee, um in den Tag zu starten. Ansonsten mache ich sehr gerne Yoga und versuche, mich bewusst und gesund zu ernähren!

evidero   2. Was musstest du verlernen, um an den Punkt zu kommen, an dem du jetzt bist?

Ich musste lernen, mehr Geduld zu haben, in allen Bereichen meines Lebens.

evidero   3. Was machst du, um nach einer stressigen Zeit oder einer langen Auszeit wieder auf den richtigen Weg zu kommen?
Mit Freunden treffen und darüber reden und viel Yoga!

evidero   4. Was hilft dir dabei, dich zu erinnern, dass alles gut gehen wird?

Mein Freund, der immer an mich glaubt und mich motiviert, wenn ich mal down bin. Genauso mache ich es bei ihm, wenn er mal unsicher oder pessimistisch ist.

evidero   5. Welche Angewohnheit versuchst du im Moment loszuwerden?

Derzeit habe ich keine Vorsätze, aber ich versuche immer, positiv zu denken und wenn ich mal negativ denke, das zu akzeptieren und damit zu arbeiten (und nicht zu ärgern, dass ich negative Gedanken habe).

evidero   6. Auf der anderen Seite: In welcher Lebenslage und mit welcher Angewohnheit läuft es gerade so richtig gut?
Ich versuche derzeit, mehr Zeit und Einsatz im Bereich Freunde und Freundinnen zu zeigen. Das heißt, ich versuche viel öfter Freunde anzurufen, mich mit ihnen zu treffen – und das nicht einfach nur zu einem Kaffee, sondern zuhause zum Kochen zum Beispiel. Nach der Uni und tief in der Arbeitswelt mittendrin fällt es mir manchmal schwer, Freundschaften zu hegen und zu pflegen, wie sie es verdient hätten!

evidero   7. Was ist deine Definition für Erfolg?

Das muss ich selbst noch für mich definieren! Denn Geld ist es für mich definitiv nicht, aber ich habe bisher keine Beschreibung.

evidero   8. Wie bist du zu einem achtsamen/bewussten Leben gekommen?

Schritt für Schritt und sehr langsam habe ich versucht, alle Lebenslagen entspannter zu sehen. Das klappt natürlich nicht immer, aber ich werde immer besser in meinem Mantra “Alles wird gut”

evidero   9. Wer/ was inspiriert dich?

Derzeit bin ich inspiriert von Leuten, die sehr viel und intensiv meditieren. Ich mache zwar viele Yogakurse mit, in denen auch meditiert und entspannt wird, aber so richtig allein für mich bekomme ich es noch nicht so gut hin.

evidero   10. Was bedeutet bewusst.besser.leben für dich?

Bewusst besser leben bedeutet für mich, den Moment zu genießen, positiv den Tag zu starten und bei negativen Gedanken sich nicht über sich selbst ärgern. Negative Gedanken zeigen nur, dass man etwas bestimmtes will und dann versuche ich, mich darauf zu konzentrieren. Nicht auf die Sache, die mir fehlt, sondern auf die Sache, die ich erreichen/ haben/ erhalten will.

evidero   Danke für das ehrliche Interview!

Autorin_Esther_Hilger
Autorin: Esther Hilger
Esther Hilger studiert Erziehungswissenschaften und Ethnologie an der Universität zu Köln

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