Magische Vanilleschote: So kannst du mit dem süßen Gewürz Vanille deine Zellen schützen

Bei Vanille denkst du nur an süße Nachspeisen? Ab heute solltest du die kostbare Schote auch für ihre gesundheitliche Wirkung wertschätzen. Wir erklären dir, warum du mehr Vanille essen solltest.
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von evidero Redaktion
Vanille ist gesund© Printemps - Fotolia.com

Welches Gewürz gehört klassischerweise zur Weihnachtszeit? Die Vanille natürlich. Viele wissen nicht, dass dieses süße Gewürz nicht nur toll schmeckt, sondern auch unglaubliche Vorteile für unsere Gesundheit birgt. Neben seiner antibakteriellen Wirkung kann es sogar unsere Stimmung aufhellen. Neuste Forschungen gehen außerdem davon aus, dass die Wirkstoffe der Vanille im Kampf gegen Krebs helfen können. Die Schote sollte also auf keinen Fall nur zur Weihnachtszeit in deinen Gerichten vorkommen.

Vanillesoße, Vanilleeis, Vanillepudding – fast kein anderes Gewürz ist so beliebt bei unseren Süßspeisen wie die Vanille. Dabei handelt es sich um ein wirklich wertvolles Gewürz, das nach Safran das teuerste der Welt ist.

Dies liegt vor allem an der Anpflanzung und Ernte. Die Vanilleschote wächst aus der Vanille-Orchidee in den tropischen Regenwäldern von Südostmexiko und Mittelamerika. Nur aus der Pflanze kann die richtige Vanille hergestellt werden. Da der weltweite Bedarf von Vanille aber nicht durch die natürliche Ernte abgedeckt werden kann, wird der Markt zunehmend von künstlich hergestellter Vanille überschwemmt, die den Hauptaromastoff Vanillin versucht nachzustellen. Leider hat dieser nur noch wenig mit dem vollmundigen Vanillegeschmack der natürlichen Schote zu tun.

Was viele nicht wissen: Vanille schmeckt nicht nur toll, sondern wurde ursprünglich auch als Heilpflanze benutzt.

Vanille als Naturheilmittel wirkt antibakteriell

Alkaloide sind organische Verbindungen, die eigentlich die Vanille-Pflanze gegen Pilzbefall schützen soll. Doch auch wir Menschen können uns diese zu Nutzen machen.

Naturheilpraktiker verwenden das Gewürz auf Grund seiner antibakteriellen Wirkung gerne bei Behandlungen gegen Hautausschlag oder sogar Neurodermitis. In diesem Fall wird sie äußerlich als ätherisches Öl verwendet.

Erfahre hier mehr über die Wirkkraft von Ätherischen Ölen

Natürlich wirkt diese antiseptische Wirkung auch bei innerer Anwendung. Die Vanille sollte dann entweder verschiedenen Gerichten frisch beigemischt werden, den Tee veredeln oder als pure Tinktur getrunken werden.

Der Duft der Vanille betört die Sinne und macht glücklich

Die Vanille hat nicht nur Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf unsere Psyche. Schon bei den Totonaken, Ureinwohnern von Mexiko, galten der Duft und der Verzehr der Vanilleschote als wahres Aphrodisiakum und wurde verwendet, um die Lust zu steigern.

Dies liegt sogar sehr nahe, denn die chemische Zusammensetzung des Aromastoffs Vallinin hat große Ähnlichkeit mit dem Sexuallockstoff vom Menschen. Deswegen wird Vanille unter anderem auch so oft in Duftkerzen oder Körperlotionen verwendet.

Doch nicht nur was die Lust angeht birgt die Vanille viele Vorteile für unsere Stimmung. Das Gewürz regt nachweislich die Produktion des Glückshormons Serotonin an, wodurch Stress gelindert sowie die Laune aufgehellt wird, aber auch Heißhungerattacken gestoppt werden können.

Auch Schlafstörungen sollen so verbessert werden. Versuche also das nächste Mal, wenn du wieder gestresst oder nervös bist, mit einem ätherischen Vanille-Öl zu arbeiten.

Die Süße der Vanille soll sogar Krebs behandeln können

Im Bereich der Krebsforschung wird intensiv die Wirkung der echten Vanille recherchiert. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in der Vanille Stoffe enthalten sind, die unser Erbgut vor schädlichen Mutationen schützen können.

