Neuer Ernährungstrend Pegan: Paleo und vegan in einem

Pegan ist eine Steigerung von veganer Ernährung. Wie dieser Ernährungstrend funktioniert.
Domy Dolle
von Romy Dollé
Salat mit Obst in einer peganen Ernährung© sarsmis - Fotolia.com

Gesunde Ernährung ist vielseitig und kann unterschiedlich aussehen. Die vegane Ernährung kann vor allem bei einigen gesundheitlichen Problemen helfen. Sogar als therapeutische Maßnahme wird dieses Konzept empfohlen. Nun gibt es eine neue Ernährungsform: Pegan. Romy Dolle, Paleoexpertin, erklärt was es damit auf sich hat.

Pegan ist eine Kombination von Paleo Ernährung und veganer Ernährung. Es kombiniert die Vorteile beider Ernährungskonzepte miteinander. Für reine Veganer lässt sich diese Kombination nicht vereinbaren. Ein Veganer verzichtet vollkommen auf tierische Produkte. Dies gilt nicht nur für die Ernährung sondern auch für alle Produkte des täglichen Lebens wie Lederschuhe, Pelz- und Lederkleider, Ledergrütel, etcetera.

Für einen Menschen, der sich nach der traditionellen Paleo-Philosphie ernährt, ist der größte Teil seiner Ernährung aber ebenfalls vegan.

Was ist Paleo Ernährung?

Zuerst aber:  was ist die traditionelle Paleo Ernährung eigentlich? Es gibt nicht eine Paleo Ernährung. Nein, die Paleo Ernährungsweise ist je nach Land, Region und Klima sehr unterschiedlich. Die Basis bilden Nahrungsmittel, die in dieser Region natürlicherweise angebaut und gezüchtet werden. Es wird Wert auf biologische Qualität gelegt. Bei den Tieren zudem auf artgerechte Haltung und Fütterung.

Das zeigt, dass die Paleo Ernährung sehr unterschiedlich sein kann. In den Tropen werden zum Beispiel vor allem tropische Früchte, Fische und Kokosnüsse gegessen. In den nördlich gelegenen Ländern sind es eher Wurzelgemüse, Wild, Nüsse und Steinobst. Folglich sind es in Asien andere Nahrungsmittel, als in Afrika.

Wie setzt sich Paleo Ernährung zusammen?

Der Hauptteil der Paleo Ernährung besteht in den meisten Ländern aus Gemüse und Früchten. Dazu kommen Nüsse und Samen. Regelmäßig werden tierische Produkte gegessen. Diese machen jedoch eher einen kleinen Teil aus. Ausgenommen einige wenige Urvölker, die sich fast ausschließlich von tierischen Nahrungsmitteln ernähren (beispielsweise die traditionelle Ernährung der Inuit).

Seit ich mich nach der Paleo-Philosophie ernähre, esse ich ca. 70 Prozent meiner täglichen Kilokalorien aus veganen Nahrungsmitteln. Schon zum Frühstück gibt es eine große Portion Gemüse. Entweder sind es Reste vom Abendessen oder ich mische frisches Gemüse in mein Smoothie. Dazu eine Portion (circa 30 Gramm) Protein. Entweder Fleisch, Fisch oder Kollagen Peptide (Proteinpulver) und eine nicht-tierische Fettquelle wie Avocado, Kokosmilch oder Nüsse.

Mittag- und Abendessen sind sich sehr ähnlich. Viel Gemüse, natürliche Fette und eine Portion Protein. Abends zusätzlich eine kleine Portion stärkehaltige Kohlenhydrate aus Wurzelgemüse, Reis und/oder Früchten.

Die Vorteile einer peganen Ernährung gegenüber einer rein veganen Ernährung:

  •      Keine künstlichen Zusatzstoffe (Aromen, Farbstoffe, Weichmacher, Stabilisatoren, etcetera.)
  •      Keine schwerverdaulichen Hülsenfrüchte, Hülsenfrüchte enthalten Lektine und Phytate, welche dem Körper Mineralstoffe entziehen
  •      Hoher Stellenwert hat die Qualität der Nahrungsmittel (biologisch, regional und saisonale Nahrungsmittel)
  •      Glutenfrei (löst keine chronischen Entzündungen aus, Darmwand wird nicht durch Glutenpeptide durchlöchert / Leaky Gut)
  •      Sehr wenig Zucker wird verwendet
  •      Natürliche Fette werden bevorzugt (keine hochverarbeiteten, leicht verderblichen Öle werden verwendet)

Domy Dolle
Expertin: Romy Dollé
Romy Dollé ist zertifizierte Primal Blueprint Expertin und Buchautorin mehrerer Paleo Lebensstil Bücher. Seit 2007 lebt sie einen Paleo/Primal Lebensstil und konnte so ihre Gesundheit signifikant verbessern und ästethische Körperziele erreichen...

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