Wie gesund sind Tomaten: Das Allround-Talent für die Gesundheit – Die Tomate

Tomaten sind eines der beliebtesten Gemüse und mittlerweile das ganze Jahr über erhältlich. Saison haben sie jedoch von Juli bis Oktober - und dann schmecken sie natürlich auch am besten.
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von evidero Redaktion
Gesunde Tomaten© FomaA - Fotolia.com

Die Tomate (Solanum lycopersicum) ist als Nachtschattengewächs verwandt mit anderen Gemüsen wie der Kartoffel, der Paprika und der Aubergine. Als sie von den Seefahrern aus Süd- und Mittelamerika nach Europa gebracht wurde, war sie hier mit ihren roten Früchten noch im 17. und 18. Jahrhundert als Zierpflanze beliebt.

Im frühen 18. Jahrhundert wird in botanischen Beschreibungen erwähnt, dass die Früchte in der italienischen Küche Verwendung finden. In Südamerika wurde sie schon 2000 Jahre vor unserer Zeit kultiviert, wie man aus Samenfunden bei Ausgrabungen ableiten konnte. Das Hauptverbreitungsgebiet lag in Mittelamerika. Der moderne Name der Tomate leitet sich von dem aztekischen Wort „Xitomatl“ ab.

Erste Beschreibungen der Pflanze stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem aus Italien. Carl von Linné ordnete in seinem Werk „Species Plantarum“ die Tomate der Gattung Solanum zu. Um 1900 war die Tomate auch in Deutschland als Lebensmittel bekannt und wurde überwiegend im Süden vor allem in Saucen, Suppen und Salaten verwendet.

Die Tomate enthält viel Vitamin C, Kalium und auch Iod

Die Tomate enthält Vitamine A, B, E und C. Wenn du nur eine Tomate verzehrst, hast du den Tagesbedarf an Vitamin C gedeckt, ein wahrhaft reiches Angebot. Dazu kommen noch wichtige Mineralien wie Kalium, Natrium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink. Als Spurenelemente sind Kupfer, Iod, Mangan und Molybdän vertreten.

Der Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (etwa 95 %). Bei den Mineralstoffen ist besonders Kalium hervorzuheben. Neben den genannten Vitaminen finden wir in der Tomate eine Vielzahl sekundärer für die Gesundheit wirksamer Pflanzenstoffe. Wie bei fast allen Gemüsen sind viele Wirkstoffe besonders in der äußeren Haut angereichert. Die rote Farbe erhält die reife Tomate durch das namengebende Carotinoid Lycopin. Für reife Tomaten werden Lycopinanteiel von 4–5,6 mg pro 100 g Frucht angegeben.

Einhundert Gramm Tomate haben einen Brennwert von nur 84kJ (20kcal). In 100g Tomate sind ansonsten enthalten:

Wasser 93 bis 95g; Eiweiß 1g; Kohlenhydrate 4g (Zucker 2,6g und Ballaststoffe 1,2g); Fett 0,3g

Tomaten sind gesund für Haut und Herz

Das besonders in der Haut der Tomate enthalteneLycopin ist ein Carotinoid, das antioxidativ wirkt und so die Immunabwehr stärkt und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll.

Kalium in Tomaten ist ausgezeichnet für die Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen geeignet. Der regelmäßige Verzehr verhindert auch Herzinfarkte. Bedeutsam ist der Gehalt an Bioflavonoiden, die antioxidative Eigenschaften haben, die Kapillaren verstärken und aktiv entzündungshemmend und antisklerotisch wirken.

Auch anderen Substanzen wie Anthocyane, Beta-Sitosterol, Cholin und Triterpenoidsaponine wurden in Tomaten gefunden. Cholin wie auch Beta-Sitosterol reduziert den Cholesterinspiegel im Blut, verhindert Verfettung der Leber, erhöht die Immunität des Körpers und fördert die Bildung von Hämoglobin.
Triterpenoidsaponine bieten einen aktiven Schutz gegen Arteriosklerose. Die Samen beinhalten Öl, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist, die die Ausscheidung von Cholesterin aus dem Körper fördern.

Die Wirkung der Tomaten auf die Gesundheit

• Verringerung des Cholesteringehalts im Blut
• Prävention gegen Arteriosklerose und Herzkrankheiten
• eine mäßige Abnahme des Blutdrucks
• Steigerung der Abwehrkräfte
• Wirkung gegen Krebs
• unterstützen die Arbeit der Leber
• reinigen das Blut
• fördern die Sekretion von Magensaft und die Peristaltik, verbessern die Verdauung, werden bei der Stoffwechsel-, Magen- und Darmerkrankungen empfohlenen
• hemmen das Wachstum bestimmter Mikroorganismen in Darm durch die antiseptische Wirkung
• regeln die Arbeit der Nieren, verbessern das Wasserlassen
• sind ein mildes Aphrodisiakum
• verringern die Müdigkeit
• verlangsamen die Alterung
• fördern die Zellerneuerung und haben positive Auswirkungen auf die Haut

Tomaten selbst züchten

Die besten Tomaten sind diejenigen, die zu Hause wachsen können. Durch das vollständige Reifen in der Sonne steigt nämlich auch deren medizinischer Wert und das wirst du sicherlich durch die Aromen und den Geschmack merken.

Tomaten können im Freien erst gepflanzt werden, wenn es keine Gefahr auf Bodenfrost mehr gibt. Sie brauchen viel Sonne und können sowohl im Garten, als auch auf dem Balkon gezogen werden. Wer eine Fensterbank mit viel Sonneneinstrahlung hat, kann auch dort eine Aufzucht versuchen. Tomatensamen kann man beim Spezialisten oder im Gartencenter kaufen – aber aufgepasst: Nicht jede Sorte eignet sich für jede Anbaufläche.

Shakshuka – Ein herzhaftes Frühstück

für 2 Personen

  • 2 EL Natives Olivenöl
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 rote Paprika
  • 1/2 Zucchini
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 2 Dosen ganze Tomaten
  • 4 Bio-Eier
  • Salz & Pfeffer
  • Frischer Grünkohl oder Spinat
  • Frische Petersilie oder Basilikum
  1. Paprika und Zucchini in kleine Stücke schneiden.
  2. Das Öl vorsichtig in einer großen Pfanne erwärmen. Knoblauch fein schneiden und darin andünsten. Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer hinzugeben.
  3. Die Paprikastücke untermengen. Für ein paar Minuten köcheln lassen.
  4. Zucchini mit den Dosentomaten in einem Standmixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.
  5. Die Mischung in die Pfanne geben. Zugedeckt bei niedriger Temperatur für 15 Minuten köcheln lassen.
  6. Die Pfanne auf der Herdplatte stehen lassen, 4 kleine Vertiefungen mit einem Löffel andrücken, in die du die Eier einfügst.
  7. Mit Spinat oder Grünkohl, Salz und Pfeffer bedecken und nochmal zugedeckt bei niedriger Hitze für 5 Minuten köcheln lassen.
  8. Mit frischer Petersilie zu Brot oder pur servieren.

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