Rezepte mit Thymian: Die besondere Würze fürs Essen

Thymian ist ein wahrer Alleskönner. Das Essen wird durch die vielfältige Gewürzpflanze zu einem kulinarischen Highlight. Auch ist der Strauch eine Heilpflanze.
von Nora Jakob
Thymian in der KücheFoto: Diez, O. © picture alliance / Arco Images GmbH

Das mediterrane Gewürz Thymian ist ein wahrer Alleskönner. Nicht nur das Essen wird durch die vielfältige Gewürzpflanze zu einem kulinarischen Highlight — auch eignet sich der grüne Strauch gut als Heilpflanze.

Autorin: Nora Jakob
Nora Jakob, 25, studiert Politikwissenschaft und Medienmanagement an der Universität zu Köln. Sie arbeitet außerdem arbeitet als freie Journalistin für Online- und Printmedien mit dem Schwerpunkten Politik, China und Essen. Praxiserfahrungen sammelte die KAS-Stipendiatin unter anderem bei Maybrit Illner; hartaberfair, der Rheinischen Post und der Nachrichtenagentur dapd.
Mit der Hand lassen sie sich ganz leicht vom holzigen Stengel abzupfen: Diese kleinen länglichen Blätter sind dicht aneinander gereiht, einmal zwischen den Finger zerrieben, duften sie unheimlich gut — würzig und herb. Der Thymian als Gewürz wird unterschätzt, dabei sollte er alleine aufgrund seines Aromas viel häufiger verwendet werden. Wann immer mit Tomaten gekocht wird, verleiht dieses mediterrane Gewürz dem Gericht einen zusätzlichen Kick. Ausprobieren lohnt sich.

Thymian verleiht dem Essen eine besondere Note

Frisch entfaltet der Thymian sein Aroma besonders gut, wenn er direkt mit gekocht wird, wie zum Beispiel in diesem Rezept der britischen Starköchin Nigella Lawson, Pasta mit Zitrone, Pilzen und Knoblauch. Mit zu viel Zitrone kann das schnell schiefgehen — deshalb vorsichtig anwenden. Lieber mehr Thymian hinzugeben, der in diesem Gericht der heimliche Geschmacksträger ist.

Im Unterschied zum frischen Gewürz entfaltet der getrocknete eine viel höhere Würzkraft. Das unterscheidet ihn von anderen Aromen, die normalerweise ihre Würzkraft mit dem Trocknen verlieren. Also, auch hier Achtung! Aber in dieser Komposition mit frischem Knoblauch und gerne auch mit frischem Chilli bzw. Pfeffer kommt der würzige, herbe Geschmack des Thymian besonders gut zur Geltung. Diese Pasta geht schnell und wird überraschen.

In verschiedenen Rezepten wird er außerdem zu schwer im Magen liegenden (Fleisch-)Gerichten empfohlen. Das liegt vor allem an seiner verdauungsfördernden Wirkung. Besonders Lamm und Wild sollten daher mit Thymian gewürzt werden, aber auch bei Kartoffeln kann nicht viel falsch gemacht werden. Rosmarin-Kartoffeln kennt jeder, Thymian-Kartoffeln werden etwas besonderes sein.

Thymian eignet sich nicht nur hervorragend fürs Kochen, sondern auch zur Pflege trockener Hände. Probiere es doch mal aus.

Thymian als Heilpflanze

Der Thymian ist dabei nicht nur ein Gewürz, sondern auch eine Heilpflanze, die vor allem gegen Husten, Heiserkeit und bei Erkältung eingesetzt wird. Beruhigend, desinfizierend und krampflösend sind weitere Eigenschaften, die dem kleinen grünen Kraut zugeschrieben werden. Thymian kann auch als Tee zubereitet werden und eignet sich besonders bei Husten.

Besonders in der mediterranen Küche, also am Mittelmeer, wird der Thymian in Gewürzmischungen, etwa in den Kräutern der Provence, verwendet. Dort wird er unter anderem gemeinsam mit Rosmarin, Oregano und Majoran verarbeitet. Gewürze, die sich nicht nur in ihrer Farbe ähneln. Er ist mit ihnen verwandt. Doch schon allein von diesem Küchenkraut gibt es mehr als 100 Varianten, etwa den Garten- oder den Zitronenthymian. In Deutschland wird er vor allem in Sachsen-Anhalt, Thüringen und in Franken angebaut — oder eben immer griffbereit auf dem heimischen Balkon.

Rezept Fenchel-Thymian Suppe

Zutaten für 4 Personen

  • 2 Porreestangen
  • 2 Fenchelknollen
  • 3 TL Fenchelsamen
  • 5 Stängel Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 TL Thymianblätter
  • 4 EL Kürbiskerne
  • Salz
  • Pfeffer

1. Als erstes 1,4 Liter Wasser aufkochen. Währenddessen den Porree waschen und den grünen Teil abschneiden. Diesen fein schneiden, die Stängel und das Grün von den Fenchelknollen abschneiden, waschen und ebenfalls klein schneiden. Die Petersilienstängel waschen, trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und klein haken. Die 3 TL Fenchelsamen im Mörser zerkleinern.

2. Wenn das Wasser kocht, die Porree- und Fenchelstücke sowie die Fenchelsamen und die Petersilie ins Wasser geben. Das ganze 45 Minuten auf einer geringen Hitze köcheln lassen. Die Brühe durch ein Sieb schütten und in einem Topf auffangen.

3. Jetzt den weißen Teil der Porreestangen und die Fenchelknollen klein schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen und klein haken. In einem Topf Olivenöl erwärmen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel kurz darin anrösten. Anschließend den Porree und Fenchel hinzu geben und das ganze circa drei Minuten anschwitzen. Als nächstes die Thymianblätter und eine Prise Salz unterrühren. Die Brühe hinzu geben und das ganze circa 20 Minuten köcheln lassen.

4. In einer beschichteten Pfanne die Kürbiskerne leicht anrösten. Direkt aus der Pfanne in einen Mixer geben und circa zwei Minuten darin zerkleinern. Ungefähr 150 ml Brühe von der Suppe in den Mixer zu den Kürbiskernen geben und noch einmal das ganze für zwei Minuten mixen. Den Rest der Suppe weitere zwei Minuten im Mixer zerkleinern. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Geröstete Thymian-Süßkartoffelwürfel

Zutaten für 2 Personen

  • 650 g Süßkartoffeln
  • 3 El Olivenöl
  • 10 Stiele Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 El flüssiger Honig

1. Als erstes den Ofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Die Süßkartoffeln mit einem Sparschäler schälen und in 3 cm große Stücke schneiden. Sie anschließend in einer Schüssel mit Öl, Thymian, Honig, Salz und Pfeffer gründlich mischen.

2. Die Kartoffelstücke mit dem Gewürzöl auf einem Blech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen. Nachdem sie Würfel etwas abgekühlt sind, alles gegebenenfalls noch einmal nachwürzen und servieren.

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Autorin: Nora Jakob
Nora Jakob, 25, studiert Politikwissenschaft und Medienmanagement an der Universität zu Köln. Sie arbeitet außerdem arbeitet als freie Journalistin für Online- und Printmedien mit dem Schwerpunkten Politik, China und Essen. Praxiserfahrungen sammelte die KAS-Stipendiatin unter anderem bei Maybrit Illner; hartaberfair, der Rheinischen Post und der Nachrichtenagentur dapd.
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