Yoga im Winter: Warum Yoga im Winter besonders wichtig ist

Yoga tut Körper und Seele gut. Vor allem in der kalten dunklen Jahreszeit. Gerade jetzt brauchen wir neue Kraft und Energie als Ausgleich zur Dunkelheit und Kälte.
von Ioanna Theodoridou
Yoga im Winter ist gesund© Alena Ozerova - Fotolia.com

Yoga ist heilsam und beeinflusst Körper und Geist. Warum uns Yoga besonders im Winter gut tut, berichtet uns Ioanna Theodoridou, Yogalehrerin bei Yes!Yoga in Köln.

Es ist grau und nass draußen. Das hat mich veranlasst, mich früh morgens nach meinen Espresso hinzusetzen und zu schreiben. Meine erste Frage heute morgen ist: Warum Yoga ausgerechnet im Winter der perfekte Ausgleich zum Alltag ist. Denn im Winter verändert sich nicht nur unsere Umwelt und die Wettertemperatur.

Bereits im September beginnen sich die Farben der Blätter zu ändern. Sie fallen in wunderschönen Braun-, Gold- und Gelb-Tönen langsam auf den Boden. Ich liebe es, im Wald spazieren zu gehen und dieses tolle Ereignis zu erleben. Durch den Regen ist der Waldboden feucht. Dieser Geruch erinnert mich an die langen Spaziergänge in meiner Kindheit.

Kälte und fehlendes Tageslicht lassen die körperliche Aktivität sinken

Aber neben den äußeren, sichtbaren Veränderungen, beginnt auch unser Körper sich langsam an die kältere Jahreszeit anzupassen. Im Sommer essen und trinken wir leichtes und kühlendes, wie Salate und Schorlen. Im Winter sehnen wir uns nach einer warmen Suppe und wohltuendem Tee.

Unser Körper braucht jetzt Ruhe und Wärme, um trotz kalter Jahreszeit fit zu bleiben. Dadurch, dass die Tage immer kürzer werden, erreicht uns fast gar kein Tageslicht mehr, damit fehlt uns eine wichtige Energiequelle: das natürliche Licht.

Yoga gibt uns neue Kraft und Energie im Winter

Yoga knipst auf seine Art und Weise das fehlende Licht wieder an. Es ist ein Allround Talent, denn es bietet dir nicht nur neue Kraft und Energie, sondern auch Ruhepausen und Entspannung.

Dein Körper ist im Winter träge und langsam und möchte am liebsten auch 24 Stunden in die Maulwurfhöhle. Yoga und die integrierte Atmung in jeder Übung helfen dir, deinen Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen und deine Ausdauer zu steigern. Durch die Aktivierung deines Stoffwechsels und die Entgiftung deiner Organe steigert sich auch die körpereigene Abwehrfunktion, die sehr wichtig im Winter ist und dir Schutz bietet.

Im Winter nutzen wir die Wärme in unseren inneren Räumen, um neue Kraft zu tanken

Aber Yoga kann noch viel mehr. Im Sommer bewegen wir uns gerne draußen und möchten bis spät abends die Sommerabende genießen. Wohingegen es im Winter umso schöner drinnen ist und wir die warmen Räume schätzen. Genau jetzt solltest du dir die Zeit nehmen, deinen Fokus mit Yoga nach innen zu lenken.

Auch ich als Yogalehrerin ertappe mich oft dabei, wenn ich meine Grenzen überschreite. Dann ziehe ich mich gerne zurück und merke, wie gut es mir tut, mir eine Ruhepause zu gönnen und in mich zu gehen. Ein Gefühl von Ruhe, Entspannung und Wohlbefinden überkommt mich dann und ich fühle mich wieder ausgeglichen, voller Kraft und Energie.

Yoga ist ein Rückzugsort und hilft bei der Betrachtung der winterlichen Facetten

So sehr ich den Sommer mag – der Winter hat ebenso schöne Seiten. Es ist eine bereichernde Jahreszeit, mit all ihren Facetten. Nimm dir also immer wieder kurz eine Auszeit und überlege, was dich im Winter besonders glücklich macht.

Ob die Wärme und Gemütlichkeit der Räume, das Brausen des Windes oder das Licht der schräg stehenden Sonne. Welche dieser Facetten dich wirklich ansprechen und auf welche du nicht verzichten möchtest. Lass Rituale daraus entstehen und suche dir deinen Platz für dich und deine Yogamatte.

In diesem Sinne Namaste meine Lieben.

Stelle dich im Winter neuen Herausforderungen! Jetzt hast du Zeit eine der härtesten Yoga-Posen zu üben

Ioanna unterrichtet neben Hatha Yoga auch dynamische Vinyasa-Yogaklassen, in denen Ashtanga-Elemente mit einfließen...
Buchtipp
Ein Yoga-Klassiker