Natürlicher Sonnenschutz: Alternative Sunblocker – Was können sie wirklich?

Wie schütze ich mich richtig gegen die schädliche UV-Strahlung? Herkömmliche Sonnenschutzprodukte beinhalten leider viel zu oft schädliche Chemie, die uns eher schadet als nützt. Zum Glück gibt es auch ganz einfache Hausmittel, die uns natürlich vor der Sonne schützen.
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von evidero Redaktion
Natuerlicher Sonnenschutz ohne Chemie© Dejan Ristovski - Fotolia.com

Es wird wärmer und sobald sich die Sonne nicht mehr hinter dicken Wolken versteckt, möchten wir am liebsten jede Sekunde draußen verbringen. Unsere Vitamin-D Produktion wird angekurbelt, das Immunsystem wird gestärkt und am wichtigsten: Unsere Laune hebt sich augenblicklich. Einziges Problem: Die schädlichen UV-Strahlen. Die einzige Lösung scheinen Sonnenschutzcremes mit passendem Schutzfaktor zu sein. Gott sei Dank ist dem nicht zwingend so und wir können euch tolle Tipps für einen natürlichen Sonnenschutz verraten.

Die Sonne ist etwas wunderbares und macht den Sommer zur schönsten Jahreszeit. Wären da nicht die schädlichen UV-Strahlen, die für Sonnenbrand sorgen können. Deshalb sollten wir es grundsätzlich vermeiden, uns zwischen 11 Uhr und 15 Uhr der Sonne auszusetzen, da hier die UV-Strahlung am stärksten ist. Durch die Strahlung altert unsere Haut schneller und sie erhöht unser Krebsrisiko. Herkömmliche Sonnenschutzmittel scheinen zuverlässigen Schutz gegen Verbrennung zu bieten.

Allgemeine Sonnenschutz Tipps

  • Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr nicht in der Sonne aufhalten
  • Den Kopf so oft es geht bedecken, vor allem bei Kindern
  • Eine gute Sonnenbrille schützt die Augen vor UV-Strahlung
  • Naturkosmetik-Sonnencreme nutzen
  • Den natürlichen Sonnenschutz der Haut durch die Ernährung unterstützen

Schützen oder schaden uns Sonnencremes?

Leider gibt es schlechte Nachrichten: Genauso wie auch viele andere Hautpflegeprodukte enthalten Sonnenschutzmittel chemische Substanzen, die uns eher schaden, als schützen. Dazu gehören Parabene, Alkohole oder Abfallprodukte aus der Erdölproduktion. Diesen Stoffen wird nachgesagt, Hautkrebs zu fördern. Dabei sollen sie uns doch gerade vor dem Hautkrebs-Risiko der Sonne schützen.

Wer jetzt denkt, er solle sich dann besser ganz ohne Sonnenschutz in die volle Sonne legen, liegt daneben. Unsere Haut hat zwar einen eigenen Sonnenschutz, dieser liegt aber auch nur zwischen 5 bis 90 Minuten, je nach Hauttyp. Der Lichtschutzfaktor einer Sonnencreme gibt an, wie viel länger du in der Sonne liegen kannst. Wenn du also 10 Minuten Eigenschutzzeit hast und einen Sonnenschutzfaktor von 5 auflegst, verfünffacht sich die Zeit, in der du in der Sonne liegen kannst – in diesem Fall auf 50 Minuten.

Natürlich bietet uns auch die Naturkosmetik tolle Produkte, um uns gegen die Sonne zu schützen. Aber auch hier solltest du auf chemische Inhaltsstoffe achten, denn manche Hersteller nehmen es mit ihren Werbeversprechen nicht ganz genau.

Naturkosmetik-Sonnencremes für natürlichen Hautschutz

Als Alternative bieten sich zum Beispiel Sonnencremes mit Zink an, wie es sie in der Bio- oder Naturkosmetik bereits gibt. Zink blockiert die UV-Strahlen auf eine natürliche, physikalische Weise, indem es die Sonnenstrahlen reflektiert und bricht. Mineralische Sonnencremes ziehen nicht in die Haut ein, sondern bleiben auf der Haut und schützen sie so als zusätzliche Schicht.

