Magenberuhigendes Gewürz: Basilikum gehört nicht nur auf die Pizza

Wir alle kennen Basilikum aus der italienischen Küche. Typischerweise gehört er auf Pizza, Pasta und ins Pesto. Doch hat Basilikum nicht nur ein einmaliges Aroma, sondern auch antibakterielle und antiseptische Eigenschaften, die krampflösend und immunstärkend wirken können.
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von evidero Redaktion
Basilikum als Heilpflanze© oksanka8306 - Fotolia.com

Basilikum gehört hierzulande zu den bekanntesten und beliebtesten Gewürzpflanzen. Geschätzt wird er besonders dank seines Geschmacks, doch schmeckt Basilikum nicht nur gut, auch bei diversen Beschwerden kann er Abhilfe schaffen.

Das heilige, dem Gott Vishnu gewidmete Basilikum, gehört zur traditionellen Hindu-Medizin, wir kennen es aus der Gastronomie, vermutlich weniger aus der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde).

Basilikum ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Lippenblütler, dessen Wiege in Osteuropa stand, von wo sich das Basilikum in die ganze Welt verbreitet hat. Die gesamte Gattung umfasst etwa 50 Arten, die von tropischen bis zu mäßigen Regionen der Erde wachsen und aromatische ätherische Öle produzieren.

Heilwirkungen des Basilikums

Das heilende Basilikum ist bei Erkältungen ein wirksames Mittel zum Schwitzen und Fiebersenken. Es wirkt außerdem gegen Grippe und bei Lungenproblemen. Da die Inhaltsstoffe des Basilikums histaminsenkend wirken, werden sie auch gegen Allergien eingesetzt.

Genutzt werden nicht nur seine antiviralen, antimykotischen und wurmabtötenden, sondern auch seine antibakteriellen und antiseptischen Wirkungen. Mit Basilikum auf der Fensterbank, auf der Terrasse oder dem Balkon schaffst du dir ein natürliches “Repellent” (Insekten abweisendes Mittel) im und am Hause.

Basilikum hat einen positiven Effekt auf das Nervensystem und wirkt krampflösend (auch hilfreich bei Menstruationsbeschwerden). Des weiteren erleichtert es das Abhusten, wirkt gegen Kopfschmerzen, Arthritis, Rheuma, Fieber und Herzprobleme. Basilikum stimuliert das Herz, reinigt das Blut, wirkt entzündungshemmend und beeinflusst sogar den Blutdruck und -zuckerspiegel im Körper günstig.

Das Kraut fördert den Appetit und lindert Magen-Darm-Probleme. Basilikum hat eine starke antioxidative Wirkung, durch die das Immunsystem gestärkt wird. Basilikum verbessert auch die Aufnahme von Nährstoffen durch den Darm, stärkt das Nervensystem und hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge. Basilikum eingenommen in einem Getränk mit Honig schafft dir einen klaren Kopf.

Eine Übersicht: Die gesundheitlichen Vorzüge des Basilikum

  • Bei Erkältungen, Grippe und Lungenproblemen: wirkt fiebersenkend und fördert die Schweißproduktion; das Abhusten wird erleichert
  • Bei Allergien: wirkt histaminsenkend
  • Effekt auf das Nervensystem: wirkt krampflösend, stärkt das Nervensystem, hilft dem Gedächtnis
  • Menstruationsbeschwerden: wirkt krampflösend
  • Bei Kopfschmerzen, Arthritis, Rheuma, Herzproblemen: stimuliert das Herz, reinigt das Blut, wirkt entzündungshemmend und beeinflusst den Blutdruck und -zuckerspiegel
  • Bei Appetitlosigkeit: fördert den Appetit
  • Bei Magen-Darm-Problemen: wirkt entkrampfend und antioxidativ
  • Gegen Insekten: wirkt antiviral, antimykotisch, wurmabtötend, antibakteriell und antiseptisch

Diese Wirkstoffe machen die Gewürzpflanze aus

Basilikum enthält Olein-, Rosmarin- und Ursolsäuren, die eine antivirale Aktivität entwickeln und das Immunsystem unterstützen. Eugenol (besonders in Nelken enthalten) und Carvacrol (im Thymian) sind Phenol-Derivate, Linalool (in vielen Gewürzpflanzen) ein acyclischer Alkohol, die alle antibakteriell wirken, das Aushusten und auch die Verdauung fördern können.

