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Angstschweiß und andere Übeltäter: Das hilft gegen starkes Schwitzen

Ein anstrengendes Workout, ein wichtiges Vorstellungsgespräch oder Stress bei der Arbeit - es gibt viele Ursachen für eine verstärkte Schweißproduktion. Was hilft und was nicht erfährst du hier.
von evidero Redaktion
Sportlicher Mann schwitzt nach dem Joggen© drubig-photo

Schwitzen ist normal und gesundheitlich notwendig. Trotzdem sind uns Schweißflecken unter den Achseln und feuchte Hände meist unangenehm. Übermäßiges Schwitzen kann dazu führen, dass Menschen sich zurückziehen und soziale Kontakte meiden. Doch es gibt Hausmittel, die helfen können.

Warum schwitzen wir?

Einfluss auf das Schwitzen nehmen viele Faktoren: das eigene Körpergewicht, die Ernährung, die psychische Verfassung, Stress, die Einnahme von Medikamenten und der Konsum von Alkohol und Nikotin.

Der Hypothalamus, die oberste Steuerzentrale des Systems der Hormone, sorgt für die Wärmeregulierung. Hier werden Hormone ausgestoßen, die für den Stoffwechsel, den Temperaturausgleich und somit die Schweißproduktion zuständig sind. Auch die Wechseljahre können zu starkem Schwitzen führen, hier sind ebenfalls die Hormone ausschlaggebend.

Der Körper versucht bei heißen Temperaturen oder Sport, Temperaturunterschiede auszugleichen. Wer sich körperlich anstrengt, verbraucht Energie und der Organismus heizt sich auf. Um den Körper abzukühlen, tritt Feuchtigkeit auf. Die Verdunstung auf der Haut sorgt für Abkühlung.

Schwitzen durch äußere Einflüss

Hitze tritt nicht nur auf, wenn wir uns sportlich betätigen. Neben Sport kurbelt auch scharfes Essen den Stoffwechsel an: Um die körperinnere Wärme auszugleichen, reagiert den Körper mit der Schweiß. Da der Körper fast überall Schweißdrüsen hat, ist die Verdunstung auf dem gesamten Körper möglich.

Schwitzen beim Sport

Immer wieder stellt sich die Frage: Wer schwitzt nun mehr? Sportler oder Untrainierte? Die Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten.

Studien haben gezeigt, auch beim Sport ist die Wärmeproduktion der entscheidende Faktor. Zwar schwitzt der Sportler schneller, jedoch steigt die Körpertemperatur bei einem Untrainierten schneller an. Fest steht, Sportler regulieren besser und schwitzen somit schnell. Ausdauertrainierte müssen aber weniger schnell regulieren.

Sportler schwitzen effektiver

Entscheidend ist letztlich, dass sportliche Menschen effektiver schwitzen. Im Gegensatz zu untrainierten Menschen schwitzen sie so, dass sich ein leichter Film auf die Haut legt, der dazu dient, dass der Körper abgekühlt wird. Bei untrainierten Personen bleibt es schnell nicht nur bei einem Schweißfilm. Tropfender Schweiß entzieht dem Körper zu viel Flüssigkeit und hilft nicht beim Abkühlen des Körpers.

Schwitzen bei scharfem Essen

Wer regelmäßig scharf isst, der schwitzt zukünftig weniger schnell. Auch so ein Gerücht, das immer wieder bestätigt wird, um dann wieder dementiert zu werden. Warum schwitzen wir denn nun, wenn wir scharf essen? Und lohnt sich der regelmäßige Verzehr von scharfem Essen wirklich?

An diesem Punkt dürfte es niemanden mehr überraschen. Wir schwitzen nach dem Verzehr von scharfen Speisen, weil unsere Körpertemperatur steigt. In südlichen Ländern wird bei starker Hitze gerne Tee getrunken. Warum? Der Tee fördert die Schweißproduktion und diese schützt uns vor Überhitzung. Laut diverser Studien können genetische Faktoren und äußere Einflüsse, wie Medikamente unsere Reaktion auf Schärfe beeinflussen.

Schärfe vertragen: Auch eine Frage der Regelmäßigkeit

Es ist möglich, sich an scharfes Essen zu gewöhnen, da der erzeugte Hitze- oder Schmerzreiz mit der Zeit abgeschwächt wird. Dass das Schwitzen dadurch auch gehemmt wird, kann bisher keine Studie bestätigen.

Sommerhitze: Wir sehnen uns nach trockener Hitze – woran liegt das eigentlich?

Schwitzt man bei schwülem Wetter mehr? Auch hier herrscht Klärungsbedarf. Einfach beantwortet: Nein, man schwitzt bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht mehr. Schwitzt man bei geringer Luftfeuchtigkeit, wird die körpereigene Feuchtigkeit sehr schnell von der Luft aufgenommen und verdunstet. Statt eines Schweißfilmes fühlen wir uns erfrischt.

