Die Weisheit eines Yogi - Teil 3: Den Lebenssinn jenseits der fünf Sinne erkennen

Wirklichen Sinn finden wir nicht in den äußeren Umständen, sondern in uns selbst. Wie, das zeigt uns Yogameister Sadhguru in seinem neuen Buch “Die Weisheit eines Yogi”.
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von evidero Redaktion
Sadhguru - Die Weisheit eines Yogi© Isha Foundation

Sadhguru Jaggi Vasudev ist für unzählige Menschen ein leuchtendes Vorbild. Er ist ein international anerkannter Vordenker und Vermittler eines ganzheitlichen und spirituellen Bewusstseins. Er trat als Redner bei den Vereinten Nationen, dem Weltwirtschaftsforum und dem MIT auf und sprach vor dem House of Lords. Viele bekannte Lehrer wie Deepak Chopra sind von ihm beeinflusst worden. Sadhguru ist Gründer der Isha-Stiftung zur Verbreitung eines modernen Yoga mit zahlreichen Praxiszentren weltweit. In seinem neuen Buch “Die Weisheit eines Yogi” weist er uns einen einfachen Weg zu mehr Lebensqualität und Erkenntnis. So leicht und lebensnah kann Erleuchtung sein.

Heute veröffentlichen wir bei evidero den dritten Teil unserer exklusiven Preview auf das neue Buch von “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”. Weitere exklusive Leseproben im ersten und zweiten Teil, nur bei evidero.de!

Die fünf körperlichen Sinne des Menschen

Wie begreift der menschliche Körper die Welt? Was ist die Quelle seines Wissens? – Die Antwort liegt auf der Hand: durch die fünf Sinne. Alles, was du über die Welt und über dich selbst weißt, sind Informationen, die du ausschließlich mit den fünf Sinnen gesammelt hast – durch Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Berühren. Würden diese Sinne nicht funktionieren, so würdest du weder die Welt noch dich selbst erfahren.

Wenn du abends einschläfst, verschwinden die Menschen um dich herum plötzlich, die Welt verschwindet, ja du selbst verschwindest. Du bist noch am Leben, alle ringsum sind das, aber in deiner Erfahrung löst alles sich auf, weil die fünf Sinne gewissermaßen eine Betriebspause eingelegt haben.

Unsere menschlichen Sinne reagieren auf die Außenwelt

Die Sinne haben begrenzte Fähigkeiten; sie können nur das wahrnehmen, was physischer Natur ist. Wenn deine Wahrnehmung auf die fünf Sinne beschränkt ist, wird sich auch der Spielraum deines Lebens naturgemäß auf das Physische beschränken.

Außerdem nehmen die Sinne alles nur in Beziehung zu etwas anderem wahr. Wenn ich einen Gegenstand aus Metall berühre und der sich für meine Finger kühl anfühlt, dann liegt das nur daran, dass meine Körpertemperatur höher ist. Wäre sie niedriger, würde derselbe Gegenstand sich warm anfühlen.

Die Sinne sind wunderbare Instrumente für das Überleben des Menschen. Sie werden im Augenblick der Geburt aktiviert, weil wir ohne sie in der Außenwelt nicht bestehen könnten. Wenn du jedoch nach mehr als reinem Überleben strebst, reichen sie nicht aus. Sie vermitteln einen verzerrten Eindruck der Wirklichkeit, weil ihre Wahrnehmung ausschließlich relativ ist.

„Guru bedeutet wörtlich: „der die Dunkelheit zerstört“. Ein Sadhguru ist jemand, der die universelle Wahrheit (Sat) verkörpert. Es ist jemand, der die Tür für dich öffnet, eine Tür zu echter Selbsttransformation.“ (Sadhguru)

Der Ursprung menschlicher Erfahrung zeigt sich nur beim Blick nach Innen

Wenn du wirklich daran interessiert bist, das Leben in seiner ganzen Tiefendimension zu erkennen, musst du unweigerlich in dich hinein blicken statt aus dir heraus. Weshalb? Weil die Natur des Lebens ihrem Wesen nach nicht im physischen oder psychischen Ausdruck von Körper und Geist liegt, sondern in dessen Ursprung.

Nach innen zu blicken ist allerdings nicht gerade einfach. Es erfordert Arbeit, weil du noch nicht über die notwendigen Wahrnehmungsmechanismen verfügst. Genau das ist das menschliche Dilemma: Der eigentliche Ort der Erfahrung ist in uns, aber unsere Wahrnehmung ist vollständig nach außen gerichtet.

Das ist der Grund, weshalb es eine derart starke Spaltung zwischen innen und außen gibt. Wir können sehen, was außerhalb von uns ist, aber das, was innen ist, sehen wir nicht. Selbst wenn jemand nur flüsternd spricht, können wir das hören, doch im Körper geschieht unglaublich viel, was jenseits unserer Fähigkeit zu hören ist.

Wenn eine Ameise über unsere Haut kriecht, spüren wir das sofort, aber all das in uns strömende Blut spüren wir nicht. Unsere Sinnesorgane können nur äußere Eindrücke wahrnehmen, ob wir nun etwas sehen, hören, riechen, schmecken oder berühren. Der Ursprung aller Erfahrungen liegt jedoch in uns. Auch wenn eine Erfahrung von einem äußeren Reiz ausgelöst wird, ist ihr Ursprung immer innerlicher Natur – und manchmal wird genau dieselbe Erfahrung sogar ohne einen äußeren Auslöser hervorgerufen.

