Gelassenheit erlernen 7 - Fünf Schritte gegen den Stress: Was genau muss ich tun, um gelassener zu werden?

Um weniger Stress zu haben, müssen wir unsere Wahrnehmung trainieren und unser Denken und Handeln auf den Prüfstand stellen. Mit diesen 5 Schritten werden wir gelassener.
Thomas Hohensee
von Thomas Hohensee
Gestresste Frau im Büro muss Gelassenheit lernen© Nicola_Del_Mutolo - Fotolia.com

In unserer Reihe “Gelassenheit erlernen” veröffentlichen wir Auszüge aus dem Buch “100mal gelassener” von Thomas Hohensee, Autor und Coach für Persönlichkeitsentwicklung. Darin werden die wichtigsten Fragen zum Thema Gelassenheit beantwortet. In unserem siebten Teil fragen wir:
“Was genau muss ich tun, um gelassener zu werden?”

Fünf Schritte müssen Sie machen, wenn Sie gelassener sein möchten:

1. Mit Achtsamkeit auf Gefühle und Verhalten schauen

Achten Sie auf ihre Gefühle und Ihr Verhalten. Halten Sie im Tagesverlauf immer mal wieder inne und fragen Sie sich:

  • Fühle ich mich so, wie ich gerne möchte?
  • Verhalte ich mich so, wie es meinen Zielen entspricht?

Manchmal werden starke negative Emotionen Ihnen sowieso signalisieren, dass Sie unter Stress stehen.

2. Ursachen für Stress zunächst in der Außenwelt suchen

Wenn Sie zu viel Ärger, Angst oder Enttäuschung spüren oder Ihre Ziele durch Ihr eigenes Verhalten sabotieren, fragen Sie weiter:

  • Was ist passiert?
  • Was macht mich so ärgerlich, ängstlich, traurig?
  • Was ging meinem selbstschädigenden Handeln voraus?

Suchen Sie die Ursachen zunächst in der Außenwelt. Auf wen oder was reagieren Sie so negativ?

3. Achtsam die eigenen Gedanken und Gefühle zu den äußeren Umständen beobachten

Haben Sie die äußeren Ursachen entdeckt, überlegen Sie sich:

  • Wie denke ich über diese Ereignisse?
  • Was ging mir sofort durch den Kopf, als dies geschah?

Die Gedanken, die Sie wegen der Geschehnisse hatten, bestimmen, wie Sie sich fühlen und verhalten. Die Vorgänge in Ihrer Umgebung sind immer nur der äußere Anlass für Ihre Reaktion. Mit Ihren Gedanken rufen Sie Ihre Emotionen und Ihre Handlungen hervor, auch wenn Sie sich dessen nur selten bewusst sind.

4. Realistische Prüfung der Angemessenheit von schädlichen Gedanken und Gefühlen

Prüfen Sie, ob Ihre Bewertung der Ereignisse angemessen ist oder nicht. Natürlich glauben Sie zunächst, was Sie sich sagen. Deshalb müssen Sie Ihr Denken anzweifeln, wenn Sie emotional und verhaltensmäßig überreagiert haben.

Das tun Sie, indem Sie sich fragen:

  • Stimmt das überhaupt, was ich denke?
  • Entspricht mein Denken den Tatsachen?
  • Welche Beweise gibt es für meine Überlegungen?
  • Helfen mir meine Gedanken, mich so zu fühlen, wie ich möchte?
  • Helfen diese mir, mich so zu verhalten, dass ich meine eigentlichen Ziele erreiche?
  • Unterstützt mein Denken die Qualität meiner Beziehungen?
  • Unterstützt es meine Gesundheit?

Wenn Ihre Gedanken der Realität widersprechen oder Ihnen in keiner Weise helfen, sind sie unangemessen und schädlich.

5. Falsche negative Bewertungen durch positive Denk- und Handlungsalternativen ersetzen

Ersetzten Sie die destruktiven Überlegungen durch positive Alternativen. Stellen Sie sich zu diesem Zweck die Fragen:

  • Wie würde ich fühlen und handeln, wenn ich das Gegenteil dächte?
  • Zu welcher Einstellung würde ich einem Freund in meiner Situation raten?
  • Was müsste ich denken, um mich wohl zu fühlen und angemessener zu handeln?

Thomas Hohensee
Thomas Hohensee ist Coach und Seminarleiter für Persönlichkeitsentwicklung in Berlin.
Buchtipps
Bücher von Thomas Hohensee