Scharfe Gewürze sind gesund: Gesunde Schärfe – Chili und Co.

Scharfe Gewürze wie Chili, Ingwer oder Senf sind nicht nur wegen ihres Geschmacks beliebt, sie sind auch sehr gesund. Hier sind die Fakten.
Birgit van Hulst
von Birgit van Hulst
Scharf!© Nailia Schwarz - Fotolia.com

Scharf ist nicht einfach nur lecker, es ist auch gesund! Jedes Gewürz hat seine eigenen gesunden Besonderheiten. Wir stellen euch sieben scharfe Gewürze vor, damit ihr entscheiden könnt, welches eure liebste Schärfe ist.

Chili © akf - Fotolia.com Chili © akf – Fotolia.com

1. Chili – Fettverbrennung und Sättigung

  • Gehört zu den Nachschatten-Gewächsen und ist mittlerweile auch in vielen deutschen Gärten oder auf Balkonen anzutreffen. In so mancher Küche hängen auch getrocknete Chilischoten von der Decke
  • Chili regt die Ausschüttung verschiedener Hormone an und aktiviert auf diese Weise den Stoffwechsel und somit die Fettverbrennung
  • Chili enthält Capsaicin sowie Spurenelemente von Kupfer und Zink. Capsaicin verstärkt die Tätigkeit der Verdauungs-Organe und steuert auch unser Hungergefühl, wir fühlen uns schneller satt

Tipp für Chili:

  • Spaghetti mal mit Chili und Knoblauch verfeinern: Spaghetti Aglio e olio

2. Ingwer – Gegen Magenbeschwerden

  • Gehört zur Familie der Gewürzlilien, die Heimat ist das südliche Asien
  • Ingwer ist eines der ältesten Gewürze der Welt und auch der weise Konfuzius war ein Fan dieser hellen Knolle. Das Fleisch der frischen Knolle ist saftig, trocken und nicht faserig
  • Bereits im Mittelalter wusste man um die entzündungs-hemmenden und anti-bakteriellen Eigenschaften des Ingwers
  • Die Knolle enthält viele Mineralstoffe wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und Eisen und schützt die Magenschleimhaut. Deshalb wird Ingwer gerne bei Magenbeschwerden genutzt
  • Es gibt Ingwer mittlerweile sogar als Tropfen in der Apotheke, Ingwer to go
  • Die Ingwerwurzel hält lange im Kühlschrank
Ingwer © tashka2000 - Fotolia.com Ingwer © tashka2000 – Fotolia.com

Tipp für Ingwer:

  • Einfach schälen und ein paar Scheiben mit heißem Wasser überbrühen, dies ergibt einen leckeren Tee. Mit ein paar Minze Blättern lässt er sich prima als kalter Tee im Sommer genießen und wirkt sehr erfrischend.
  • Erfrischendes Dressing für den Salat: Zu dem klassischen Kräuterdressing ein paar Stücke kleingeschnittenen Ingwer beifügen.
Knoblauch © pugovica_88 - Fotolia.com Knoblauch © pugovica_88 – Fotolia.com

3. Knoblauch – Gut fürs Herz

  • Gehört zur Gattung des Lauchs und somit zur Familie der Liliengewächse. Seine Heimat ist Zentral- und Südostasien
  • Knoblauch stärkt das Herz-Kreislauf System, hat blutverdünnende Eigenschaften und kann Bluthochdruck vorbeugen. Außerdem wirkt er antiseptisch und antibiotisch und stärkt auch noch das Immunsystem
  • Es gibt verschiedene Arten: Von weißen, milchigen Knollen bis zu violettem Knoblauch, der aus Frankreich stammt
  • Die Vitamine E und C sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalzium, Selen und Phosphor enthält diese Wunderknolle ebenso

Tipp für Knoblauch: Selbstgemachtes Tzaziki:

  • Griechischer Joghurt
  • Knoblauch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ein Spritzer Zitrone
  • Gurke
  • Mengenverhältnisse dem eigenen Geschmack anpassen
Koriander © Picture Partners - Fotolia.com Koriander © Picture Partners – Fotolia.com

4. Koriander – Stimmungsaufheller

  • Was in Mitteleuropa die Petersilie, ist Koriandergrün für die Küche Asiens und Lateinamerikas. Die Heimat ist Nordafrika und Vorderasien, Koriander ist ein Doldenblütler
  • Früher wurde Koriander in Persien als Medizin gegen depressive Verstimmung und als Vorbeugung gegen Diabetes eingesetzt
  • Die ätherischen Öle sind von jeher als bakterien-hemmendes Mittel bekannt, und zudem fördert Koriander die Produktion der Verdauungsenzyme
  • Koriander lässt sich frisch (Cilantro) und als getrocknete Samen (Körner) verwenden. Die frischen Blätter passen wunderbar zu scharfen Gemüsepfannen, müssen aber schnell verbraucht werden
  • Die Körner können Sie gut im Mörser klein stoßen und für alle asiatischen- und Indischen Gerichte sowie für Soßen verwenden.

