Mehr Leitungswasser trinken: 5 Gründe, warum du auf Kunststoffflaschen verzichten solltest

Die Vorteile von Flaschenwasser haben sich viele Unternehmen zu Nutze gemacht, um viel Geld für wenig Leistung zu erwirtschaften. Dass viele Menschen unter der Ausbeutung leiden, ist Großkonzernen dabei oft egal.
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von evidero Redaktion
Flaschenwasser oder Leitungswasser?© junpinzon - Fotolia.com

Sie sind leicht, praktisch, überall erhältlich und gehen nicht kaputt. Sie sind schon seit Jahren der leichtere und günstigere Ersatz für schwere und zerbrechliche Glasflaschen: Die Plastikflaschen. Doch seit geraumer Zeit werden Stimmen laut, die die Unbedenklichkeit der Plastikflaschen vermutlich zurecht in Frage stellen.

Trinkwasser ist das meist konsumierte Produkt. Sehr viele Menschen nutzen PET-Flaschen und bezahlen damit viel Geld für ein Produkt, das sie aus dem Wasserkran viel günstiger beziehen könnten.

Dabei hält dieses Wasser nicht immer, was es verspricht, denn die Qualitätsprüfung für Flaschenwasser ist meist geringer als die für Leitungswasser. Wer sein Wasser hingegen aus dem Wasserhahn zapft, der spart viel Geld und tut sich und der Umwelt einen Gefallen. Mittlerweile gibt es sogar ganze Bücher, Filmreihen und eine Vielzahl an Experimenten, die sich mit dem Thema befassen.

Flaschenwasser oder Leitungswasser – Was ist gesünder?

In Flaschen abgefülltes Wasser ist ein reiner Marketingtrick. Den Kunden wird suggeriert, dass ihr Trinkwasser ein besonders Reines sei.

Bunte Aufschriften mit designten Logos und weiten Landschaften verschaffen den Eindruck, dass das Wasser aus einer unberührten Natur komme. Diese Marketingtricks und vermeintlich reine Quellen sind aber spätestens in den Plastikflaschen eigentlich nicht mehr wirklich rein und unberührt.

5 Gründe, auf Plastikflaschen zu verzichten

1. Flaschenwasser ist teurer als Leitungswasser

Unter dem Begriff Tafelwasser wird lediglich überteuertes Leitungswasser mit Kohlensäure und anderen Stoffen verkauft. Auch Mineralwasser, welches in den meisten Fällen nicht einmal viel Mineralien wie Magnesium, Kalzium und vielen weitere Stoffen enthält, wird für ein Minimum der Herstellungskosten verkauft.

Ähnlich wie bei Tafelwasser wird ein großer Gewinn mit essenziellen Lebensmitteln gemacht.

2. Plastikflaschen schaden deiner Gesundheit und unserer Umwelt

Plastikverpackungen machen rund 75% des gesamten Verpackungsanteils bei Wasserflaschen aus. Der Anteil an PET-Einwegflaschen lag 2014 bei knapp 50% der gesamten auf dem Markt verfügbaren Verpackungen. Das bedeutet, ein Produkt wird lediglich hergestellt, um es sofort wieder wegzuschmeißen.

PET-Einwegflaschen sind momentan bei der Herstellung günstiger. Würden Konsumenten vermehrt auf Einwegflaschen verzichten, wäre das ein großer Gewinn für den Umweltschutz. Glasflaschen sind wesentlich umweltfreundlicher, da sie häufiger verwendet werden können. Glas-Mehrwegflaschen machten 2014 jedoch nur ungefähr 23% der Verpackungen aus.

Achtung: Das gilt natürlich nur für Glas-Mehrwegflaschen und nicht für Glas-Einwegflaschen! Diese haben einen so hohen Energieverbrauch in der Herstellung, dass sich ihre Verwendung nicht rentiert. Tatsächlich sind Plastik-Einwegflaschen insgesamt somit sogar besser als Glas-Einwegflaschen. Am besten also immer auf Mehrweg achten, egal welche Verpackungsart.

3. Kunststoffflaschen enthalten möglicherweise Chemikalien

Trinkflaschen aus Kunststoff wie beispielsweise PET laugen aus und können den künstlichen Geschmack an das Wasser abgeben. Wird eine Plastikflasche im Auto gelassen und heizt auf, lösen sich gewisse Stoffe besonders schnell. Dieses Ausströmen von Chemikalien ist so stark, dass man es sogar schmecken kann.

Studien der Goethe-Universität Frankfurt haben außerdem bewiesen, das östrogenartige Substanzen in den Flaschen gefunden wurden und den Körper beeinflussen können. Der wohl bekannteste enthaltene Stoff ist Bishpenol A (BPA). Viele Hersteller werben nun mit BPA freien Flaschen aus Tritan. Der Verzicht auf diese Art von Kunststoff ist zwar eine gute Alternative, aber nicht gut genug erforscht, um andere Gefahren auszuschließen.

4. Alternativen sind deutlich gesünder und praktischer

Alternativen zu der klassischen PET-Flasche bieten wiederverwendbare Gefäße. Viele Hersteller bieten Flaschen aus Glas an, die mit einer Schutzhülle umgeben wurden und nicht so empfindlich sind. Der einmalige Kaufpreis solch einer Flasche liegt zwar etwas höher, rechnet sich aber binnen kurzer Zeit. Wer trotzdem gefiltertes Wasser trinken möchte, kann mithilfe von diversen Filteranlagen sein Gewissen beruhigen.

Bei diesen sollte man jedoch darauf achten, dass die Filter regelmäßig ausgetauscht werden müssen, da sie sonst eine Brutstätte für Keime sein können. Wasserfilter sind also kein Garant dafür, dass das gefilterte Wasser hinterher wirklich gesünder ist. In der Regel kann man das Leitungswasser auch einfach ungefiltert aus dem Kran trinken, solange die Wasserleitungen im Haus nicht veraltet sind.

5. Deutsches Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt

Das oft fälschlicherweise mit dem Synonym Kranwasser verschmähte Leitungswasser, ist meist gesünder als Flaschenwasser. Mineralwasser darf beispielsweise nicht nachbehandelt werden, um die Natürlichkeit des Produktes zu bewahren. Leitungswasser wird hingegen noch behandelt, durch viele Stufen gereinigt und von gesundheitsschädlichen Schwebstoffen gereinigt.

Hinweis: In einem Altbau sollte vorerst die Wasserqualität über ein unabhängiges Labor untersucht werden.

Quellen:

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