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Was bedeutet Sadhguru?

  • Der die Dunkelheit zerstört
  • Der die universelle Wahrheit verkörpert
  • Der Begriff für den indischen Lehrer

Unser Tipp: Die Antwort findest du im Text.

Yoga dehnt unsere Wahrnehmung jenseits der fünf körperlichen Sinne aus

Yoga zielt im Wesentlichen darauf ab, unsere Erfahrung über die fünf Sinne hinaus auszudehnen. Eine Dimension jenseits von deren Wahrnehmungsvermögen gibt es tatsächlich, egal, wie wir sie nennen. Wenn du willst, kannst du sie als »Selbst« bezeichnen. Du kannst ihr den Namen »göttlich« oder »Gott« geben. Die Bezeichnung steht dir völlig frei.

Selbst wenn du nicht auf der Suche nach dem Göttlichen oder dem Selbst bist, kann eine Erweiterung deiner Wahrnehmung eine entscheidende Rolle dabei spielen, dein Wohlbefinden zu garantieren. Gleichgültig, was du bist – Arzt, Polizistin, Ingenieur, Künstlerin, Hausmann oder Studentin –, es ist grundsätzlich die Qualität deiner Wahrnehmung, die bestimmt, wie effizient und erfolgreich du bist und wie viel du auf diesem Planeten bewirken kannst.

Die Ausdehnung deiner Sinneswahrnehmung über ihre derzeitigen Grenzen hinaus kann zu phänomenalen Ergebnissen führen und eine ganz neue, scheinbar magische Dimension in dein Leben bringen.

Willst du weitere Auszüge und Übungen aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi” kennenlernen? – In unserem ersten und zweiten Teil findet ihr bei evidero zwei weitere exklusive Leseproben.

Mehr Aufmerksamkeit für unsere inneren Vorgänge erweitert unsere Wahrnehmung

In diesem Zusammenhang stellt man mir häufig die Frage: »Ist es denn nicht sehr schwierig, meine Wahrnehmung zu erweitern? Muss ich mich vielleicht in eine Höhle im Himalaja zurückziehen, um mich nach innen zu wenden?«

Keineswegs. Diese Möglichkeit ergibt sich nicht dadurch, dass du irgendwo auf einem Berggipfel sitzt; sie ist bereits in dir. Bisher unzugänglich war sie für dich nur deshalb, weil du entweder zu sehr mit dem beschäftigt warst, was außerhalb von dir geschah, oder weil du viel zu stark von deinem psychischen Drama in Anspruch genommen warst. Es ist nur ein Mangel an Aufmerksamkeit, der uns die Möglichkeit verwehrt, das zu entdecken, was in uns liegt.

Sich nach innen zu wenden hat nichts mit Gedanken, Ideen, Meinungen oder Philosophien zu tun. Mit der psychischen Aktivität deines Geistes hat es ebenfalls nichts zu tun. Deine Wahrnehmung zu erweitern bedeutet, dass du deine Fähigkeit verbesserst, das Leben genau so anzunehmen, wie es ist. Wenn du bereit bist, dem täglich einige Minuten deiner Zeit zu widmen, wirst du eine Veränderung erkennen. Der simple Vorgang, deiner inneren Natur ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken, wird deine Lebensqualität auf bemerkenswerte Weise transformieren.

Sadhana

Beginne damit, vor dem Einschlafen allem Aufmerksamkeit zu schenken, was du für dich selbst hältst: deinen Gedanken und Emotionen, deinen Haaren, deiner Haut, deinen Kleidern, deinem Make-up. Sei dir bewusst, dass nichts davon du bist.

Es ist nicht notwendig, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen, was »du« bist oder was die »Wahrheit« ist. Die Wahrheit ist keine Schlussfolgerung. Wenn du dich vor falschen Schlüssen hütest, wird die Wahrheit sich schon zeigen. Das ist so, wie du die Nacht erlebst – eigentlich ist die Sonne nicht verschwunden, von deinem Standort auf unserem Planeten aus blickst du nur in eine andere Richtung.

Du denkst, liest und sprichst über das Selbst, weil du zu sehr damit beschäftigt bist, in die andere Richtung zu blicken! Dabei hast du der Erkenntnis, was das Selbst wirklich ist, nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Nötig ist also keine Schlussfolgerung, sondern eine Richtungsänderung.

Wenn es dir gelingt, mit diesem Bewusstsein einzuschlafen, hat das eine entscheidende Wirkung. Da du im Schlaf keine äußeren Eindrücke aufnimmst, wird es sich zu einer kraftvollen Erfahrung entwickeln. Im Lauf der Zeit wirst du so in eine Dimension jenseits aller Ansammlungen eintreten.

Dieser Text ist ein Originalauszug aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”

Willst du weitere Auszüge und Übungen aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi” kennenlernen? – In unserem ersten Teil und am 23. September veröffentlichen wir bei evidero zwei weitere exklusive Leseproben.

Hier gehts zu Teil 1 aus Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi
Hier gehts zu Teil 2 aus Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi

Der evidero Event-Tipp: Am 12. November 2017 tritt Sadhguru im Tempodrom in Berlin auf und präsentiert dort sein Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”.

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Lesetipp
Hier findest du das vorgestellte Buch