Gesunder Zimt: Dieses Weihnachtsgewürz solltest du nicht nur im Winter genießen – Zimt

Zimtsterne sind fester Bestandteil der Winterzeit. Doch Zimt hat noch viel mehr zu bieten. Wir erklären dir, was du alles mit diesem Gewürz für deine Gesundheit tun kannst.
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von evidero Redaktion
Zimt für die Gesundheit und zum Abnehmen© Ivan Volozhanin - Fotolia.com

Abnehmen, das Gehirn pushen und die Diabetes-Behandlung unterstützen – all das kann ein Gewürz. Zimt ist ein typisches Weihnachtsgewürz, sollte aber eigentlich das ganze Jahr über verzehrt werden, wenn man bedenkt, was es alles für Vorteile für unsere Gesundheit hat. Wir stellen dir einige der positiven Eigenschaften vor.

Zimt ist das Weihnachtsgewürz schlechthin. Mit seinem süßlich herben Geschmack erinnert es uns an Zimtsterne und Zimtschnecken. Tatsächlich sollten wir das Gewürz aber viel öfter genießen, als nur in der Weihnachtszeit, denn mit seinen zahlreichen Nährstoffen kann es tolle Wirkung auf unsere Gesundheit haben. So ist es auch besonders beliebt in der Naturheilkunde, wirkt antikbakteriell und wird bei der Behandlung gegen Diabetes verwendet.

Die charakteristischen Zimtstangen stammen ursprünglich aus Asien. Im Prinzip ist Zimt nichts anderes als Baumrinde, die natürlich speziell zubereitet werden muss und an der Sonne trocknet. Dabei kommt es auf die Zimt-Sorte an, wie dies genau geschehen muss.

Zimt regt den Stoffwechsel an und reguliert den Blutzuckerspiegel

Zimt hat gleich mehrere positive Wirkungen auf unseren Stoffwechsel und kann uns so beim Abnehmen helfen. Diverse Studien haben herausgefunden, dass Zimt Einfluss auf unseren Blutzuckerspiegel sowie auf unsere Insulinempfindlichkeit hat.

Unser Blutzucker steigt, wenn wir etwas essen. Wie hoch der Blutzuckerspiegel ansteigt, hängt natürlich davon ab, was wir essen. Das Insulin ist dann dafür verantwortlich, den Zucker im Blut wieder abzubauen. Leider bestehen unsere Mahlzeiten viel zu häufig aus zu vielen einfachen Kohlenhydraten und Zuckern, die dieses Gleichgewicht und unseren Stoffwechsel durcheinander bringen. Das sorgt wiederum dafür, dass mehr Fettzellen eingespeichert werden.

Durch den Verzehr von Zimt können wir Einfluss auf unseren Blutzucker- und Insulinspiegel nehmen. In Kombination mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung können wir diese Werte wieder ins Gleichgewicht bringen. Hinzu kommt, dass ein konstanter Blutzuckerspiegel Heißhungerattacken vorbeugt.

Neben der Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat Zimt außerdem noch eine thermische Wirkung auf unseren Körper. Die Wärme in unserem Organismus, die durch den Verzehr von Zimt entsteht, verbraucht Energie und somit auch Kalorien.

So kann man die Diabetes-Behandlung mit Zimt unterstützen

Zimt hat sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Besonders beeindruckend ist dabei die Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Da Zimt den Blutzucker reguliert und somit auch die Insulinausschüttung eindämmt, konnten in Studien Diabetes-Kranke deutliche Verbesserungen feststellen.

Die Dosierung von Zimt bei der Behandlung sollte natürlich immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Jedoch konnte festgestellt werden, dass in leichten Diabetesfällen auf blutzuckersenkende Mittel verzichtet werden konnte, wenn man täglich circa 1g Zimt zu sich genommen hat.

