Ayurveda Medizin: So kann die alternative Medizin Erkrankungen heilen

Ayurveda hat viele Seiten und ist für Außenstehende nicht immer leicht zu verstehen. Wir haben dir die wichtigsten Punkte der alternativen Medizin zusammengefasst.
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von evidero Redaktion
Ayurveda als alternative Medizin© Floydine - Fotolia.com

Was tun, wenn die Schulmedizin versagt? Ayurveda ist eine alternative Heilkunst aus Indien und versucht, mit natürlichen Mitteln den Körper von Giftstoffen zu befreien und seine Energien wieder in Einklang zu bringen. Denn nur wenn die Lebensenergie, das Chi, richtig fließen kann, fühlen wir uns gut und sind vor Krankheiten geschützt.

Ayurveda bedeutet übersetzt “das Wissen vom langen und gesunden Leben” und kommt ursprünglich aus Indien. Die Heilkunst ist viel mehr als die Spa-Programme in mittlerweile fast allen Hotels, sondern eher ein ganzheitliches Programm, das sich aus Ernährung, Bewegung und Lebensweise zusammensetzt und sich nicht nur auf eine bestimmte Behandlung bezieht.

Wer sich also ayurvedisch therapieren lässt, wird mehr als nur eine Anwendung erleben. Es sollen alle Sinne angesprochen werden.

Was versteht man unter Ayurveda?

Ayurveda hat eher eine präventive als rückwirkende Ausrichtung. Das bedeutet, dass nicht erst gehandelt wird, wenn bereits Beschwerden vorliegen, sondern sich ständig um das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele gekümmert werden sollte.

Bei der indischen Heilkunst geht man davon aus, dass sich der Organismus aus drei Bestandteilen, der Vata, Pitta und Kapha zusammensetzt. Diese befinden sich in einem bestimmten Mengenverhältnis und wenn dieses gestört ist, kann die Lebensenergie, das Chi, nicht mehr richtig fließen und wir sind anfällig für Krankheiten oder fühlen uns schlecht.

Zu den Bausteinen dieser Therapie gehören bestimmte Ernährungskonzepte, Bewegungsabläufe und die Betrachtung der psychischen Konstitution. Durch die Betrachtung so vieler Aspekte wird auch die Behandlung sehr komplex und vor allem individuell. Man geht davon aus, dass jeder Mensch anders funktioniert und somit auch andere Bedürfnisse in seiner Therapie hat.

Typische Bestandteile einer Therapie nach Ayurveda sind folgende:

  • Akkupunktur
  • Massagen
  • Ernährungsberatung
  • Reinigungskuren
  • Entschlakung und Entgiftung

Erfahre hier mehr über die Ernährung im Ayurveda

So funktioniert Ayurveda als alternative Medizin

Wenn sich ein Patient für eine ayurvedische Behandlung entschließt, wird zu Beginn der Therapie erst mal ein ausführliches Gespräch geführt. Es wird festgestellt, welche Energie in dem Betroffenen vorherrscht und wie die Behandlung individuell auf ihn abgestimmt werden muss.

Bevor dann die eigentliche Therapie stattfindet, muss der Körper von Giftstoffen und Schlacken gereinigt werden. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die Behandlung auch langanhaltend und ganzheitlich wirkt. Dieser Prozess nennt sich Panchakarma.

Hierbei handelt es sich allerdings nicht um einen Erholungsurlaub. Neben dem Darmbereich werden auch die Nasennebenhöhlen, das Blut und der Magen gereinigt. Dazu zählen Abführverfahren oder auch kontrolliertes Erbrechen.

Daraufhin folgt die aufbauende Dravyaguna-Therapie. Hier kommt die “Medizin” ins Spiel, die das Körpergewebe mit gesunden Stoffen wieder aufbauen soll. Da man in der Ayurveda davon ausgeht, dass alles in unserer Umgebung, inklusive uns, aus den fünf Elementen besteht, kann praktisch alles Medizin werden. Also nicht nur Heilkräuter, sondern auch Nahrungsmittel, Mineralien oder tierische Produkte.

Mit verschiedenen Ölmassagen wird der Körper dabei unterstützt Giftstoffe abzuleiten und beginnt sich zu regenerieren. Die richtige Ernährung und passenden Bewegung helfen dem Organismus sich wieder zu vitalisieren.

Die Ernährung wird genau so wie die gesamte Behandlung individuell auf den Patienten und die in seinem Körper herrschenden Energien abgestimmt. Es gibt also keine klar allgemeingültige Ayurveda-Ernährung.

Wann ist eine Ayurveda-Behandlung das richtige für dich?

Ayurveda kann bei vielen Krankheiten weiterhelfen, bei der die übliche Schulmedizin nicht mehr weiter weiß. Allerdings sollte dies am besten in Absprache mit dem behandelnden Arzt geschehen, denn häufig können sich die klassische und die alternative Medizin hervorragend ergänzend.

Patienten konnten besonders gute Erfahrungen mit Ayurveda bei pyschosomatisch bedingten und chronischen Erkrankungen wie Autoimmunkrankheiten, Schlaflosigkeit oder Hauterkrankungen machen.

Auch bei Übergewicht kann eine Behandlung nach der alten Heilkunst hilfreich sein. Man sollte dabei bedenken, dass eine richtige Ayurveda-Kur häufig mit einem stationäre drei bis zwölf-wöchigen Aufenthalt beginnt und danach zu Hause weitergeführt werden muss. Nur wer seine eigenen individuellen Ayurveda-Empfehlungen auch im Alltag umsetzt, wird langfristig keine Probleme haben und Krankheiten vorbeugen können.

Hier findest du das Rezept für den Ayurveda-Klassiker Ghee

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