Andere gehen soweit, dass sie die These vertreten, in Vanille Bestandteile gefunden zu haben, die in der Lage sind, Krebszellen abzutöten. Das bedeutet so viel, dass durch den Verzehr von Vanille Botschaften ausgeschüttet werden, die die schädlichen Krebszellen zur Zerstörung “auffordern”, sodass diese wie jede normale Zelle wieder abstirbt.

Generell gilt die Vanille als stark antioxidativ und somit zellschützend.

So kannst du das süße Gewürz Vanille beim Kochen und Backen verwenden

Wie bereits erwähnt: Es gibt zum einen die richtige Vanille aus der Schote und das nachempfundene Aroma aus dem Labor. Nur aus der richtigen Vanille kannst du alle gesundheitlichen Vorteile schöpfen. Dabei solltest du auch auf Bio-Qualität und Fairtrade achten.

Die Schoten werden meistens in kleinen Glasrohren verkauft und können darin problemlos auch für längere Zeit aufbewahrt werden.

Um an das wertvolle Vanillemark heranzukommen, schlitzt du die schwarze Schote einfach der Länge nach auf und kratzt das Mark heraus. Die Schoten solltest du aber auf keinen Fall wegschmeißen, denn auch hier ist sehr viel Vanillin enthalten. Du kannst sie entweder mitkochen oder dir selbst Vanillezucker zubereiten. Dafür legst du die Schote einfach in dein Zuckerglas und lässt es circa zwei Wochen ziehen.

Mit der echten Vanille kannst du besonders deine Süßspeisen verfeinern. Probiere es doch auch mal in deinem Tee oder in einem Glas warmer Milch aus. Wenn du fertige Produkte mit Vanille kaufen möchtest, solltest du darauf achten, dass es mit “echter Vanille” gekennzeichnet ist, ansonsten ist nur das künstliche Aroma verarbeitet.

Die so bekannte Bourbon-Vanille bietet keinen Unterschied zur normalen Vanille, sondern bezeichnet lediglich das Herkunftsland – nämlich die kleine Insel Réunion, die früher Bourbon genannt wurde.

evidero-Rezepte: Apfel-Karamell-Sauce

  • 200 g Datteln (Entsteint)
  • 1 TL Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Apfelessig
  • 1 Apfel
  • 1 EL Kokosöl
  • 1 EL Cashewmus (Oder Erdnussmus/Mandelmus)
  • Etwas Wasser oder Milch
    1. Apfel entkernen und klein schneiden.
    2. Die Datteln in warmem Wasser einweichen.
    3. In einem kleinen Topf das Kokosöl mit Vanille und Salz erwärmen. Apfelstücke dazu geben. Weich kochen.
    4. In einem Mixer oder Küchenmaschine alle Zutaten für 2-3 Minuten zu einem cremigen Karamell verarbeiten.
    5. Das Karamell in einen Glasbehälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren.
    6. Schmeckt gut zu Pancakes und Porridge oder als süßer Brotaufstrich.

Hafer-Dinkel-Kekse (zuckerfrei)

Zutaten

  • 125 g Haferflocken
  • 100 g Dinkelmehl
  • 1 ½ TL Backpulver
  • 125 g Honig
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Ei
  • 40 g getrocknete Aprikosen
  • 50g Walnüsse
  • 1 TL Zimt
  • 1 Vanilleschote
  • Prise Salz

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Haferflocken mit einer Küchenmaschine oder einem anderen Zerkleinerer mahlen. Die Haferflocken müssen nicht fein wie Mehl gemahlen werden.
  3. Das Kokosöl in einem Wasserbad schmelzen und mit dem Honig und dem Ei vermengen.
  4. Die Haferflocken mit dem Dinkelmehl, Backpulver, Zimt, der Vanilleschote (die Vanille aus der Schote auskratzen) und einer Prise Salz vermengen.
  5. Die getrockneten Aprikosen und die Walnüsse zerkleinern und der trockenen Menge hinzugeben.
  6. Die flüssigen und trockenen Zutaten vermengen. Mit Hilfe eines Löffels gleich große Mengen zu einer Kugel rollen und auf einem Blech mit Backpapier mit einer Gabel leicht andrücken.
  7. Maximal 12 Kekse auf ein Backblech geben, da die Kekse während des Backens größer werden.
  8. Die Backzeit beträgt etwa 12 Minuten. Je nach Ofen kann die Zeit variieren.

Tipp: Wer auf tierische Produkte verzichtet, kann den Honig mit Ahornsirup und das Ei mit einem EL Sojamilch oder einem TL Apfelmus ersetzen.

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Nicht nur an Weihnachten
Nutze die Heilkraft der Vanille