Süße Rezepte mit den Zuckeralternativen Xylit, Stevia und Erythritol: Weihnachtsgenuss ohne Zucker und ohne Reue

Kekse ohne herkömmlichen Zucker schmecken wunderbar gut und können die Adventszeit ganz ohne schlechtes Gewissen versüßen.
Tanja Braune
von Tanja Braune
Kokosmakronen ohne Zucker© *Sindy* - Fotolia.com

In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei… und auch köstliche Rezeptideen mit kalorienärmerem Zuckerersatz. So kannst du getrost ohne schlechtes Gewissen zugreifen. Tolle Rezepte von Tanja Braune.

Die Adventszeit ist voller süßer Verlockungen: Am Weihnachtsmarkt duftet es nach Lebkuchen und Bratapfel, auf Weihnachtsfeiern ist das Dessert-Buffet das Highlight und auch die liebe Familie daheim will mit selbstgemachten Keksen verwöhnt werden. Wer jedoch auf seine Figur achten will, der muss in der Adventszeit vielen Verlockungen widerstehen.

Aber Verzicht muss nicht unbedingt sein: Schlau gemacht, können auch die besten Plätzchen kalorienarm sein. Die unwiderstehliche Süße muss nämlich nicht unbedingt vom gewöhnlichen Haushaltszucker kommen, sondern es gibt mittlerweile auch sehr gute Zucker-Alternativen, teilweise ganz ohne Kalorien, die zum Kochen, Backen und vollen Genuss hervorragend geeignet sind.

Für figurbewusste Naschkatzen zeigen wir drei Weihnachtsklassiker, die fast ohne Kalorien auskommen.

Vanillekipferl ohne Zucker – stattdessen mit Erythritol-Staubzucker und Stevia-Pulver

Für ca. 40 Kipferln:

  • 120 g Mandeln, gemahlen
  • 150 g Weizenmehl
  • 120 g Dinkelmehl
  • 20 g Erdmandelmehl
  • 10 g Inulin
  • 65 g Erythritol-Staubzucker
  • 5 g Luo Han Guo (chinesisches Stevia-Pulver)
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Butter, in Flöckchen
  • etwas Vanillearoma
  • 8 EL Vanillezucker ohne Zucker (im Reformladen oder selbstgemacht)

1. Mandeln, Mehle und Inulin in einer Schüssel mischen. Erythritol, Luo Han Guo und Salz zugeben. Die Butter in Flöckchen und vorsichtig Vanille-Aroma zugeben und alles rasch zu einem Teig kneten – das geht am Besten mit den Händen. Den Teig in eine Folie wickeln und kalt stellen.

2. Backofen auf 180 °C vorheizen. Aus dem Mürbeteig bleistiftdicke Stücke schneiden und zu kleinen Kipferln formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Auf mittlerer Schiene circa. 10 Minuten backen. Fertig gebackene, noch warme Kipferln sofort im Vanillezucker wälzen und am besten auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Figur-Bonus: Klassische Rezepte brauchen für 40 Vanille-Kipferln rund 200 g Zucker – das sind 800 Kilokalorien. Im Gegensatz dazu liefert Erythritol und Luo Han Guo keine einzige Kalorie! 

Schnelle Kokosmakronen mit Tagatesse sind eine süße kalorienarme Versuchung

Für ca. 30 Makronen:

  • 4 Eiweiße
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Tagatesse
  • 250 g Kokosraspeln
  • optional Oblaten

1. Backofen auf 180 °C vorheizen. Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen, die Kokosraspeln und die Tagatesse vorsichtig unterheben. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen – wer mag, kann Oblaten darunter legen. Bei 180 ° Grad etwa 15 – 20 Minuten backen, bis die Makronen eine schöne, goldige Färbung bekommen haben.

Figur-Bonus: Normalerweise sind in diesen Makronen rund 250 Gramm Haushaltszucker enthalten – das sind etwa 1000 Kilokalorien. Der natürliche Tafelzucker Tagatesse liefert nicht nur sehr viel weniger Kalorien (125 g Tagatesse haben rund 180 kcal), sondern hat im Vergleich zu Haushaltszucker auch die doppelte Süßkraft, so dass viel weniger Zucker benötigt wird. 

Früchtebrot mit Xylit

Für einen 500-g-Laib:

  • 100 g getrocknete Aprikosen, klein gehackt
  • 150 g Rosinen
  • 150 g Cranberries
  • 40 ml naturtrüber Apfelsaft
  • 2 EL Ingwer, frisch gerieben
  • 1 TL Zesten & Saft von 1 Bioorange
  • 100 g Walnüsse, grob gehackt
  • 1 TL Zimt
  • ½ TL Kardamom
  • 1 Msp. Muskatpulver
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 100 g geriebene Mandeln
  • 250 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichene TL Backpulver
  • 100 g Xylit
  • 80 g Pinienkerne

1. Aprikosen, Rosinen und Cranberrys für mindestens 30 Minuten im Apfelsaft einweichen. Ingwer, Orangenzesten und –saft darunter mischen.
Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Sobald die Dörrfrüchte weich sind, Gewürze, Mandeln, Mehl, Backpulver, Zucker und Walnüsse unterziehen.
Backofen auf 200 °C vorheizen.

2. Alles zu einem dicken, breiigen Teig verrühren und in eine etwa 30 cm lange, mit Backpapier ausgelegte Kastenform gießen. Die Oberfläche glatt streichen, Pinienkerne darauf verteilen und etwas andrücken.

3. Das Früchtebrot etwa 50 bis 60 Minuten backen (mit einem dünnen Holzstäbchen eine Stichprobe machen, bleibt kein Teig mehr kleben ist das Brot fertig.)

Figur-Bonus: Dieses Früchtebrot bekommt schon alleine durch die getrockneten Früchte eine sehr vollmundige Süße (Achtung: Nur ungeschwefelte und naturbelassene Früchte kaufen oder selbst dörren). Der Zucker wird mit Xylit ersetzt: Dieses ist genauso süß wie Zucker, hat aber nur halb so viele Kalorien und einen weit niedrigeren glykämischen Index. 

Tanja Braune
Tanja Braune ist Medizinjournalistin und Autorin von "Süßes ohne Zucker" und dem "Chia-Kochbuch". Sie ist Ernährungsexpertin und entwickelt gesunde und schnelle Rezepte für den Alltag.

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