Giftige Pflanzen: Gift im Garten – Gefähr­liche Zierpflanzen

Viele Zierpflanzen sind giftig. Wer Kinder hat sollte also aufpassen, was er in seinen Garten pflanzt.
von Tanja Korsten
© iStockphoto / Alejandro Rivera

Eltern sollten in Gärten aufpassen: Viele blühende Pflanzen sind Giftpflanzen: Buchsbaum, Goldregen, Kirschlorbeer, Eibe, Thuja, Eisenhut oder das Maiglöckchen.

Auch wenn der Frühling gerade eine Pause macht, eins ist sicher: Er kommt bestimmt. Gerade jetzt nutzen viele Leute das lange Wochenende um ihren Garten fit für den Frühling zu machen. Bei den ersten Sonnenstrahlen will man schließlich mit der Familie im Garten sitzen, grillen und die Kinder sollen frei herum toben Doch was viele Leute nicht wissen oder was oft über den langen Winter in Vergessenheit gerät, ist, dass einige Pflanzen im eigenen Garten gefährlich sein können. Gerade Familien mit Kindern sollten sich hinreichend informieren, bei welchen Pflanzen und Sträuchern Vorsicht geboten ist.

Hier finden Sie eine Auswahl an giftigen Sträuchern und Pflanzen, die fast in jedem Garten vorkommen:

© iStockphotos / fotolinchen

Buchsbaum ist ein immergrüner Strauch, der sich für Formschnitt gut eignet. Deshalb ist er als Bäumchen oder Kugel im Topf oder als ganze Hecke sehr beliebt in deutschen Gärten.  Aber Achtung: Er ist in allen Teilen giftig.

evidero-Tipp:

Es gibt keine offizielle Menge, ab wann der Verzehr von Buchsbaum lebensbedrohlich wird. Symptome bei kleinen Kindern sind häufig als erstes Unruhe, dann Lähmungen und der Abfall des Blutdrucks. Weitere Symptome können Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall sein.

 

 

 

 

##© iStockphoto / BasieB#

Goldregen verdankt seinen Namen seinem Aussehen. Die gelben herunterhängenden Schmetterlingsblüten schimmern gelbgolden. Er wird gerne als Zierstrauch verwendet, aber alle Pflanzenteile sind giftig.

 

 

 

 

 

© iStockphoto / Waltraud Ingerl

Kirschlorbeer ist immergrün und frosthart und wird deshalb gern als Zierstrauch oder robuste Hecke verwendet. Seine Blätter sehen aus wie Lorbeer; beide Pflanzen dürfen aber auf keinen Fall verwechselt werden. Die kirschartigen Steinfrüchte sind nahezu giftfrei, doch Samen und Blätter enthalten Blausäure.

 

 

 

 

© iStockphoto / Robert Ellis

Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der leicht in Form geschnitten werden kann und gerne als Hecke oder Baum genutzt wird. Er blüht von März bis April. Die schwarzen Samen reifen im Herbst im leuchtend roten Fleischmantel heran. Giftig sind die Nadeln und die Samen.

 

 

 

 

© iStockphoto / Ivan Kmit

 

 

Thuja oder Lebensbaum ist immergrün undwird gerne als Zierstrauch oder Hecke gepflanzt.  Die Spitzen ihrer Zweige enthalten ätherische Öle, sowie Thujon, das tödlich wirken kann. Schon der Hautkontakt kann zu Hautentzündungen führen.

 

 

 

 

 

© iStockphoto / Anna Yu

Eisenhut wächst mit blauen oder gelben Blüten und ist wegen seiner Farbenpracht sehr beliebt. Eisenhut ist ein Klassiker aus dem Bauerngarten – aber einer der gefährlichsten Giftpflanzen, da es bei Verzehr kein Gegengift gibt. Der Hautkontakt sollte ebenfalls vermieden werden.

 

 

 

 

 

Achtung! Auch so beliebte Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete oder Wunderbaum oder blühende Klassiker wie Maiglöckchen, Fingerhut oder Aronstab sind giftig. Die erste und beste Prävention gegen Vergiftungsunfälle ist (neben Weglassen oder Ausgraben) die Aufklärung, wenn die Kinder alt genug sind. Reden Sie mit ihrem Kind und zeigen Sie ihm Bilder von den giftigen Pflanzen. So sind Sie erst einmal für die Frühlingssaison gewappnet. Viel Spaß beim Gärtnern.

Autorin: Tanja Korsten
Tanja Korsten hat Germanistik und Linguistik an der Uni Köln studiert. In ihrer Freizeit widmet sie sich vor allem dem Sport...