Gefährlicher Vitamin D-Mangel: Von diesem Vitamin haben die meisten Menschen zu wenig

Heute geht es um ein ganz besonders Vitamin, das streng genommen eigentlich gar kein Vitamin ist. Das Sonnenvitamin D.
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von evidero Redaktion
Diese Frau tankt Vitamin D in der Sonne© Igor Link - Fotolia.com

Die meisten Vitamine zeichnen sich dadurch aus, dass sie vom Körper nicht selbst hergestellt werden können und wir sie deswegen über die Nahrung aufnehmen müssen. Beim Vitamin D verhält sich das anders. Unser Körper kann es mit ein wenig Hilfe selbst herstellen und auch speichern.

Die Vitamine zeichnen sich dadurch aus, dass sie essentiell für unseren Körper sind, also von uns nicht selbst hergestellt werden können. Deswegen ist eine ausgewogene Ernährung unglaublich wichtig für unsere Gesundheit, denn nur so versorgen wir unseren Organismus mit allen Bausteinen, die er braucht.

Das so wichtige Vitamin D hingegen produzieren wir zu 80% selbst. Deswegen ist es streng genommen gar kein richtiges Vitamin, sondern eher eine Hormon-Vorstufe.

Wie können wir unsere Vitamin D-Speicher füllen?

Das Zaubermittel für eine ausreichende Vitamin D-Zufuhr ist unsere Sonne. Durch die Sonneneinstrahlung auf unserer Haut wird die Produktion des Vitamins angeregt. So stellen wir den Hauptbedarf an Vitamin D selbst her, die restlichen 20% können wir über natürliche Lebensmittel aufnehmen.

Um die Haut zur Vitamin D-Produktion anzuregen reichen schon 10 – 20 Minuten täglich an der frischen Luft. Wenn sich Hände, Gesicht, Arme oder Beine unbedeckt von der Sonne wärmen lassen, stellt man eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin schon sicher. Dafür sollte die Haut die erste Zeit auch nicht mit Sonnencreme geschützt werden.

Das Aufladen der Vitamin D-Speicher ist trotzdem keine Ausrede für ausgiebige Sonnenbäder, die das Hautkrebsrisiko steigern können. Also bei längeren Aufenthalten in der Sonne bitte immer mit ausreichendem Sonnenschutzfaktor eincremen. Im Hochsommer brauchst du dir trotzt Sonnencreme sowieso keine Sorgen um deinen Vitamin D-Gehalt machen.

Nach den Wintermonaten sind unsere Vitamin D-Speicher aufgebraucht

Besonders nach der langen Winterzeit ist es wichtig, wieder ausreichend Zeit draußen an der frischen Luft zu verbringen. Unser Körper kann Vitamin D zwar speichern, nach den vielen Monaten ohne starke Sonneneinstrahlung sind diese Vorräte aber aufgebraucht und unser Körper braucht unbedingt Nachschub. Ab März ist die Sonne wieder so stark, dass sie die Haut zur Vitamin D-Produktion anregen kann.

Während des Winters solltest du darauf achten, deine Vitamin D-Haushalt mit den richtigen Lebensmitteln auf Vordermann zu halten. Das Vitamin komm allerdings in nur sehr wenigen Lebensmittel vor und das auch meist in geringen Mengen.

Mit diesen Lebensmitteln nimmst du Vitamin D auf:

  • fetter Fisch (Makrele oder Aal)
  • Lebertran
  • Eigelb
  • Milchprodukte

Aber Vorsicht: Nur Aufenthalte in der Sonne garantieren eine ausreichende Zufuhr mit Vitamin D!

Was passiert, wenn unser Körper zu wenig Vitamin D produziert?

Das Vitamin übernimmt eine sehr wichtige Rolle in der Funktion unserer Knochen und Muskeln, denn es transportiert das wichtige Mineral Kalzium vom Darm ins Blut und so in die Knochen.

Wer also lange an einem Vitamin D-Mangel leidet, wird zum Risikopatienten für Osteomalazie, auch Knochenerweichung genannt oder Osteoporose, bei der die Knochensubstanz abgebaut wird. Auch für Kinder ist das Hormon für ein gesundes Wachstum unglaublich wichtig. Es stärkt die Knochen und schützt vor der Knochenverbiegung Rachitis.

Auch ältere Menschen sollten auf ihren Vitamin D-Haushalt achten. Im Alter werden Stürze wahrscheinlicher und bei zu wenig Vitamin D im Körper brechen die Knochen schneller.

Neben der knochenstärkenden Wirkung aktiviert das Hormon zudem unser Immunsystem und soll schlechte Laune vertreiben können.

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