Liebesfähigkeit lernen: Selbstliebe ist die Basis für eine starke Beziehung

Das Leben unserer Expertin Ute Wotsch nahm vor einigen Jahren eine überraschende Wende. Sie traf den Mann, der sie erstmals tief in ihr Inneres blicken ließ. Was sie daraus lernte, teilt sie hier mit uns.
Ute Wotsch
von Ute Wotsch
Eine gute Beziehung durch mehr SelbstliebePhoto by Alex Iby on Unsplash

Montblanc – Wenn das Herz auf seinen Spiegel trifft. In meinem Buch erzähle ich von einer einzigartigen Seelenverbundenheit: Der Begegnung mit meinem Seelengefährten und den tiefgreifenden Erfahrungen, die der Weg der Selbstliebe für mich bereitgehalten hat. Es ist ein Buch, das erzählt, erklärt und dich auf eine inspirative Reise mitnimmt – wenn du bereit dafür bist und es zulässt.

Mangelnde Selbstliebe schwächt die Beziehung

Spieglein Spieglein an der Wand, wer liebt sich selbst im ganzen Land? Werfen wir einen Blick auf unsere Gesellschaft, fällt auf, dass es vielen Menschen an Selbstliebe mangelt. Erkennbar wird dies daran, dass wir – Frauen wie Männer – einen enormen Liebesdurst in unseren Herzen tragen. Einen Liebesdurst, den wir im Außen zu stillen versuchen, indem wir in ein leeres Geben und Nehmen verfallen. Mit dem Ergebnis, dass unser Herz noch mehr abstumpft.

Nimmst auch du diesen Liebesdurst wahr? Dann erlebst du das, was aktuell immer mehr Menschen widerfährt. Wie auch mir, damals vor etwas mehr als zehn Jahren. Damals, als ich noch alles tat, um meine tief schlummernden Ängste und Sehnsüchte nicht fühlen zu müssen.

Die Beziehung macht es deutlich – fehlende Selbstliebe raubt uns Kraft

Dieses Nicht-fühlen(-Wollen) hat Konsequenzen. Auf lange Sicht führt es dazu, dass wir uns fremdgehen. Denn genau da, wo wir unseren Liebesdurst nicht selbst und aus eigener Kraft zu stillen vermögen, erwarten wir, dass es das Außen tut. Gespiegelt wird uns dieses Ungleichgewicht nirgendwo deutlicher, als in jenen Lebensbereichen, die kranken. Allen voran in unseren Beziehungen, Jobs sowie in unserem seelisch-körperlichen Befinden.

Erfahrungsgemäß betreiben wir dieses unablässige Fremdgehen so lange, bis es schmerzt. Bis sich das Leben auf so unangenehme Weise bemerkbar macht, dass wir gar keine andere Wahl mehr haben, als endlich eine Kurskorrektur vorzunehmen.

Eine starke Beziehung wird erst nach dem Blick in den Spiegel möglich

Spätestens dann führt uns das Leben an eine Weggabelung. Zumeist widerfahren uns plötzlich Dinge, die uns ganz deutlich spüren lassen, dass es an der Zeit ist, unseren Kompass neu zu justieren. So finden wir uns auf einmal in Situationen wieder oder begegnen wichtigen Menschen, die uns bewusst machen, was uns all die Zeit gefehlt hat. Erst dieser tiefe Blick in den eigenen Spiegel ist es schließlich, der uns verwandelt, und uns Schritt für Schritt zu dem Menschen erblühen lässt, der wir tief in unserem Herzen sind.

Mein Seelengefährte machte es möglich, mich selbst wieder zu lieben

Ausgelöst durch die Begegnung mit meinem SeelengefährtenMonsieur Montblanc – bringe ich den Lesern am Beispiel meines eigenen Lebensweges nahe, welch bedeutenden Wendepunkt er mir beschert hat.

Dabei repräsentiert Monsieur Montblanc mit seinem Montblanc-Füller ein Status-Symbol, auf das mein kleiner, bescheidener No-Name-Füller anfangs noch ehrfürchtig aufschaut. Insofern ist es genau diesem Gefälle geschuldet, das mir allmählich bewusst macht, in welchem Maße ich mich selbst immer wieder abwerte und klein halte.

So übernimmt dieser Seelengefährte zu Beginn meiner Persönlichkeitsentwicklung die Aufgabe, mir den Sprung ins eigene Herz zu ermöglichen, indem er mir (auch) all das spiegelt, was ich scheinbar (noch) nicht lebe. Auf diese Weise begegne ich meinem wahren Spiegel und damit meiner eigenen Liebesfähigkeit. Jener Kraft, die all das möglich macht, was ich zuvor nie für möglich gehalten habe.

An diesem Beispiel beschreibe ich den lang andauernden Reifeprozess, der mich mit meinem Unbewussten und meinen Schattenanteilen konfrontiert. Und der mich auffordert, mich von äußeren Sicherheitsbedürfnissen, emotionalen Verstrickungen und ungesunden Abhängigkeiten zu befreien, indem ich endlich beginne, jene Persönlichkeitsanteile und Talente in mir selbst zu entfalten, die ich aus Angst zuvor stets verdrängt habe.

Was hat Selbstliebe mit deinen Beziehungen und deinem Job zu tun?

Dieses Buch fußt auf den Lehren der Achtsamkeit. Es richtet sich an all jene Menschen, die sich selbst, ihre tief schlummernde Liebeskraft sowie ihren Weg scheinbar verloren haben. Und die – sowohl in ihren Jobs als auch in ihren Beziehungen – nicht mehr wissen, wie sie dem Teufelskreis aus Opfermentalität und Drama, blindem Aktionismus sowie quälender Sinn-, Perspektiv- und Liebeslosigkeit entfliehen können.

Damit dient das Buch jenen Lesern als Impulsgeber, die eine tiefe, noch unerfüllte Sehnsucht in sich tragen, und die nicht wissen, wie sie diese stillen können. So auch jenen, die – privat wie beruflich – von einem sinnerfüllten Leben oder der großen wahren Liebe träumen. Vor allem jedoch jenen, die bereits ahnen, dass sie selbst es sind, die sich den Weg in ein solches Leben oder eine solch einzigartige Liebesbeziehung versperren.

Beziehungsglück? Die wahre Liebe kommt von innen

Der Weg der Selbstliebe ist ein Weg der Selbstermächtigung, der uns eines lehrt: Dass Liebe vor allem Wahrheit bedeutet, und dass das eigene (Selbst-)Liebesmaß ganz entscheidend davon abhängt, wie viel Wahrheit wir selbst vertragen können.

Anders als in vielen Beziehungsratgebern, steht in diesem Buch nicht die gelebte Partnerschaft im Vordergrund. Denn auf meinem Selbstfindungsweg komme ich nicht bei IHM, sondern bei mir selbst an. So hält das Buch genau den Schlüssel bereit, um Lebenssinn und Glück nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb einer Liebesbeziehung zu finden.

In diesem Sinne – möge dieses allumfassende Glück kein Märchen für dich bleiben …

Ute Wotsch
Expertin: Ute Wotsch
Ute Wotsch ist Autorin und arbeitet als Psychologische Beraterin und Coach in Bonn. Getreu dem Leitgedanken: „Wer andere kennt, ist klug, wer sich selber kennt, ist weise“ praktiziert sie diese taoistische Weisheit mit vollem Enthusiasmus.
Buchtipp
Hier findet ihr das Buch von Ute Wotsch