So gesund ist Zucchini: Kalorienarm aber nervenstark – Die Zucchini

Das beliebte mediterrane Gemüse besteht zu einem Großteil aus Wasser und ist deshalb günstig für die Figur. Bittere Zucchini ist jedoch gesundheitsschädlich.
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von evidero Redaktion
Zucchini als Heilpflanze© bit24 - Fotolia.com

Nein, nicht die Zucchini ist nervenstark, aber sie hilft uns, nervenstark zu werden, sie ist Nerven stärkend. Erst durch die Entdeckung Amerikas wurde die Urform, der Kürbis, nach Europa gebracht, hier in Europa entwickelte sich durch Züchtung aus der Kürbispflanze die Zucchini, die schließlich in Italien etwa ab dem 17. Jhdt. auf den Märkten angeboten wurde.

Zucchini als Heilpflanze bei Nierensteinen

Auch wenn man gelegentlich liest, dass die Zucchini schon seit dem Mittelalter bei Nieren- und Blasenleiden verwandt wurde, so widerspricht dies doch dem Kenntnisstand, dass die Kürbisfrucht erst in der Renaissance nach Europa gebracht wurde und dies ist die Zeit nach dem Mittelalter. In der darauf folgenden Zeit, damit befinden wir uns schon im Barock, wurde sie in Italien gezüchtet und kultiviert.

Es ist aber so, dass die Zucchini durch ihren hohen Wassergehalt, so als würde man viel trinken, harntreibend wirkt und dabei sogar Harngrieß aus zerfallenen Nierensteinen abführen kann.

Zucchini ist mit dem Kürbis verwandt

Als Blütengemüse werden Zucchini und Kürbis gern zusammen von Gemüsegärtnern gepflanzt. Sie gedeihen auf unseren Böden in Mitteleuropa bei ausreichender Feuchtigkeit gut. Von Juni bis Oktober werden Zucchini auf unseren Wochenmärkten frisch geerntet angeboten; die längliche fleischige Frucht ist früh geerntet ein zartes Gemüse und reift zuhause wie Tomaten auch noch nach. Dann solltet ihr sie allerdings nicht zusammen mit Tomaten und Äpfeln lagern, da das von diesen emittierte Gas Ethylen die Zucchini zu schnell reifen und verderben lässt.

Am besten kleine Zucchini kaufen

Nicht immer sollte man nach den größten Früchten greifen, denn die kleineren und mittleren Größen (so 15 bis 30 cm oder ein bis anderthalb Handspannen) sind die schmackhafteren mit den zarten Schalen und diese sollte man auch mitessen, enthalten sie doch die wertvollen Inhaltsstoffe.

Wenn man die Früchte länger wachsen lässt, erreichen sie Kürbisgröße und bilden eine härtere Schale aus, dann kann man sie wie den Kürbis bis weit in den Winter hinein lagern.

Zucchini richtig zubereiten

Mit Zucchini gibt es eine Fülle wunderbarer Rezepte. Sie können roh, gekocht und gebraten verzehrt werden. Sogar die großen, gelben Blüten sind für den Verzehr geeignet und gelten als Delikatesse – jeder Rohkostsalat wird dadurch bunter.

Da Zucchini überwiegend aus Wasser bestehen, sind sie kalorienarm und leicht verdaulich. In der Frucht finden sich auf 100g durchschnittlich: 2,2 g verwertbare Kohlenhydrate, 1,6 g Proteine und 1,1 g Ballaststoffe. An Mineralstoffen finden sich 152 mg Kalium, 30 mg Calcium, 25 mg Phosphor und untergeordnet noch Natrium, Eisen und die Vitamine A, C und besonders B1.

Da die Vitamine durch lange Lagerung und durch langes Kochen abgebaut werden, sollte man möglichst frisch zubereiten und nur dünsten. Das Vitamin B1, Thiamin, unterstützt bestimmte Nervenfunktionen und fördert körperliche und geistige Frische. Dies soll auf einen Verlangsamten Abbau des im Nervenbotenstoff Acetylcholin enthaltenen Cholins durch B1 zurück zu führen sein. Dies erhöht die Konzentrationsfähigkeit.

Vorsicht bei selbst gezüchteter Zucchini

Bitter schmeckende Zucchini sollten entsorgt und nicht verzehrt werden. Besonders durch Rückkreuzung (selbstgezogener Samen von freundlichen Nachbarn) oder Kreuzung mit anderen Kürbispflanzen kann ein erhöhter Gehalt an giftigen Bitterstoffen (Cucurbitacinen) entstehen. Erst 2015 wurde der Tod eines Mannes an den Folgen einer Vergiftung durch Zucchini dokumentiert.

Zucchini sollten also immer neu aus sortenreinem Saatgut vom Fachmann gepflanzt werden.

evidero-Rezept: Haselnuss-Tahini-Pasta mit Sommer-Gemüse

Zutaten für die Sauce

  • 100 g Haselnüsse
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 EL Tahini
  • Saft einer Zitrone
  • 4 EL Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • 3-4 EL Wasser

Zutaten für Pasta und Sommer-Gemüse

  • 250 g Pasta
  • 1 TL Olivenöl
  • 1-2 Zucchini
  • 100 g Erbsen
  • 1 Handvoll Haselnüsse
  • Salz & Pfeffer
  • Chili-Flocken (optional)

Zubereitung

  1. Die Haselnüsse ohne Öl kurz in einer Pfanne anrösten. 1 Handvoll beiseite legen.
  2. Den Rest mit Knoblauch, Tahini, Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer pürieren. Eventuell etwas Wasser hinzugeben.
  3. Die Pasta al dente kochen.
  4. In der Zwischenzeit die Zucchini in Streifen schneiden und mit Öl in der Pfanne braten. Erbsen untermengen.
  5. Fertige Pasta abgießen und in die Pfanne geben. Mit der Sauce bedecken, vorsichtig darin wenden.
  6. Auf Tellern anrichten, mit Chili-Flocken und Haselnüssen garnieren.

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