Laufen ist gesund und hält jung: Lauf doch einfach! 8 gute Gründe für die Trainings-Motivation

Hier sind 8 gute Gründe, den inneren Schweinehund zu überwinden und mit dem Joggen anzufangen. Man braucht nur die richtige Motivation!
Annette Coumont
von Annette Coumont
Laufen hält fitFoto: © Dudarev Mikhail - Fotolia.com

Unsere Autorin Annette Coumont ist selbst begeisterte Läuferin. Hier sind ihre 8 Gründe fürs Laufen!

1.   Wer läuft, lebt länger!

Ein- bis anderthalb Stunden intensive körperliche Anstrengung pro Woche –  dieses Bewegungspensum entspricht den Empfehlungen vieler Wissenschaftler für einen gesünderen Lebensstil. Schon 2-3-mal die Woche eine halbe Stunde Laufen oder Walking können das Sterblichkeitsrisiko durch Herz-Kreislauferkrankungen gegenüber Bewegungsmuffeln um 20% reduzieren.

2.   Stetige Bewegung macht schlau!

Wer regelmäßig läuft, dessen Gehirn wird besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Es bildet so immer wieder neue neuronale Verknüpfungen, die vor allem für eine höhere Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit und damit für ein besseres Denkvermögen verantwortlich sind.

3.   Wer läuft, hält sein Gehirn jung!

Möglicherweise wird das Wachstum von Nervenzellen von körpereigenen Substanzen, etwa dem Signalstoff BDNF (Brain-derived-neurotrophic-factor) bewirkt, der auch für die Neuverschaltung der Verbindungen zwischen den Gehirnzellen eine Rolle spielt. Bei rein körperlicher Anstrengung steigt nachweislich die Menge von BDNF im Blut. Wir sind also so lange jung, wie unsere Beine in Bewegung sind.

4.   Ausdauer-Bewegung schützt vor Krankheiten!

Ebenso schützt uns Bewegung vor Erkrankungen, an denen das Gehirn maßgeblich beteiligt ist, wie z.B. Demenz, Parkinson, Depressionen, Migräne oder chronische Schmerzen. Darüber hinaus schützt es uns vor allen Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Denn Laufen trainiert vor allem unseren Herzmuskel, der effektiver arbeiten kann und mehr Blut und Sauerstoff durch unsere Adern pumpt.

5.   Laufen trainiert unseren gesamten Körper und hält fit!

Laufen und Walken, aber auch andere Ausdauersportarten, die lange und gleichförmige Bewegungsabläufe beinhalten, wie Schwimmen, Skilanglauf und Radfahren, trainieren vor allem das Herz-Kreislaufsystem. Der Herzmuskel wird grösser und effektiver und kann alle Muskeln des Körpers mit mehr Sauerstoff versorgen – eine wichtige Grundvoraussetzung, damit auch diese wachsen können. Ausdauersport ist also auch eine wichtige Voraussetzung für andere Sportarten, die den Körper durch Aufbau von Muskelkraft „shapen“ und in Form bringen.

6. Laufen macht schlank!

Ein gesundes Herzkreislauf-System verbraucht mehr Energie, denn es kurbelt die körpereigene Fettverbrennung an. Damit kommt der gesamte Stoffwechsel auf Touren und zwar nicht nur beim Training, sondern auch in der Zeit dazwischen. Zusätzlich werden beim Ausdauersport Muskeln aufgebaut und diese verbrauchen auch im Ruhezustand Energie.

7.   Wer läuft, ist glücklicher!

Durch die Ausdauerbelastung werden körpereigene Substanzen gebildet, die für Wohlbefinden und Glücksgefühle sorgen. Jüngere wissenschaftliche Erkenntnisse machen „Endocannabinoide“ dafür verantwortlich, unser Wohlbefinden zu steigern, sowie Schmerzen und Ängste zu lindern. Auch „Serotonin“, das Glückshormon schlechthin, wird beim Laufen gebildet und soll vor allem die Stimmung aufhellen. Hinzu kommen Flow-Effekte, die sich nach einer längeren andauernden gleichförmigen Belastung, vor allem bei Läufern, einstellen.

8.   Laufen bringt die Hormone ins Lot!

Mit Bewegung lassen sich Schwankungen im Hormonhaushalt korrigieren. Körperlich aktive Frauen leiden während der Periode weniger unter Schmerzen, Bauchkrämpfen, Blähungen oder empfindlichen Brüsten. Frauen vor und während der Menopause spüren weniger negative Begleiterscheinungen durch Hormonschwankungen. Ausdauersport aktiviert auch die Bildung von Testosteron, welches sich auch bei Frauen in steigendem Alter abbaut. Testosteron sorgt für Energie, mehr Lebenslust und inneren Antrieb.

Annette Coumont
Annette arbeitet als freie Redakteurin und Autorin mit Schwerpunkt Achtsamkeit und bewusst nachhaltige Lebenstile. Sie schreibt auch für die evidero Redaktion…

Quellen:

  • Geo Magazin, Mai 2014
  • Spiegel Online, Beitrag: “Mythos Endorphine: Warum Sport uns glücklich macht”, vom 20.3. 2014
  • Quarks & Co, WDR Fernsehen: “Wie alt bist Du wirklich”, Sendung vom 14.8.2012
  • Fit For Fun Online
  • Wikipedia