Wer bei der Behandlung auf Insulin angewiesen ist, konnte durch Zimt die künstliche Zufuhr von Insulin verringern. Nebenbei hat das Gewürz ebenfalls positive Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel.

Zimt fürs Gehirn – Neue Höchstleistungen

Zimt hat nicht nur Auswirkung auf unsere direkte Gesundheit, sondern kann auch unsere Gehirnfunktion beeinflussen. Allein der herbe Geruch des Gewürzes soll unsere Gehirnfunktion verbessern. Anscheinden hilft schon ein Kaugummi, das nach Zimt schmeckt. Bei einer Studie konnte festgestellt werden, dass Probanden, die so ein Kaugummi benutzten, Aufgaben am Rechner schneller und konzentrierter lösen konnten.

Auch das Gedächtnis funktionierte besser, wodurch die Arbeit allgemein produktiver erledigt werden konnte. Als Alternative zu den Zimt-Kaugummis können auch ätherische Öle, die nach Zimt duften, verwendet werden. So soll das Gewürz auch bei der Alzheimer-Erkrankung helfen, indem es die Ablagerungen im Gehirn verhindert oder sogar abbaut.

Auf die richtige Zimtsorte kommt es an

Zimt ist nicht gleich Zimt. Die wohl bekanntesten Sorten sind der Ceylon- und Cassia-Zimt, die beide aus Asien stammen. Sie unterscheiden sich sowohl im Geschmack, wie auch in der Gewinnung. Der Ceylon-Zimt wird aus dem Wurzelschößlingen des Baums zubereitet, der Cassia-Zimt hingegen wird aus dem Inneren der Rinde des Zimt-Baums herausgezogen.

Auch im Geschmack lassen sich deutliche Unterschiede feststellen. Der Ceylon-Zimt gilt durch seinen sehr warmen und süßlichen Geschmacks als wertvollster Zimt auf der Welt. Der Cassia-Zimt hat dagegen ein etwas derberes Aroma, ist bitterer und und schärfer.

Ist Zimt giftig?

In den letzten Jahren kamen Gerüchte auf, dass Zimt einen bestimmten Stoff enthält, der ganz und gar nicht gesundheitsfördernd ist, sondern eher genau das Gegenteil bewirkt – nämlich Cumarin. Das ist ein natürlicher Pflanzenstoff, der neben Zimt auch in der Tonkabohne oder in Waldmeister vorkommt.

In größeren Mengen soll Cumarin zu Erbrechen, Schwindeln, aber auch Nieren- und Leberschäden führen. Jedoch sollte man hier nichts überstürzen und wieder einen Blick auf die Zimtsorten werfen. Billig produzierter Zimt kann durchaus höhere Mengen an Cumarin enthalten.

Zimt, der jedoch natürlich und hochwertig gewonnen wurde, beinhaltet nur unbedenkliche Mengen an Cumarin. Dennoch sollte man die empfohlene Tagesdosis von circa ½ – 1 TL Zimt pro Tag nicht überschreiten, um einem Risiko aus dem Weg zu gehen.

 

evidero-Rezept:

Zimt-Energiebällchen (Vegan, glutenfrei, zuckerfrei)

  • 2 Handvoll Reisflocken
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 4 EL Erdnussmus
  • 2 EL Kokosmus oder Kokosöl
  • 4 EL Ahornsirup
  • 4 EL Kürbispüree
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 1 TL Zimt
  • Eine Prise Salz
  1. Erdnussmus und Kokosmus in einem kleinen Topf leicht erwärmen und vermischen.
  2. Reisflocken und Walnüsse in einer Küchenmaschine fein mixen.
  3. Die Erdnussmus-Mischung und alle restlichen Zutaten dazu geben und nochmals mixen.
  4. Den Teig zu kleinen Kugeln formen. In eine Vorratsdose legen und vor dem Verzehr für 15 Minuten in den Gefrierschrank stellen.
  5. Danach im Kühlschrank aufbewahren.

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