Mit Amaranth kochen: So einfach kannst du das Inkakorn in deine Rezepte einbauen

Amaranth wird schon länger als Wunderkorn bezeichnet. Aber warum? Hier erfährst du, welche Nährstoffe wirklich in den Samen stecken und wie Amaranth zubereitet wird.
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von evidero Redaktion
Glutenfreies Amaranth für Müsli© HandmadePictures - Fotolia.com

Amaranth ist bereits seit mehreren Jahren in Naturkostläden zu finden und hat mittlerweile einen festen Platz in der vollwertigen Ernährung. Die Verwendungsmöglichkeiten sind dabei vielseitig – von süß über herzhaft lassen sich tolle Gerichte mit den Samen zaubern.

Bei den Inkas und Azteken bedeutete Amaranth übersetzt so viel wie “unsterblich”. Die Samen galten als wahres Wunderkorn und fanden sich täglich in den Speisen wieder. Der Pflanze wurde sogar so viel Bedeutung beigemessen, dass sie in religiösen Zeremonien Platz gefunden hat.

Was macht Amaranth zum Wunderkorn?

Amaranth ist nicht nur frei von Gluten und so für eine Ernährung mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Das kleine Korn ist außerdem mit einer Vielfalt an Nährstoffen vollgepackt, die uns mehr Energie schenken.

  • Mit 18% Eiweiß hat Amaranth die Nase bei allen Getreide- und Pseudogetreidesorten vorne.
  • Magnesium hilft uns dabei, Adrenalin freizusetzten, die Reizübertragung von den Nerven auf den Muskel zu stärken und aktiviert bis zu 300 wichtige Enzyme.
  • Kalzium kommt am häufigsten im menschlichen Körper vor, deswegen benötigen wir auch große Mengen für gesunde Knochen und Zähne sowie starke Muskeln.
  • Eisen ist für uns überlebenswichtig. Es spielt bei allen Prozessen eine Rolle, bei denen Sauerstoff transportiert werden muss, zum Beispiel von den roten Blutkörperchen in unserem Blut.

Kleine Kinder unter zwei Jahren sollten allerdings lieber nicht mit Amaranth gefüttert werden. Bestimmte Gerbstoffe in den Samen verhindern die Nährstoffaufnahe von wichtigen Vitaminen.

So wirkt Amaranth auf die Gesundheit

Das in Amaranth enthaltene Fett ist zu 70% ungesättigt und tut so dem Cholesterinspiegel sehr gut. Zu den wervollen Fettsäuren gehören Omega 3 und Omega 6. Die vorhandenden Ballasstoffe regen zusätzlich unsere Verdauung an.

Außerdem wird berichtet, dass der regelmäßige Verzehr von Amaranth Migräne lindern und Schlafstörungen verbessern soll.

Neben den Samen können zusätzlich auch die Blätter der Pflanze verzehrt werden. Du kannst sie wie Spinat in Salaten oder Suppen verwenden. Allerdings sind sie sehr empfindlich und nicht sonderlich gut haltbar. Auf deutschen Märkten sind sie deswegen eher selten zu finden.

Wie verwende ich Amaranth in der Küche?

Das Grundrezept für die klassischen Amaranthsamen ist einfach. Die Körner mit der doppelten Menge an Wasser aufkochen lassen, circa 25 bis 30 Minuten köcheln und anschließend nachquellen lassen. Die Konsistenz wird eher weich und breiartig.

So lassen sich hervorragend Aufläufe zaubern, Salate garnieren oder auch Füllungen für Paprikagerichte zubereiten.

Das Mehl, das aus den Amaranthsamen gewonnen wird, lässt sich außerdem gut zum Backen verwenden. Es muss aber mit einem Getreide mit Klebereiweiß (Gluten) vermischt werden, damit der Kuchen hält.

Neben der gekochten und gemahlenen Variante gibt es Amaranth auch in gepufft. Mit seinem leicht nussigen Aroma ist es so auch toll für eher süßere Speisen geeignet. Probiere es das nächste Mal doch in deinem Müsli oder mache dir einen Amaranth-Riegel selbst. Auch Amaranth Popcorn ist ganz einfach selbst zu machen.

Auf was muss ich beim Kauf von Amaranth achten?

Amaranth ist in gut sortierten Supermärkten, Reformhäusern und Bioläden zu finden. Achte beim Kauf auf eine hochwertige Bioqualität. Wer Amaranth-Mehl selbst herstellen möchte, sollte dies erst direkt vor der Verwendung tun, da es sehr schnell ranzig wird.

Wer einen Garten hat, kann Amaranth sogar selbst anbauen. Neben den frischen und gesunden Blättern ist die Pflanzenpracht in orange und rot außerdem sehr schön anzusehen.

evidero-Rezept: Amaranth Pizza (glutenfrei, vegan)

Zutaten für eine Pizza

  • 150 g Amaranth
  • 190 ml Wasser
  • eine Prise Salz
  • Tomatensauce
  • Beliebiger Pizzabelag (Champignons, gegrilltes Gemüse, Mais, Kapern…)
  • Käse oder vegane Käsealternativen (schmeckt auch ohne Käse gut)
  • Oregano oder andere Kräuter und Gewürze

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Den Amaranth waschen und mit dem Wasser und Salz cremig mixen.
  3. Eine runde Backform mit Backpapier auslegen oder gut fetten. Den Teig hineingeben und gut verteilen.
  4. Den Teig 20 Minuten backen. Anschließend wenden und weitere 15 Minuten backen. Währenddessen kann der Belag vorbereitet werden. Sehr gut schmeckt gerösteter Knoblauch mit diversen Gemüsesorten.
  5. Den Pizzaboden belegen und weitere 10 Minuten in den Ofen geben.
  6. Am Ende mit Kräutern, wie Oregano oder Basilikum würzen. Fertig!

 

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