Saisonrezepte von Januar bis März: 3 Wohlfühlrezepte für den Anfang des Jahres

Gerade am Anfang des Jahres wird man schnell zum Kauf von exotischen und weit gereisten Lebensmitteln verführt. Der Neujahrsvorsatz, sich gesünder zu ernähren, steht dem eigenen ökologischen Anspruch entgegen. Abwechslungsreich, saisonal und regional ernähren - ist das möglich?
Autorin_Esther_Hilger
von Esther Hilger
Frühjahrs Rezepte: Pasta mit Spinatpesto© anna_shepulova - Fotolia.com

Die ersten drei Monate im Jahr sind, was die Vielfalt der saisonalen Lebensmittel angeht, eher mau. Besonders trist sieht der März aus. Je weiter das Jahr voranschreitet, desto mehr wird das Angebot an Wurzelgemüse ausgedünnt. Im März bleiben noch Frühjahrsspinat, Feldsalat, Chicorée, Champignons und Äpfel und Birnen aus dem Lager.

Klingt erstmal nicht besonders vielversprechend, doch auch aus diesem Obst- und Gemüseangebot lassen sich wunderbare Wohlfühl-Rezepte zaubern. Wenn man mich fragt, braucht man diese Rezepte, um die letzten Wintermonate gelassen zu überstehen.

Knusprige Polentascheiben mit Grünkohl nach Swahili-Art (Glutenfrei)

Ostafrikanisch inspiriert und trotzdem regional
Saison: November bis Ende Februar

Zutaten für Polenta

  • 150g Maisgrieß
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 2 EL geriebener Parmesan
  • 40g Butter oder Ghee
  • Salz und Muskat
  • Olivenöl

Zutaten für das Kohlgemüse

  • ein Bund Grünkohl
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 große Tomate oder 2 Dosentomaten
  • 2 EL Rapsöl
  • eine Prise Salz und Pfeffer
  • je nach Belieben mit Chili verfeinern
  • Wasser

Zubereitung

  1. Für die Polenta wird die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzt. Sobald die Brühe kocht, den Maisgrieß einrieseln lassen und mit dem Schneebesen rühren.
  2. Anschließend auf geringer Hitze noch mindestens 5 Minuten quellen lassen
  3. Den Grünkohl gründlich säubern und in schmale Streifen schneiden. Dabei werden die dicken Stiele entfernt.
  4. Solange die Polenta noch warm ist, den Parmesan und die frisch geriebene Muskatnuss unterrühren.
  5. Ein Backblech mit Olivenöl ausstreichen und die Polentamasse etwa 2 cm dick verteilen. Anschließend etwa 30 Minuten ruhen lassen.
  6. Für den Grünkohl nach Swahili-Art die Zwiebeln, Tomaten und wer mag die Chilis klein hacken und in dem Rapsöl andünsten.
  7. Den Grünkohl hinzugeben und einen Moment auf großer Flamme braten.
  8. Mit Wasser ablöschen und mindestens 8 Minuten köcheln lassen.
  9. Abschließend mit Salz, Pfeffer abschmecken.
  10. Sobald die Polenta ausgekühlt ist, kann sie in Rechtecke geschnitten werden und in einer großen beschichteten Pfanne goldbraun gebraten werden.

Tagliatelle mit selbstgemachtem Frühjahrsspinat-Pesto (Vegan)

Italienisch inspiriert mit einem gesundem Twist
Saison: März

Zutaten

  • 200g Tagliatelle oder Buchweizennudeln
  • 100g tiefgekühlte Junge Erbsen
  • Basilikumblätter einer frischen Pflanze (entspricht 2 Händen voll)
  • 2 Hände voll frischem Blattspinat
  • 100g Cashewnüsse
  • 15g geröstete Pinienkerne
  • eine Knoblauchzehe
  • 2-4 EL Olivenöl
  • eine gute Prise Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Zu Beginn Wasser für die Nudeln und die Erbsen aufstellen. Wer auf Gluten verzichtet, benutzt Buchweizennudeln oder Nudeln aus Linsen.
  2. Sobald das Wasser kocht, können die Nudeln gemeinsam mit den Erbsen gekocht werden. In der Regel brauchen angetaute Erbsen etwa 5 Minuten Kochzeit. Daher je nach Kochzeit der Nudeln, 5 Minuten bevor die Nudeln von der Kochstelle genommen werden hinzugeben.
  3. Wenn ein Zerkleinerer oder Mixer vorhanden ist, können die Zutaten einfach hingegeben werden und ausreichend lang gemixt werden. Sollte keine solche Küchenmaschine vorhanden sein, müssen die Blätter fein gehackt und zerdrückt, die Nüsse und Kerne am besten gemörsert werden. Das Pesto muss nicht zu einer homogenen Masse gemischt werden, je nach Geschmack können Cashewstücke größer oder kleiner bleiben.

Warmer Apfelpfannkuchen mit Zitronen-Quark-Creme (Glutenfrei)

Lust auf herzhafte Pfannkuchen? Die Äpfel lassen sich auch prima durch Champignons ersetzen.
Saison: August bis Mai

Zutaten für die Pfannkuchen mit Apfel

  • 2 kleine Äpfel
  • 85g Buchweizenmehl
  • 200ml Sprudelwasser
  • 1 Ei
  • 2 EL Rohrohrzucker
  • ½ TL Zimt (je nach belieben auch mehr)
  • eine Prise Salz
  • Kokosöl oder Ghee zum Braten

Zutaten für die Zitronen-Quark-Creme

  • 250g Magerquark
  • 50g Puderzucker
  • Saft und Schale einer halben Bio-Zitrone

Zubereitung

  1. Das Buchweizenmehl mit dem Ei, dem Sprudelwasser und dem Salz vermengen und 10 Minuten ruhen lassen.
  2. Während der Teig ruht, kann die Quark-Creme zubereitet werden. Dafür den Quark in eine Schüssel geben, die Hälfte der Schale und des Safts einer Bio-Zitrone (unbedingt ungespritzt) dazugeben und den Puderzucker einrühren.
  3. Die Äpfel entkernen, in Spalten schneiden und anschließend in einer Rohrohrzucker und Zimt Mischung wälzen.
  4. Ghee oder Kokosöl in einer Pfanne erhitzen, etwa die Hälfte der Pfanne mit den Apfelscheiben bedecken, leicht anbraten, umdrehen und den Teig darübergeben.
  5. Wenn der Teig Blasen wirft, kann er gedreht werden. Sobald beide Seiten goldbraun angebraten sind mit der Zitronen-Quark-Creme servieren.

Autorin_Esther_Hilger
Autorin: Esther Hilger
Esther, 1993 in Köln geboren, studiert Sozialwissenschaften und irgendwas mit Medien an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

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