Zu viele virtuelle Freunde führen zu Stress: Mit weniger Facebook-Freunden glücklicher sein

Jeder, der auf den sozialen Netzwerken unterwegs ist, bekommt schon mal Freundschaftsanfragen von Menschen, mit denen man noch nie persönlich in Kontakt war. Dass diese virtuellen Freunde auch Stress auslösen können, ist wissenschaftlich bewiesen.
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von evidero Redaktion
Social Media Sucht: Weniger Facebook Freunde sind besser© vitabello - Fotolia.com

Stress und Druck spüren wir tagtäglich bei der Arbeit oder auch beim Ablaufen einer Deadline. Dass wir uns auch ganz viel von dem täglichen Stress selbst zuführen, ist ebenfalls eindeutig. Jedoch können auch soziale Netzwerke Stress in unserem Körper auslösen und unser Bewusstsein beeinflussen.

Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und Co. gehören oft zu unserem Alltag. Besonders bei jungen Leuten sind diese Plattformen sehr beliebt, denn es besteht die Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu bleiben und anhand von Statusmeldungen und Fotos zu erleben, was andere Nutzer freut oder bedrückt. In den letzten Jahren gab es viele Forschungsergebnisse, die jeweils zu dem selben Ergebnis gekommen sind:

Weniger ist mehr: Zu viele Facebook-Freunde verursachen Stress

Wie schon vor einigen Jahren von britischen Forschern recherchiert, bestätigt jetzt auch ein deutsches Team, dass zu viele Facebook-Freunde negative Wirkungen auf das eigene Stresslevel haben. Die Folge von Posts über den Tod eines Bekannten oder Statusmeldungen über negative Erfahrungen im Alltag der virtuellen Freunde wirkte sich negativ auf den eigenen Stresslevel aus.

Social Media: Nur reale Freunde online akzeptieren

Wer sich intensiv auf diesen Online-Plattformen aufhält, identifiziert sich auch stärker mit der virtuellen Welt. Dadurch ist es durchaus möglich, stärker durch negative Postings beeinflusst zu werden. Man fühlt sich teilweise in der Pflicht, darauf zu reagieren und Trost zu spenden. Genau dieser Prozess lässt Stress entstehen.

Stress durch zu viel Neuigkeiten auf sozialen Netzwerken vermeiden:

  • Freundschaften nur mit realen in Kontakt stehenden Personen eingehen
  • Die Nutzungsdauer teilweise einschränken
  • Bewusst konsumieren und negative Postings reflektieren
  • Nicht immer bei Disskussionen einmischen: Ist ein Kommentar wirklich nötig?

Gemäßigter Umgang mit sozialen Netzwerken

Wichtig bei dem Konsum von sozialen Medien und Netzwerken ist der gemäßigte Konsum. Die tatsächliche Nutzungsdauer hat einen starken Einfluss auf unser Wohlbefinden. Wenn wir unseren Konsum nicht wirklich bewusst kontrollieren, ist uns auch nicht immer klar, wie viel wir eigentlich im Internet preisgeben. An sich sollte man optimalerweise nur Facebook-Freunde aktzeptieren, mit denen man auch im realen Leben in regelmäßigem Kontakt stehen. So ist das Risiko geringer, zu viele negative Meldungen zu lesen, die durchaus anstrengend werden und Stress auslösen. In erster Linie sollen uns soziale Medien Spaß machen und uns mit unseren Mitmenschen in Kontakt stehen lassen.

Quellen:
http://www.psyneuen-journal.com/article/S0306-4530%2815%2900938-5/fulltext
http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/cyber.2012.0156

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