Pflanzliche Öle wie Kokosöl als natürlicher Sonnenschutz

Auch pflanzliche Öle können als Sonnenschutzmittel genutzt werden und die Zeit verlängern, in der du gefahrlos in der Sonne bleiben kannst. Dies gilt allerdings nur eingeschränkt, denn ihr Lichtschutzfaktor ist enorm gering – im Schatten oder an bewölkten Tagen können sie dich gut unterstützen, in die pralle Sonne solltest du damit nicht!

Ihr Vorteil ist, dass sie deine Poren nicht verstopfen und zu 100 Prozent natürlich sind, also keine Chemie enthalten. Außerdem verringern sie nicht die lebenswichtige Bildung von Vitamin D. Es stärkt unser Immunsystem, unsere Knochendichte und schützt vor Krebs. In vielen Naturkosmetik-Sonnencremes finden sich deshalb Inhaltsstoffe wie etwa Sonnenblumenöl, Kokosöl oder Sesamöl. In der richtigen Kombination – etwa zusammen mit Zinkoxid – können so ganz einfach natürliche Schutzmittel hergestellt werden.

Wer sich rein auf Öle verlassen möchte, sollte Kokosöl oder Sesamöl wählen, die beide einen guten Reflektions-Faktor aufweisen. Man sollte hierbei jedoch nicht vergessen, dass der Schutz nicht so intensiv ist, wie bei einer “richtigen” Sonnencreme aus der Naturskosmetik, da in diesen verschiedene Sunblocker kombiniert werden.

Es kann also gut helfen, wenn man mal kurz einen Stadtbummel unternehmen möchte, ein längeres Sonnenbad sollte man allein mit Ölen jedoch nicht machen! Denn zwar reflektieren die Öle UV-Strahlung, ihr Lichtsschutzfaktor (LSF) liegt jedoch nur bei 7 (Kokosöl) bzw. 4 (Sesamöl). Der LSF sollte aber immer mindestens 6 betragen und auch das ist sehr niedrig.

Kokosöl sollte mittlerweile in jedem Kosmetikschrank von uns stehen. Es pflegt nicht nur Haut und Haare, sondern schützt uns auch vor UV-Strahlung. Kokosöl verstopft unsere Poren nicht und versorgt die Haut gleichzeitig mit einer Menge Feuchtigkeit. Die Haut bekommt einen tollen Glanz und nebenbei werden circa 20 Prozent der UV-Strahlen reflektiert.

Unterstütze deine Haut gegen die Sonne durch die Ernährung

Das Zauberwort ist: Carotinoide! Der Farbstoff sorgt für die saftigen roten bis gelben Farben von vielen Gemüse- und Obstsorten und hält nebenbei unseren Sonnenschutzfaktor aufrecht. Zu dem Farbstoff gehören verschiedene Stoffe:

  • Beta-Carotin: Kommt besonders häufig in orangefarbenen oder gelben Gemüse- und Obstsorten vor. Besonders bekannt für die schützende Funktion sind Karotten oder Paprika.
  • Xanthophylle: Finden wir in grünen Gemüsesorten. Leider kann der Stoff Hitze nicht besonders gut vertragen und die Lebensmittel sollten am besten roh oder sehr schonend zubereitet genossen werden.
  • Lykpin: Tomaten sind voll von dem tollen Carotinoid. Im Gegensatz zu den Xanthophyllen ist Lykpin sehr hitzebeständig und kann seine volle Kraft sogar erst bei Kochen entfalten. Also keine Angst vor Dosentomaten und der nächsten Tomatensuppe.

Wer also auf seinen Körper hört und seine Haut nicht überstrapaziert, kann sich auf tolle, sonnenbrandfreie Sommermonate freuen, ganz ohne Angst vor der schädlichen UV-Strahlung.

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