Heilung von Krankheiten durch vegane Ernährung: Erfahre von Merle Zirk, wie sie ihren Krebs besiegen konnte

Immer mehr Krankheiten sind ernährungsbedingt. Zeit für eine Umstellung auf gesundheitsfördernde vegane Kost.
Merle Zirk
von Merle Zirk
Heilsame vegane Ernaehrung© udra11 - Fotolia.com

Die ehemalige Fernsehredakteurin Merle Zirk aus München erkrankte Ende 2012 schwer an Krebs. Seitdem beschäftigt sie sich mit den Möglichkeiten der Heilung aus veganer Sichtweise. Ernährung, Lebensstil und Persönlichkeitsentwicklung sind für sie ausschlaggebend für eine nachträgliche Genesung und präventive Gesundheitsvorbeugung geworden. Die ärztlich geprüfte vegane Ernährungsberaterin bietet als Expertin Seminarwochen an, leitet Workshops und berät Interessierte und Betroffene. 

Heilen durch eine pflanzliche Ernährung

“The food you eat can be either the safest and most powerful form of medicine or the slowest form of poison.” – Ann Wigmore

Ann Wigmore wurde 1909 in Litauen geboren, war eine wegweisende Ernährungsberaterin und gilt noch heute, knapp 22 Jahre nach ihrem Tod, als ‚Rohkost-Pionierin‘.

Die Initialzündung, sich gänzlich lebendiger, grüner Nahrung zu verschreiben, bekam sie mit 52 Jahren bei ihrer Krebsdiagnose. Fortan trank sie täglich Weizengrassaft und ernährte sich mit frischem rohem Gemüse. Sie heilte ihren Darm und wurde wieder komplett gesund.

Ihre und andere ähnliche Lebensläufe, in denen Nahrung heilte, inspirierten mich so sehr, dass ich auch für mein eigenes Schicksal selbst wieder Mut schöpfte. Im Alter von 30 Jahren bekam ich die Diagnose Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium. Nach einiger Zeit ausschließlicher Schulmedizin und der schmerzlichsten Zeit meines Lebens, fing ich damals an, meinen Körper als ganzheitlichen Organismus zu betrachten und wandte mich Stück für Stück der ‚sanften Medizin‘ zu.

Aktiv etwas für die Gesundheit tun

Ich entschloss mich, meine Verantwortung über mein eigenes Leben nicht länger an der Garderobe der Arztpraxis abzugeben, sondern selbst aktiv zu werden. Und es wird einem relativ einfach gemacht. Die Buchhandlungen und Onlinemagazine sind voll von inspirierenden Gesundheits-, Ernährungs-, und Kochinhalten.

Die Fülle der Möglichkeiten sind schier unendlich und erfordern einiges an Recherchearbeit…doch immer wieder stelle ich nur eines fest: Jede Zelle meines Körpers bedankt sich für meinen stetigen Wissensdurst.

Wenn auch nicht so sehr auf persönlicher Ebene, so habe ich doch virtuelle Mitstreiter, die Nahrung eine ähnlich existentielle Rolle ihres Lebens ansehen. Blogs mit grüner Küche, Vollwertrezepten und tierfreiem Konsum wachsen stetig. Mir erscheint es so, als würden viele Menschen auch ohne ‚Wake-up-Call‘ – wie ich meine Erfahrung oft nenne – wundervoll für sich sorgen und ihr Leben dankbar wertschätzen.

Billig, Fast Food und tierisch gegen Qualität, slow Food und vegan

Seit einiger Zeit schwingt nun sowohl in den sozialen Netzwerken als auch in Printmedien eine beklemmende Atmosphäre. Gesunde Küche, das Teilen vom veganen Lebensstil, pflanzlichen Rezepten und die Motivation, etwas für sich und für den Planeten zu tun, scheinen öfter anzuecken und angefeindet zu werden.

Hippokrates hatte schon vor ca 2500 Jahren gewusst, dass Nahrung des Menschen Medizin sein soll, aber ich habe gerade jetzt, in den letzten ein bis zwei Jahren das Gefühl: dieses Thema ist hitziger und kritischer als je zuvor.

Die Menschen spalten sich – wie bei vielen anderen Themen auch – wieder in zwei Gruppen. In diejenigen, die einen Unterschied machen wollen und bewusste, nachhaltige Entscheidungen für sich treffen. Und in die diejenigen, die ihren Lebensstil mit viel Billigfleisch, Fastfood und Zucker vertreten. Bekannte Köche und Massenmedien tun ihr Übriges, um einen noch größeren Keil dazwischen zu treiben und weitere ‚Verwirrung‘ zu verbreiten.

Zum Wohle der Gesundheit: Augen und Ohren auf für neue innovative Ernährungexperten

Und so schreibe ich hier aus der Sicht einer einst ‚blind konsumierenden‘ Person, einer ehemals schwerkranken Krebspatientin und aus einer mittlerweile ärztlich geprüften veganen Ernährungsberaterin:

Wäre es nicht eine Überlegung wert, denjenigen zuzuhören, die ihre Ernährung so gestalten, dass diese möglichst wenig den Körper und seine Funktionen belastet? Die gesund durchs Leben gehen und die scheinbar von Zivilisationskrankheiten ‚verschont‘ bleiben?

Wie wäre es, Bücher zu lesen von Menschen, die irgendwann in ihrem Leben einmal verstanden haben, dass sie durch nährstoffreiche Lebensmittel und einen pflanzlich vollwertigen Speiseplan ihre bestmögliche Altersvorsorge aufstellen? Vielleicht wäre es auch einmal interessant, den jungen Digital Natives zuzuschauen, die als „Wellbeing Blogger“ Tausende Instagram Likes generieren… und ganz nebenbei ihre eigene Gesundheit in die Hand nehmen?

Schätzungen zufolge sind 70 % aller Krankheiten heute ernährungsbedingt, die Ursache liegt in denaturierter Nahrung. Mittlerweile gibt es so viele zuckerhaltige, giftstoffbelastete, veränderte, haltbargemachte und für unseren Organismus ungesunde Nahrungsmittel. Wenn der Mensch weiter so lebt und konsumiert, wird – Studien zufolge – jeder zweite bis dritte Person in Deutschland in nur einigen Jahren an den Folgen seiner Ernährung erkranken. Ein Horrorszenario.

Und dabei können wir etwas tun. Eine ausgewogene Ernährung mit einem Großteil an Pflanzen und regelmäßige Bewegung ist die beste Prävention für ein langes, gesundes und schmerzfreies Leben.

Für mich ist meine pflanzliche Ernährungsweise keine Doktrin, kein Zwang, kein Dogma. Aber sie macht Vieles besser. Allen voran meinen Gesundheitszustand.

Merle Zirk
Expertin: Merle Zirk
Merle Zirk berät Menschen, die eine Ernährungsumstellung machen möchten oder interessiert sind, ihr Leben noch gesünder und glücklicher zu gestalten.
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