Darüber hinaus soll Caryophyllen als Sesquiterpen (von dieser Verbindungsgruppe wurden bislang 8000 verschiedene Moleküle in Pflanzen bestimmt) entzündungshemmend und antiallergisch wirken. Mit seiner entzündungshemmenden Wirkung soll Basilikum ähnlich wie Paracetamol und andere schmerzlindernde Arzneimittel wirken.

Ein Trank gegen Erkältung mit Basilikum

Bei Erkältungen kannst du 5 – 6 mal am Tag eine Tasse Tee zubereitet aus indischem Tee (vorzugsweise aus der Region Darjeeling, dazu gehören grüne, schwarze und weitere Teesorten), Nelken, ein paar Kugeln Pfeffer, Ingwer und Basilikum trinken. Für die Süßen gern mit etwas Honig.

Du kannst dir auch getrennt einen Aufguss von 250 bis 1000 mg Basilikum als Pulver oder als frisches Kraut zubereiten und mit dem Tee mischen. Beachte aber, dass getrocknetes Basilikum und daraus hergestellte Pulver durch Verlust der ätherischen Öle auch seine Heilwirkung verlieren.

Frischer Saft aus den Blättern wird von außen bei Pilzinfektionen der Haut verwendet.

Basilikum ist nicht für jeden Tag

Es ist wichtig anzumerken, dass eine langfristige Nutzung von Basilikum die Nieren belastet, aber man ist ja auch nicht ständig erkältet. Auch als Gewürz wirst du es nicht täglich zur Verfeinerung der Speisen auftischen. Also keine Angst, bei normalem Gebrauch hilft es mehr, als es schaden könnte.

Basilikum pflegen: Kleiner Tipp für Garten und Indoor-Garten

Im Garten verträgt sich Basilikum gut mit Tomaten und Gurken. Wenn du Spaß daran hast, Basilikum in Töpfen auf der Fensterbank in der Wohnung zu ziehen, dann kannst du den ganzen Sommer über ernten (immer von oben einige Blätter wegschneiden). Sorge für genügend Licht und Wärme. Eine regelmäßige Bewässerung ist wichtig. Frost nimmt dir Basilikum übel, also warte die Eisheiligen ab, bevor du die Töpfe auf den Balkon stellst.

evidero-Rezepte

Basilikum-Pesto mit Spinat (vegan, glutenfrei)

  • 3 Bund Basilikum
  • 2 Handvoll Spinat
  • Eine Knoblauchzehe
  • 3 EL Olivenöl
  • 100 g Cashewkerne
  • 30 g Pinienkerne
  • Pfeffer und Salz

Zubereitung

  1. Die Pinienkerne anrösten und abkühlen lassen.
  2. Den Knoblauch pellen. Basilikum und Spinat waschen und gut trocknen. Alle Zutaten in einen Mixer geben und auf geringer Stufe zerkleinern.
  3. In ein luftdichtes Gefäß geben.

Tipp: Nach der Benutzung etwas Olivenöl auf die Oberfläche geben, dann hält sich das Pesto länger.

One-Pot-Pasta (glutenfrei)

  • 300 g Linsen-Spaghetti (oder Nudeln nach Belieben)
  • 600 ml Gemüsebrühe
  • 500 g Tomaten
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zucchini
  • 2 Handvoll Basilikum
  • 1 Chilischote
  • 100 g Parmesan
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Kräuter der Provence
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Knoblauch und Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zucchini und Tomaten waschen und würfeln. Die Chilischote in feine Ringe schneiden und bei Bedarf die Kerne entfernen. Alle Zutaten bis auf den Parmesan in einen großen Topf geben und aufkochen lassen.
  2. Alles gut umrühren und weitere 10 Minuten kochen lassen. Dabei alle 2 Minuten umrühren, damit sich nichts auf dem Boden absetzt.
  3. Zum Schluss mit Parmesan und Basilikumblättern anrichten.

Hast du Lust bekommen mit Basilikum zu kochen? Hier findest du weitere schmackhafte Rezepte mit der  Würzpflanze

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