Werden wir jedoch von Schwüle umgeben, wird die Feuchtigkeit, die auf der Haut liegt, nicht so schnell aufgenommen und was folgt, ist das Gefühl eines klebrigen, heißen Schweißfilmes. So bleibt auch der Abkühlungseffekt aus und die Körpertemperatur kann nicht sinken.

Was hilft gegen Nachtschweiß?

Die häufigsten Ursachen für starkes Schwitzen im Schlaf sind zu warme Decken und zu hohe Zimmertemperaturen. Es kann jedoch auch an Bluthochdruck oder anderen Krankheiten liegen. Wer die äußeren Bedingungen schon geändert hat, und keine Verbesserung vernehmen konnte, sollte einen Arzt aufsuchen.

Innere Ursachen für zu starkes Schwitzen

Angstschweiß: Emotionales Schwitzen kann man vermeiden

Auch Aufregung vor einer Prüfung oder einem öffentlichen Vortrag, intensive Gefühle wie Wut oder starke Schmerzen wirken schweißtreibend, da Stresshormone die Schweißproduktion antreiben. Ein häufig auftretender Feind sind die Stresshormone. Denn diese sind tückisch und sorgen häufig im falschen (unangenehmen) Moment für einen Schweißausbruch.

Schwitzen bei Aufregung oder Wut ist ganz normal. Wer jedoch darunter leidet, kann mit autogenem Training oder vergleichbaren Methoden lernen, mit unterschiedlichen Situationen besser umzugehen und vermeidet so den gewohnt bekannten Schweißausbruch.

Hyperhidrose: Leidest du unter übermäßigem Schwitzen?

Tritt starker Schweiß unvorhersehbar und unkontrollierbar auf, kann eine sogenannte Hyperhidrose vorliegen.

Primäre Hyperhidrose: Was ist das?

Sollte übermäßiges Schwitzen immer wieder ohne nachvollziehbaren Grund auftreten, solltest du einen Arzt aufsuchen. Hyperhidrose, der Fachbegriff für übermäßiges Schwitzen, hat zur Folge, dass der Körper mehr Feuchtigkeit produziert, als für die Abkühlung nötig wäre. Für entsprechende Therapien kontaktiere deinen Arzt.

Die Ursachen einer Sekundären Hyperhidrose

Erhöhte Schweißproduktion ist auch ohne körperliche Anstrengung oder eine warme Umgebung möglich. Während der Menopause, bei erhöhtem Körpergewicht oder Fieber produziert der Körper vermehrt Schweiß. Bei Fieber ist das Schwitzen lebensnotwendig, bei Übergewicht hilft Gewichtsreduktion.

Welche Hausmittel helfen gegen Schweißproduktion und Schweißgeruch?

  1. Zitronensaft
    Zitronensaft wirkt antibakteriell und vermeidet somit, dass der Geruch nach Schweiß sich entwickeln kann. Hierfür einfach eine Zitrone auspressen, mit Wasser verdünnen und auf “betroffene” Flächen auftragen. In der Regel sind das Achseln, Rücken und Füße.
  2. Teebaumöl
    Ebenfalls antibakteriell wirkt das Teebaumöl. Da das ätherische Öl sehr stark wirkt und die Haut reizen kann, sollte man es mit leichten Ölen wie Mandelöl verdünnen. Aufgetragen verhindert es die Entstehung von Schweißgerüchen.
  3. Salbeitee
    Salbei hat eine schweißhemmende Wirkung. Durch die Wirkung auf den Hormonhaushalt wirkt es der Schweißproduktion entgegen. Für Salbeitee einfach 2 EL Salbei in einem Liter Wasser 10 bis 15 Minuten köcheln lassen und am besten täglich trinken.

Was hilft gegen starkes Schwitzen?

Zusammengefasst: Schwitzen ist lebensnotwendig. Denn wer bei Fieber nicht schwitzt, kühlt seinen Körper nicht mehr ab und kann die Körpertemperatur nicht senken. Trotzdem kann Physiologisches Schwitzen (durch körperliche Anstrengung) oder sekundäres Schwitzen (durch Übergewicht) lästig sein.

Mit Methoden, die Stress abbauen, können Angstschweiß-Geplagte kleine Wunder wirken. Wer die Schweißproduktion senken und Geruch vermeiden will, kann auf bekannte Hausmittel wie Salbeitee, eine Zitronen- oder eine Teebaumöltinktur zurückgreifen.

Der Körper braucht viel Feuchtigkeit

Der Körper erhitzt also nicht nur im Sommer durch die äußere Hitze, sondern auch “von innen”. Daher ist es nicht nur im Sommer wichtig, viel zu trinken. Starkes Schwitzen sollte immer durch das Trinken von Mineralwasser ausgeglichen zu werden, um dem Organismus sowohl die Feuchtigkeit, als auch Salze zurückzuführen.

Quellen:

evidero Redaktion
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