Leichte Fasten-Variante: Nachhaltiger Gewichtsverlust mit Intervallfasten

Haben Sie schon vom Intervallfasten gehört? Sie brauchen nicht gleich eine ganze Woche oder gar zwei zu fasten. Schon kurze Fastenperioden bringen einen großen Gewinn für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden. Der Begründer des Typfastens Ralf Moll gibt uns einen Einblick in die verschiedenen Fastenvariationen.
von Ralf Moll
Suppe beim Suppen-Intervallfasten© Pixaby

Das Intervallfasten bietet verschiedene Möglichkeiten, sodass jeder seine Methode finden kann. Eine gängige Variante ist, ein bis zwei Fastentage pro Woche einzulegen. Diese können direkt aufeinander folgen oder aber zum Beispiel Montag und Donnerstag sein. Oder Sie starten erst einmal mit einem Fastentag. Ganz so, wie Sie es sich gut im Alltag einrichten können.

Schon ein bis zwei Fastentage, regelmäßig durchgeführt, lassen die Pfunde purzeln. Sie können an diesen Tagen komplett fasten, also keine Nahrung zu sich nehmen, oder zum Beispiel ausschließlich flüssige Nahrung wie selbstgemachte Smoothies oder Suppen essen. Sie fühlen sich fitter, die Haut wird schöner, die Darmgesundheit und das Immunsystem profitieren etc etc.

Ohne Frust Gewicht verlieren mit Intervallfasten

Nicht zuletzt wirkt sich das Intervallfasten positiv auf Ihren Stoffwechsel und Ihr Gewicht aus. Wenn Sie übergewichtig sind oder aber auch nur ein paar lästige Kilos verlieren möchten, ist das eine wunderbare Methode, endlich ans Ziel zu gelangen.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich diese Maßnahme positiv auf das Gewicht auswirkt, auch wenn an den übrigen fünf Tagen normal gegessen wird. So ist es für viele einfacher, bei Laune zu bleiben, als sich sieben Tage die Woche zu kasteien und dann doch irgendwann frustriert aufzugeben.

Essenspausen waren in der Geschichte der Menschheit häufiger als diese vielen Mahlzeiten mit ungesunden Speisen, wie sie uns heute überall begegnen. Wir leben im Überfluss, der uns nicht guttut. Gut tut hingegen der Verzicht. Und dieser ist heute dank vieler leckerer Fastensuppen auch überhaupt nicht schlimm. Die warmen Suppen schmeicheln dem Verdauungstrakt und Sie fühlen sich satt und zufrieden.

So funktioniert Suppenfasten

Beginnen Sie den Tag mit zwei Gläsern Wasser. Schwarzer Kaffee oder Tee sind sogar erlaubt. Verzichten Sie aber unbedingt auf die Milch und natürlich auch auf den Zucker im Kaffee!
Bereiten Sie sich morgens eine Mandelmilch aus 2 EL Mandelmus, 250 ml kaltem Wasser und einer Banane zu. Ein paar Spritzer Zitronensaft dazu und alles pürieren.

Genießen Sie Ihr Frühstück Löffel für Löffel… das bereitet Sie gut für den folgenden Suppentag vor und es ist in einer Minute zubereitet.

Nehmen Sie an diesem Tag nur Flüssiges zu sich. Wenn Sie zur selbstgemachten Mandelmilch einmal eine Abwechslung möchten, so wählen Sie einen frisch gepressten Saft, einen Smoothie oder eine Frühstückssuppe. Mittags und abends gibt es dann jeweils eine köstliche Gemüsesuppe, die sie pürieren. Essen Sie ein bis zwei Teller, ganz so, wie es Ihnen guttut.

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Entspannung für den Verdauungsapparat

Wichtig ist, dass Sie die Nahrungsaufnahme auf diese drei Mahlzeiten beschränken. So ist die reduzierte Kalorienaufnahme garantiert und Sie „fasten“ an diesem Tag.
Sie werden sehen, der Verzicht auf die üblichen Speisen wie Brot, Marmelade, Nudeln, Süßigkeiten, Fleisch und Käse tut Ihnen gut und sie werden diesen Suppentag wiederholen wollen.

Mittlerweile gibt es Bio-Fastensuppen auch im Glas. Die Zeitersparnis im Alltag ist enorm und für Menschen, die unterwegs schnell schwach werden und Mittags schnell zum naheliegendsten, wie Kantinen-Essen greifen, ist gesorgt.

Sie geben Ihrem Körper die Chance, einmal durchzuatmen. 24 Stunden Ruhe von allem, was zu viel ist, von allem, was nicht notwendig ist. Eine Wohltat!

16-Stunden-Fastenintervall

Die zweite Variante des Intervallfasten ist folgende: Verlängern Sie die nächtliche Fastenzeit, die wir wenn wir schlafen sowieso einhalten, auf 16 Stunden. Das bedeutet, dass Sie wahlweise das Frühstück ausfallen lassen oder das Abendessen.

Nehmen Sie zum Beispiel das Abendbrot um 20 Uhr ein, so ist das Frühstück am nächsten Morgen passé. Es gibt erst um 12 Uhr wieder etwas. Oder Sie frühstücken ausgiebig, sagen wir um 7 Uhr, dann ist um 15 Uhr Schluss. In den 16 Stunden, die Sie nichts essen, ist es essentiell, dass Sie nichts zu sich nehmen, was einen Nährwert, sprich Kalorien hat. Schwarzer Kaffee am Morgen ist erlaubt, ein Cappuccino nicht!

Sie werden staunen, wie schnell sich der Körper umstellt und sich dieser neuen Regel anpasst. Und auch hier: Sie profitieren nur! Dass unser Körper nachts regeneriert, die Zellen erneuert werden, weiß man. Nun hat die Müllabfuhr, die nachts kommt, mehr Zeit: Statt 8 sogar 16 Stunden! Zeit, in der Einiges passiert: egal wo Ihre persönlichen Schwachstellen sind, dort wird zuerst angepackt und dort merken Sie es auch am schnellsten: die Haut, die Gelenke, der Darm, das Gewicht… Fasten ist eben individuell.

Eine natürliche Ordnung kann wieder hergestellt werden. Sollten Ihnen die 16 Stunden anfangs zu lange vorkommen, so beginnen Sie in der ersten Woche mit 12 Stunden und steigern sich dann allmählich auf die 16 Stunden.

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, dieser Rhythmus bringt uns näher an das heran, was die Evolution für uns vorgesehen hat. Überlegen Sie einmal, wann zuletzt Sie eine längere Essenspause hatten. So einfach kann Fasten sein!

Energiegewinn durch Fasten

Mit dem Intervallfasten können Sie einen Schalttag, bzw. Schaltstunden für sich und Ihre Gesundheit einlegen. Für sich und die eigene Gesundheit etwas Gutes zu tun ist nicht schwierig. Der Effekt ist dafür umso größer: Sie werden mit einem Energieschub belohnt und sicherlich macht sich das auch im Spiegelbild bemerkbar.

Viel Spaß beim Intervallfasten!

Experte: Ralf Moll
Ralf Moll ist Autor, Begründer des typgerechten Fasten und Leiter des Fastenzentrums im Schwarzwald. Er ist Referent und Experte auf Kongressen und Seminaren zum Thema Lebensfreude, Entsäuerung und Ernährungsmedizin.

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