Selbstwirksamkeit und Resilienz: Der Glaube an sich selbst macht stark und zufrieden

Der Glaube an die Kraft, das Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten zu können, ist Voraussetzung für eine optimistische Grundhaltung. Wie man den Glauben an sich selbst stärken kann, erklärt unsere Expertin Anne Heintze.
von Anne Heintze
Glaube an dich selbst! Selbstwirksamkeit lernen© elnariz - Fotolia.com

Das Leben stellt jedem ab und zu einige Hürden in den Weg. Damit du mit den Höhen und Tiefen des Lebens besser umgehen kannst, ist es wichtig zu erkennen, dass und wie sehr die eigenen Überzeugungen Grundstein für Erfolg und Glück sind. Oder auch für Unglück und Misserfolg. DAS Schlüsselwort hierzu ist Selbstwirksamkeit.

Was ist Selbstwirksamkeit?

Selbstwirksamkeit ist die Einstellung zu den Handlungen, die der Mensch ausführt. Ein Mensch mit wenig Selbstwirksamkeit traut sich selbst wenig zu. Er ist überzeugt davon, dass sein Leben eher vom Schicksal geprägt wird, als von den eigenen Handlungen. Dementsprechend ist auch seine Einstellung eher negativ geprägt. Oft finden sich diese Menschen in der Opferrolle wieder und lassen lieber andere Menschen agieren, als selbst den Antrieb zum eigenen Handeln zu finden. Wie sich so eine innere Grundhaltung auswirkt, ist sehr leicht vorstellbar.

Vertrauen in das eigenen Handeln

Bei einem Menschen, der über eine hohe Selbstwirksamkeiterwartung verfügt, ist das Vertrauen in die eigenen Handlungen groß. Er ist überzeugt davon, dass die Handlung, die er ausführt, auch die Richtige ist. Er ist überzeugt, dass er etwas bewegen kann und dass sich durch das Handeln eine Veränderung einstellt. Die Selbstwirksamkeit drückt also das Vertrauen in das eigene Handeln aus.

Selbstwirksamkeit ist von Optimismus geprägt, da sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen einer positiven Grundhaltung entspringen. Das erweitert natürlich auch die Möglichkeiten der Selbstbestimmung. Wer über eine hohe Selbstwirksamkeit verfügt, wird auch den Glauben haben, den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein.

Wie sich Selbstwirksamkeit auf das Leben auswirkt

Sobald du selbst dem Einfluss auf dein gesamtes Leben vertraust, reagierst du weniger ängstlich. Zudem verlierst du seltener die Hoffnung und beweist ein längeres Durchhaltevermögen. Aufgrund dieser Aspekte traust du dir automatisch mehr zu, als die Menschen, die eine geringere Selbstwirksamkeitserwartung haben.

Wie kannst du Selbstwirksamkeit lernen?

Zuerst musst du selbst davon überzeugt sein, dass du etwas in deinem Leben verändern willst. Erst wenn du selbst davon überzeugt bist, dein Leben und damit auch deine Selbstwirksamkeit in die eigenen Hände zu nehmen, kann eine gewünschte Veränderung eintreten. Hemmende Einstellungen kannst du ändern, indem du dir immer wieder sagst:

  • Ich kann das! Ich vertraue mir selbst und auch dem, was ich kann!
  • Ich kann Probleme gut bewältigen! Ich habe die Kraft und die Stärke dazu.
  • Ich kann das und ich werde das auch schaffen!

Das nächste Ziel ist die Umsetzung deiner Selbstwirksamkeit

Die Selbstwirksamkeit wird durch viele Faktoren unterstützt. Du lernst, mit schwierigen Situationen umzugehen. Andere Menschen können als Vorbild genutzt werden, um die eigene Selbstwirksamkeit zu erlernen. Du kannst auch lernen, deine Gefühle positiv zu beeinflussen. Im Laufe der Zeit wird eine Einstellung, die bis dahin aus negativen Gedanken bestand, in positive Gedanken verwandelt. Aus “Ich schaffe das nicht, ich trau mir das nicht zu” wird “Auch für dieses Problem lässt sich eine Lösung finden”.

Expertin: Anne Heintze
Anne Heintze ist Expertin für Hochbegabung, Hochsensibilität und Hochsensitivität in Deutschland. Mehr als 5.000 Menschen hat sie durch Coaching, Mentoring und in Seminaren zur Realisierung ihres vollen Potenzials begleitet...
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