Tipp für Koriander:

  • Tomatensalsa mit Knoblauch und frischem Koriander
Meerrettich © photocrew - Fotolia.com Meerrettich © photocrew – Fotolia.com

5. Meerrettich – Entzündungs-lindernd

  • Die Heimat des Meerrettich liegt vermutlich in Ost- und Südosteuropa, er gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse
  • Die Meerrettich-Wurzel kann in Papier eingeschlagen ein bis zwei Wochen im Kühlschrank aufgehoben werden
  • Die Duftstoffe werden erst wirksam, wenn man den Meerrettich reibt. Dann entsteht Senföl, dessen Duft sich in der Verbindung mit der Luft entfaltet und gleichzeitig eine entzündungs-lindernde Funktion hat
  • Außerdem enthält die scharfe Wurzel viel Eisen, Kalzium und Magnesium
  • Meerrettich lässt sich bei Tafelspitz nicht wegdenken und ist bei vielen geräucherten Lebensmitteln ein wunderbarer Begleiter

Tipp für Meerrettich:

  • Forellenfilet mit Meerrettich gereicht mit Rote – Beete – Carpaccio bestreut mit der scharfen Wurzel
Senf © Sea Wave - Fotolia.com Senf © Sea Wave – Fotolia.com

6. Senf – Hilft der Leber

  • Senf gehört zur Familie der Kreuzblütler und wird aus weißen, braunen oder schwarzen Senfkörnern gewonnen
  • Die alten Chinesen nutzten Senf für Speisen, doch auch als Heilpflanze fand er Verwendung
  • Durch das Mahlen der Körner wird das Enzym Myrosinase freigesetzt. Dieses wandelt das Sinalbin im weißem Senf und das Sinigrin im schwarzen Senf zu dem scharfen Senföl um
  • Der weiße Senf schmeckt süßlich scharf, der braune etwas bitter und der schwarze Senf ist der schärfste
  • Senfsamen wirken antibakteriell, haben eine keimtötende Wirkung und kräftigen das Immunsystem
  • Senf unterstützt die Leberfunktion (Stoffwechsel) sowie die Fettverbrennung und wird deshalb gerne als Beilage zu fetten Speisen gereicht

Tipp für Senf

  • Etwas Senf in ein Dressing von Olivenöl und Balsamico zu einer Artischocke reichen
Wasabi © Mariusz Prusaczyk - Fotolia.com Wasabi © Mariusz Prusaczyk – Fotolia.com

7. Wasabi – Antibakteriell

  • Hat seine Heimat in Japan und wird auch hier gerne als Japanischer Meerrettich bezeichnet
  • Wasabi bedeutet „Bergstockrose“, da die Blätter des Kreuzblütengewächses denen der Stockrosenblätter sehr ähnlich sind
  • Frischer Wasabi ähnelt in der Wurzel wirklich dem Meerrettich und ist hier schwer erhältlich. Man kann guten Gewissens die Wasabi –  Paste oder das Pulver verwenden (dieses mit etwas Wasser anrühren)
  • Auch ist in der Wurzel Senföl enthalten, welches starke antibakterielle Eigenschaften besitzt und uns gleichzeitig den „Schweiß auf die Stirn treibt“
  • In der Japanischen Küche wird Wasabi zu Sushi/Sashimi und Co. gereicht und in die Sojasauce getunkt. Mit der Menge lässt sich die Schärfe regulieren.

Tipp für Wasabi:

  • Seit Längerem gibt es auch einen scharfen Knabberspaß: Die Wasabi-Nüsse!
Birgit van Hulst
Birgit van Hulst ist seit ihrer Kindheit sportlich unterwegs. Heute ist sie zertifizierter Coach für Ernährung, Bewegung und Mentaltraining...
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