Aufräumen leicht gemacht: 4 Tipps, um dauerhaft Ordnung zu halten

Wer nicht das Glück hat, nachts von den Heinzelmännchen besucht zu werden, muss selbst für Ordnung sorgen. Glücklicherweise kann man durch ein paar Tricks das Aufräumen einfacher und schneller machen.
Autorin_Esther_Hilger
von Esther Hilger
Eine aufgeräumte Wohnung ist viel gemütlicherPhoto by David Hellmann on Unsplash

Ich persönlich liebe Ordnung. In komme abends besser zur Ruhe, morgens besser in den Tag, lerne produktiver und fühle mich insgesamt ausgeglichener. Das Problem: Ich bin nicht ordentlich. Nie habe ich mir angewöhnt, ein Buch aus dem Regal zu nehmen und nach Verwendung wieder in den Schrank zu stellen. Auch bin ich kein Mensch, der pflichtbewusst jeden Samstag zur selben Zeit die Wohnung gründlich putzt. Also musste ich Wege finden, meine Wohnung mit einfachen Tipps und Tricks dauerhaft ordentlich zu halten. Hier teile ich meine Erfahrungen.

Einfach Aufräumen durch das Schaffen von Routinen

1. Der 10-Minuten-Timer

Nimm dir jeden Tag 10 Minuten und mache in dieser Zeit nichts anderes als aufzuräumen. Dabei geht es nicht darum, die gesamte Wohnung in den 10 Minuten perfekt aufzuräumen und es ist auch dir überlassen, ob du überall ein wenig Ordnung schaffst, oder ein Zimmer komplett aufräumst. Hauptsache du schaffst das Ritual, jeden Tag 10 Minuten aufzuräumen.

Ich persönlich stelle mir abends den Timer und räume 10 Minuten lang in der gesamten Wohnung auf. Alles, was mir auf den ersten Blick auffällt, wird weggeräumt. Selbst an Abenden, an denen ich müde und erschöpft bin, weiß ich, ich werde nur 10 Minuten aufbringen müssen, um mich in meinen eigenen vier Wänden wieder wohl zu fühlen.

Wenn ich mal früher nach Hause komme, integriere ich in diese 10 Minuten auch Aufgaben wie Staubsaugen und Wäsche waschen.

Wer sich morgens im Gegensatz zu mir dazu aufraffen kann, etwas früher als unbedingt nötig aufzustehen, kann die 10 Minuten auch aufteilen und stattdessen morgens und abends jeweils 5 Minuten aufräumen. Je nach Uhrzeit braucht man sich dann keine Sorgen zu machen, man könnte seine Nachbarn verärgern.

Wer es schafft, sich auch in diesen 10 Minuten ablenken zu lassen, sollte das Handy auf Flugmodus schalten, die Lieblingsmusik einschalten und immer in Bewegung bleiben. So kommt man gar nicht auf die Idee, sich sein Handy zu schnappen und damit auf die Couch zu legen.

2. To-Do-Liste am Morgen

Mache ich mir rechtzeitig Gedanken darüber, was ich unbedingt an diesem Tag noch erledigen muss, und schreibe mir diese Vorhaben auf, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Aufgaben abschließe wesentlich größer.

Hier rede ich nicht von zwei Seiten langen Aufgabenlisten, sondern von Kleinigkeit, die man realistisch betrachtet noch am selben Tag erledigen kann. Auf meiner Liste stehen Dinge wie Pakete wegbringen, dunkle Wäsche waschen und Spülmaschine ausräumen.

Natürlich Aufgaben, um die man nicht herumkommt, jedoch werden sie um einiges erleichtert, sobald man sie in den Alltag fest einplant.

Tipp: Ein Timer für die Waschmaschine macht das Wäschewaschen möglich, auch wenn man keine drei Stunden am Stück zuhause sein kann.

3. Alles hat einen festen Platz

Was keinen festen Platz hat, kann man auch nur schwer aufräumen. Immer wieder stellt sich die Frage: Wohin mit dem Staubsauger? Wo lege ich das Portemonnaie ab, ohne es am nächsten Tag zu vergessen?

Wenn sämtliche Gegenstände (auch die, die in täglichem Gebrauch sind) einen mehr oder weniger festen Platz haben, geht das Aufräumen wesentlich schneller und auch das Suchen wird erleichtert. Wer eine Schublade im Flur für Handtascheninhalte wie Portemonnaie, Kalender und Notizblock freihält, macht sich das Ordnunghalten direkt ein Stück einfacher.

4. Regelmäßiges Ausmisten

Regelmäßig ausmisten hilft, denn: Wer weniger hat, muss weniger aufräumen. Klingt erstmal fast zu simpel. Doch Gegenstände, die keinen Nutzen (mehr) haben, rauben Stellfläche und sind nicht nur räumlich “im Weg”.

Zudem wird der therapeutische Aspekt des Ausmistens gerne übersehen. Sich von alten Gegenständen zu trennen schafft nicht nur mehr Platz im Kleiderschrank, sondern auch im Kopf.

Aufräumen als Entspannung

Wer einmal den Widerwillen überwunden hat, kennt vielleicht das Gefühl, während des Aufräumens in eine Art Flow zu kommen. Reizlos auf den Fernseher zu starren, ist keine echte Entspannung. Produktiv zu sein, die eigene Wirksamkeit zu spüren, kann jedoch wie eine Meditation wirken. Ob man nun den Gedanken nachhängt oder ganz im Modus des Ordnung-Schaffens ist. Wie beim Sport gilt: Ist die “Arbeit” erstmal getan, fühlt man sich ganz bestimmt besser.

Produktiver durch die richtige Musik

Studien zeigen, dass Musik bestimmte Emotionen hervorrufen kann und somit die Stimmung verändert. Besonders, wenn mir der notwendige Antrieb fehlt, weiß ich immer genau, welche Playlist ich anmachen muss, um in Bewegung zu kommen.

Zu wissen, welche Musik die eigene Stimmung hebt, kann sehr hilfreich sein (natürlich ist die Musikauswahl subjektiv). Eine eigene Aufräum-Playlist kann also ein großer Motivationsantrieb sein.

Hierbei kannst du dich auch austricksen, indem du dir nur während du aufräumst erlaubst, ein bestimmtes Lied zu anzuhören. Diesen Tipp würde ich jedoch nur im größten Notfall empfehlen, schließlich geht es darum, sich das Leben leichter zu machen.

Zusammengefasst: So hältst du dauerhaft Ordnung:

  • Täglich 10 Minuten aufräumen
  • Setze dein Handy in den Flugmodus, um nicht gestört zu werden
  • Bring dich mit Musik in Bewegung
  • Halte deine Aufgaben für den Tag schriftlich fest
  • Habe für alles einen festen Platz
  • Verabschiede dich von ungenutzten Gegenständen
Autorin_Esther_Hilger
Esther Hilger studiert Erziehungswissenschaften und Ethnologie an der Universität zu Köln
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