Das Element Wasser nach Sebastian Kneipp: Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel

Kaltbäder bei Temperaturen um die 5° bis 10° halfen Sebastian Kneipp, seine schwere Lungentuberkulose zu überwinden. Seitdem war er von der positiven Wirkung des Elements überzeugt und erfand sozusagen abgeschwächte Behandlungsmethoden, die heute geläufig sind.
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von evidero Redaktion
Kneipp Fußbad© Kzenon - Fotolia.com

Schon Sebastian Kneipp wusste um die positive Wirkung von Wasser. Entweder durch thermische, chemische oder mechanische Reize wirkt das flüssige Element unterschiedlich auf unseren Körper. Durch die Reaktion des Körpers kann Wasser ebenfalls Beschwerden lindern oder sogar lösen.

Viele Menschen genießen nach einem langen und kalten Herbsttag die warme Dusche oder ein entspannendes Bad, um die Lebensgeister wieder zu wecken. Schon Sebastian Kneipp hat gezielte Methoden entwickelt, um das Element Wasser für bestimmte Zwecke zu nutzen.

Kneipp Therapie im Wasser

Mit über 120 verschiedenen Anwendungen ist das Repertoire umfangreich. Am bekanntesten ist vermutlich das Wassertreten, Güsse, Waschungen, Wickel, kaltes oder warmes Wasser. Je nach Anwendung können wünschenswerte Effekte erzielt werden. Praktisch ist, dass sich die meisten Übungen einfach in den Alltag integrieren lassen.

Beispielsweise ist der kalte Guss nach einer heißen Dusche Morgens ein absoluter Wachmacher und wirkt sicherlich auch bei Schlafmützen und Montagsmuffeln.

Das Wassertreten härtet den Körper ab und bringt Stoffwechsel und Körper in Schwung. Zu empfehlen ist diese bekannte Behandlung bei auftretendem Unwohlsein und zur Stärkung der eigenen Abwehrkräfte. Schon allein der Abkühleffekt sorgt für ein frisches Gefühl und belohnt den wortwörtlichen Sprung ins kalte Wasser.

Da auch Sebastian Kneipp schon merkte, dass die Gesundheit von vielen Aspekten geprägt ist, hat er sich ausgiebig mit den Aspekten, Wasser, Ernährung, Bewegung, den Pflanzen und der Balance beschäftigt. Die Stärkung der Selbstheilungskräfte liegen bei den unterschiedlichen Anwendungen immer im Fokus. Diese werden duch leichte oder auch starke Reize hervorgerufen.

“Im Wasser liegt die Heilkraft” – Sebastian Kneipp

Die einfachste und wohl bekannteste Abhärtungsmethode ist vermutlich der Storchengang durch kaltes und abwechselnd warmes Wasser. Ebenso ein Wundermittel bei Rückenschmerzen und natürlich bei Verspannungen ist der “Temperatur ansteigende Lumbalguss”. Dieser erfolgt im Sitzen.

Etwa 34°C warmes Wasser wird auf die Wirbelsäure gerichtet und allmählich erhöht. Eine anschließende Massage mit Johanniskrautöl sorgt für tiefe Entspannung der Muskulatur. Innerlich wirkt das Öl entzündungshemmend und hilft beispielsweise bei Magen-Darmbeschwerden. Äußerlich angewendet wirkt Johanniskrautöl durchblutungsfördernd und vitalisiert den Körper.

Das typische Nachmittagstief mit Kneipp bekämpfen

Wer tagsüber Müde und letargisch ist, dem hilft sicherlich “Der kneippsche Espresso”. Dieser belebt Körper und Geist. Bei dieser Übung streckt ihr vorsichtig eure Arme in ein Becken voller kaltem Wasser und lasst sie einige Sekunden verweilen. Diese Übung wirkt vitalisierend und weckt, ähnlich wie ein Espresso, die Lebensgeister bei Abgeschlagenheit.

“Der kalte Knieguss” nach Kneipp gegen kalte Füße im Winter

Zuerst klingt es wiedersprüchlich sich im Winter die Füße bis hoch zum Knie mit kaltem Wasser abzuspülen. Jedoch wirkt diese Übung im nachhinein wärmend und regt der Körper zu stärkerer Durchblutung bei regelmäßiger Anwendung an. Des Weiteren hilft der kalte Knieguss bei schweren Beinen, nach körperlicher Arbeit und stärkt das Immunsystem. Auch Barfußlaufen wirkt positiv auf deine kalten Füße aus, probiere es ruhig mal aus.

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