Gewürz oder Gemüse: Petersilie ist ein wahrhaft besonderes Gemüse

Mit Petersilie kann man nicht nur das Essen verfeinern, sondern auch die eigene Gesundheit unterstützen, denn sie kann wie eine Heilpflanze verwendet werden.
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von evidero Redaktion
Petersilie© Dani Vincek - Fotolia.com

Petersilie kann sowohl als Blatt- als auch als Wurzelgemüse eingeordnet werden. Historiker haben die erste Erwähnung der Wurzelpetersilie bereits im dritten Jahrhundert vor Christus in einem römischen Kochbuch gefunden, wo sie als Gewürz genannt wurde. Bei Karl dem Großen stand die Petersilie als Gewürz in hohem Ansehen und so betrachtete er sie als ein Symbol der Freude und Herrlichkeit. Heute können Sie Petersilie fast in jeder Küche finden! Ist sie deshalb weniger königlich?

Im 16. Jahrhundert begann man wieder, zwei Arten von Petersilie zu unterscheiden – Wurzel und Blattpetersilie. Zu diesem Zeitpunkt war sie in den Gärten schon recht verbreitet und wurde als Gemüse in den Küchen verwendet.

Die Petersilie ist fast mehr Heilpflanze als Gemüse

Der Wirkstoff in allen Teilen der Pflanze ist ein Öl, das im 16. Jahrhundert entdeckt wurde. Dieses pflanzliche, ätherische Öl fördert die Ausscheidung von Urin und verfügt über eine starke Desinfektionswirkung. Es wird häufig als eine Komponente des Diuretikums zur Behandlung von urologischen Harnwegsinfektionen eingesetzt. Sein Hauptbestandteil ist Apiol, ein Phenylpropanoid, das die Blutgefäße erweitert.

Bereits im Mittelalter wurden apiolhaltige Zubereitungen von Frauen als Mittel zum Schwangerschaftsabbruch benutzt. 1715 isolierte der Leipziger Apotheker Heinrich Christoph Link Apiol bei der Wasserdampfdestillation von Petersilienöl.

Das Gemüse Petersilie als Aphrodisiakum

Es unterstützt die Blutzirkulation in den Harnwegen und wirkt als ein starkes Aphrodisiakum. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide, die eine sehr gute Wirkung auf die Funktionsfähigkeit des Körpers haben, weil sie die Blutgefäße erweitern.

Petersilie enthält Provitamin A, welches die Fähigkeit besitzt, sich im Körper zu Vitamin A umzuwandeln, was wiederum für gesunde Augen sehr wichtig ist. Das in der Petersilie enthaltene Vitamin C unterstützt das Immunsystem und zusammen mit Vitamin E fängt es im Körper freie Radikale ab, die Krebs oder Alzheimer-Krankheit auslösen können. Daneben sind in der Petersilie noch die Vitamine B1 bis B6 zu finden und darüberhinaus noch B12. Außerdem enthält dieses Gewürz und Heilkraut noch Folsäure und Vitamin K. Petersilie enthält darüber hinaus die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Magnesium, Mangan, Eisen und Chlor.

Aufgrund dieser hervorragenden Eigenschaften wird Petersilie traditionell bei Entzündungen der Harnwege und bei Verdauungsstörungen mit Blähungen und Darmkrämpfen verwendet. Sie ist auch ein bewährtes Mittel zur Reinigung der Haut. Petersiliensaft wird als Unterstützungstherapie bei Augenkrankheiten und Aufrechterhaltung der Funktion von Nebennieren und Schilddrüse verwendet. In der Volksmedizin verwendet man die Wurzel, die Blätter und selbst die Samen.

Petersilie regt den Appetit an

Bei Reduktionsdiäten sollte man vielleicht auf Petersilie verzichten, weil sie Appetit anregend wirkt und warum sollte man es sich unnötig schwer machen. Die Petersilienwurzel enthält nur 85 kcal/100g. So sollte man nur die grünen Blätter nutzen, um den Geschmack der Speisen zu verbessern.

Petersilienwurzel und Blattgemüse, können zu fast allen Gerichten von Suppen, Soßen, Fleisch und Salaten bis zum Verzieren der Delikatessen hinzugefügt werden. Das getrocknete Kraut ist nicht so aromatisch wie frisches, so ist es besser, die Petersilie zu gekochten Speisen kurz vor dem Kochende hinzufügen und nur kurz köcheln zu lassen.

 

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