Der Skorpion Vrischikasana: Wie du eine der härtesten Yoga Posen endlich beherrscht

Der Skorpion ist eine herausfordernde und fortgeschrittene Variation von Umkehrhaltungen. Bei dieser Asana verbindest du Kraft, Mut und Hingabe!
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von evidero Redaktion
Yoga Skorpion: So funktioniert er© BestForYou - Fotolia.com

Der Yoga Skorpion Vrschikasana ist eine sehr anspruchsvolle und kraftvolle Asana. Kopfstand, Unterarmstand oder Handstand solltest du schon oft und gut beherrschen, um die Skorpion-Variation sicher anzuwenden. Viele erfahrene Yogis möchten gerne den Skorpion in ihre Praxis aufnehmen. Wir haben für euch Tipps, Asanas zur Vorbereitung und eine Anleitung, um euch an diese mächtige Pose ranzuwagen.

Hingabe und Kraft – Yoga Asana Skorpion

Den Skorpion kann man im Unterarmstand oder Handstand üben. Auch im Kopfstand gibt es eine Variante. Die Pose stärkt Schultern, Bauchmuskeln, den gesamten Rücken und fördert die Balance. Es macht nur Sinn, diese Weiterführung vom Unterarmstand, Kopfstand oder Handstand zu üben, wenn du eine der drei Basic Umkehrhaltungen schon sicher beherrscht. Um solch eine anspruchsvolle Asana anzugehen, benötigst du eine regelmäßige Yoga Praxis, Hingabe und Übung.

Vorraussetzungen, um Verletzungen bei Vrischikasana vorzubeugen:

Übe regelmäßig die Aktivierung von Uddiyana Bandha und Asanas, die deinen Bauch und Rücken stärken, deine Schultern sowie die Wirbelsäule flexibel und stark halten.

Vorsicht bei:

Nur unter Anleitung und im Dasein einer Yogalehrerin / eines Yogalehrers üben, wenn du die Pose zum ersten mal probierst.
Bei Herzproblemen, Hüft-, oder Rückenschmerzen, sollte der Skorpion nicht geübt werden.

Tipps und Asanas zur Vorbereitung

1. Dreibeiniger Hund + Bauchübung

Komme in den herabschauenden Hund. Strecke ein Bein in die Luft für den Dreibeinigen-Hund. Die Hüfte bleibt parallel. Einatmen.

Ausatmen: Beuge das Knie des ausgestreckten Beins und ziehe es gleichzeitig zu deiner Stirn nach vorne. Presse fest in die Hände um im Rücken rund zu werden.

Einatmen: Strecke das Bein wieder nach hinten und oben in die Luft. In der Ausatmung wieder Stirn und Knie unter dir zusammen bringen. Wiederhole die Übung 5 mal. Übe die andere Seite. In der Kindespose entspannen.

2. Delphin Pose + Unterarmbrett

Übe den Delphin, indem du deine Unterarme parallel zueinander auflegst, die Schultern sind in einer Linie mit den Ellbogen. Spreize deine Finger weit und nutze deine ganze Handfläche zur Unterstützung. Strecke deine Beine, komm auf die Zehenspitzen oder versuch auch deine Fersen zum Boden zu bringen (wie im Herabschauenden Hund), dein Gesäß ist spitz nach oben gerichtet. Atme hier ein paar Atemzüge.

Dann laufe deine Füße nach hinten, sodass die Hüfte auf einer Höhe mit den Schultern kommt. Nun bist du im Unterarmbrett. Halte und atme hier ein paar Atemzüge. Dann laufe die Füße wieder näher zu den Armen für die Delphin-Pose. Entspanne in der Kindeshaltung. Wiederhole diese Kombination 5 mal.

3. Rückbeugen

Übe regelmäßig eine unterstützte Rückbeuge, beispielsweise im Liegen mit Blöcken oder Kissen. Zusätzlich kannst du den Fisch, das Kamel, die Schulterbrücke oder das ganze Rad üben.

Hier findest du auch unser Spezial zum Kopfstand lernen

Die Wirkung von Vrischikasana

  • Stärkt Rücken, Bauch, Arme und Schultern
  • Verbessert dein Gleichgewicht
  • Gut für die Flexibilität der Wirbelsäule
  • Baut Ausdauer und Durchhaltevermögen auf
  • Lässt das Blut ins Gehirn strömen, fördert das Gedächtnis und die Konzentration
  • Erhöht das Selbstbewusstsein
  • Löst angesammelten Stress und Verspannungen in den Schultern und im Nacken

Schritt für Schritt in den Skorpion:

Der Skorpion sollte langsam, achtsam und auch gerne mit einem Partner geübt werden. Die korrekte Ausrichtung und die Übergange in die Pose sind sehr wichtig. Dein Uddiyana Bandha muss aktiviert sein, damit stabilisierst du deinen mittleren und oberen Rücken. Hier ist viel Kraft gefragt. Jeden Schritt, den du in Richtung Skorpion machst, solltest du ganz bewusst tun. Geduld spielt auch eine große Rolle. Niemals zu schnell ohne die notwendige Vorbereitung und eine starke Yoga-, Pranayama,- und Bandha-Praxis in die Pose kommen.

 

1. Beginne im Vierfüßlerstand. Du kannst vor einer Wand üben, frei im Raum oder mit einem Partner, der sich seitlich neben dir positioniert. Platziere deine Unterarme auf den Boden. Eine lange Linie von beiden Mittelfingern, über die Unterarme, zu den Ellbogen. Die Arme parallel zueinander ausrichten.

Yoga-Props: Du kannst hier mit einem Gurt üben, den du um deine Oberarme bindest, damit die Ellbogen nicht nach außen rutschen, sobald du dein Gewicht in die Arme gibst. Oder du benutzt einen Block und platzierst ihn zwischen deinen Händen. Umrahme mit Daumen und Zeigefinger, also den Innenseiten deiner Hände, den Block links und rechts.

2. Laufe deine Füße an deine Arme heran, so nah wie möglich. Blicke zwischen deine Hände auf den Boden.

3. Hebe das rechte oder das linke Bein an und strecke es lang nach oben, Richtung Decke. Hier kannst du ganz kleine und vorsichtige Hüpfer machen um das andere Bein erst zu beugen und dann auch vom Boden zu lösen. Versuche dabei nach oben zu hüpfen. die Energie nach vorne zu schicken und deine Hüfte über deine Schultern zu bringen.

4. Hier kann man die Beine in einer Grätsche in der Luft halten. Versuche aus der Grätsche beide Beine gestreckt nebeneinander zu bringen. Füße, Beine, Hüfte, Rücken und Schultern bilden eine Linie.

5. Wenn du hier Balance hast und sicher stehst, beuge beide Knie langsam. Dabei schiebst du deine Brust nach vorne und kommst in eine tiefe Rückbeuge. Aktiviere Uddiyana bandha und atme gleichmäßig. Die Füße müssen nicht den Kopf berühren.

6. Genauso langsam aus der Pose wieder herauskommen, die Beine strecken und zum Boden bringen. Entspanne in der Kindeshaltung.

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