Buch über Lebensgeschichten von Frauen: Warum ich es wichtig finde, den eigenen Weg zu gehen

Jeder möchte seinen eigenen Weg gehen, individuelle Wünsche erfüllen. Diese Reise zu beginnen ist nicht leicht. Mit unsern Tipps und der richtigen Vorbereitung wird es dir aber sicher gelingen!
von Sabrina Gundert
Mut finden, den eigenen Weg zu gehen12-16-12 © konradlew

Den ganz eigenen Weg zu gehen und damit dem zu folgen, was uns im Herzen brennt, das wünschen sich viele von uns. Dennoch hängen wir oft fest in Jobs oder Lebensumständen, die uns keine Freude machen. Mit der passenden Vorbereitung müssen wir uns jedoch nicht länger aufhalten lassen und können voller Freude den ersten Schritt wagen.

Wer schon einmal diese tiefe Sehnsucht im Herzen gespürt hat, weiß, dass sie sich nicht so einfach verdrängen lässt. Es ist eine Sehnsucht danach, wirklich authentisch zu leben, eigene Talente und Potenziale zu verwirklichen und das zu tun, was dem eigenen Leben einen Sinn gibt.

Oft führt sie zu inneren Krisen und ruft Umbruchszeiten hervor oder tritt in eben diesen auf. Dann scheint der Schritt zum Jobwechsel, zum Umzug, zur Trennung plötzlich unausweichlich.

Solch ein Moment des inneren Erkennens ruft erst einmal Angst hervor, denn er gleicht einer Stunde Null. Plötzlich steht kein Stein mehr auf dem anderen und das wohlgeordnete, sicher geglaubte Lebensgerüst beginnt gefährlich zu schwanken. Fragen tauchen auf und rotieren Tag und Nacht im Geist: Kann ich einfach so kündigen? Was soll ich dann tun? Was werden die anderen sagen?

Für deine eigenen Wünsche musst du dich manchmal gegen gesellschaftliche Normen stellen

So stark der Wunsch nach einem aufrichtigen, echten und authentischen Leben meist auch ist, so vermitteln Familie und Gesellschaft oft das genau gegenteilige Bild: In diesem geht es darum einen guten Job zu finden, viel Geld zu verdienen, Sicherheiten zu schaffen, aufzusteigen.

In einer Gesellschaft, die auf Leistung ausgerichtet ist, gleicht das Gehen des eigenen Lebensweges oftmals einem Schwimmen gegen den Strom. Wer mit dem Gedanken spielt, wirklich dem Eigenen zu folgen, trifft schnell auf Hürden im Außen. Wie kannst du nur, rufen die einen. Das wird bestimmt schief gehen, die anderen. Unterstützung und Ermutigung vermitteln meist nur die Menschen, die einen ähnlichen Weg gegangen sind und gehen und somit wissen, welche Steine und Hindernisse dieser mit sich bringt.

Doch es ist nicht unmöglich, den eigenen Weg zu gehen. Vielmehr bleibt es Utopie, weil wir es nicht wagen, einfach loszugehen.

Bevor du neue Wege einschlägst, solltest du dich fragen, wo du gerade stehst

Um die ersten Schritte auf dem Herzensweg machen zu können, müssen wir zunächst einmal schauen, wo wir gerade stehen. Es ist nicht möglich, eine Wanderung nach Berlin zu unternehmen, ohne zu wissen, ob wir in München oder in Hamburg starten.

Daher steht die Standort-Bestimmung am Beginn des Weges: Wie sieht mein Leben momentan aus? Beruflich, privat? Wo stehe ich im Leben? Wir können uns vorstellen, unser Leben wie eine Landkarte vor uns auszubreiten und die aktuellen Berge und Täler, Flüsse, die wir zu überqueren haben und Orte, an denen wir heimisch sind, einzeichnen.

Wissen wir, wie unsere Lebenslandkarte gerade aussieht, ist es anschließend möglich, den Kurs neu auszurichten und die Segel ins Neuland zu setzen. Nun geht es um eine Visionsentwicklung: Wo möchte ich hin? Beruflich, privat? Was soll sich verändern? Was möchte ich mitnehmen aus meinem bisherigen Leben, was loslassen?

Besonders leicht lassen sich solche Fragen während einer Auszeit vom Alltag klären. Denn dann gibt es Zeit, Raum und Stille, die es ermöglichen, wieder in Kontakt mit uns selbst zu treten und zu erkunden, wohin die Reise gehen soll. Sowohl der Rückzug in eine andere Umgebung, wie ein Meditationszentrum oder in die Natur, als auch professionelle Unterstützung, beispielsweise durch eine Mentorin oder einen Coach, können helfen, verborgene Fähigkeiten, Wünsche und Träume ans Licht zu bringen.

Stecke dir kleine Ziele für viele Erfolgserlebnisse auf deinem eigenen Weg

Viele neue Projekte scheitern jedoch schon im Anfangsstadium an überzogenen Erwartungen an uns selbst. Nur zu gerne vergleichen wir uns mit anderen und kommen dann zu dem Schluss, dass wir es ohnehin nie schaffen werden, so gut zu sein wie sie. Was wirklich hilft, Pläne und Wünsche umzusetzen, ist die Ausrichtung auf das Jetzt. Die Frage: Was kann ich jetzt tun? Denn es gibt immer etwas, was getan werden kann. Ein Schritt, der gegangen werden kann – und wenn er noch so klein ist.

Gedanken an die Zukunft – wie an einen potenziellen Umzug, der vielleicht bei einem Jobwechsel ansteht – binden einen Großteil der eigenen Kraft. Wird der Fokus hingegen auf die Gegenwart gerichtet, kann eben jene Kraft genutzt werden, um das uns Mögliche im Jetzt zu tun.

Das kann bedeuten, am Wochenende einmal einen Tanzworkshop zu belegen, wenn wir in Zukunft als Tanztherapeutin arbeiten wollen, und auf diese Weise aktiv zu werden, anstatt uns über die hohen Kosten für die Zusatzausbildung zu sorgen.

Wollen wir ein Buch schreiben, so können wir beginnen, jeden Tag drei Seiten zu schreiben, statt uns von dem Gedanken an 200 noch leere Seiten lähmen zu lassen. Auf diese Weise schrumpft der sich vor uns auftürmende Berg in kleine Portionen und der Weg wird plötzlich gangbar.

Letzten Endes führt uns unser Herzensweg immer zurück zu uns selbst. Hinein in unsere eigene Kraft, aus der heraus wir unser Leben voller Leichtigkeit, Freude, Authentizität und Lebendigkeit auf eben jene Weise gestalten, die uns am meisten entspricht.

Expertin: Sabrina Gundert
Sabrina Gundert ist Schreibcoachin, freie Journalistin und Autorin. Ihr Studium der Geographie hat sie die äußere Welt erforschen lassen, das Schreiben die innere...
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