Yoga gegen schlechte Laune: Wie bewusste Bewegung und Atmung dir helfen, bessere Laune zu haben

Hast du einen schlechten Tag? Stress, Angst oder Erschöpfung plagen dich? Ab auf die Matte!
Gina Capitoni
von Gina Capitoni
Gute Laune durch Yoga© Pixaby

Während einer Yogastunde oder bei dir zuhause auf der Matte trainierst du dich in bewusstem Wahrnehmen. Den Körper mit Aufmerksamkeit und bewusst zu bewegen hilft bei Verstimmungen, Angstattacken und Depressionen. Ob 20 oder 90 Minuten, das tiefe Atmen beruhigt dein parasympathisches Nervensystem. Du bist für ein paar Minuten ganz bei dir und kannst, was auch immer dir an deinem Tag schlechte Laune bringt, mit mehr Stärke und einem ruhigen Geist begegnen.

Yoga als Therapie

Manchmal hilft es bei schlechter Laune, einfach raus aus dem Kopf und mehr in den Körper zu spüren. Auf der Matte schwitzen, tief atmen, den Puls antreiben, sich dehnen. Den Brustraum zu öffnen und alle Gefühle zuzulassen kann auch schon eine Hilfe sein.

Oder das Kopfüberstehen in Umkehrhaltungen, wodurch dein Gehirn neue Energie bekommt. Das Blut strömt, es macht gute Laune und lässt dich theoretisch sowie praktisch alles aus einer anderen Perspektive betrachten. Mit der Atmung kannst du wortwörtlich alles verbrauchte einfach ausatmen, weg von dir. Sorgen und Stress einfach mit einem tiefen Seufzer (r)ausatmen.

Natürlich sind die Auslöser des Stresses dann nicht weg, aber nach einer Yoga Praxis bist du freier im Umgang und deine Stresslevel sind gesunken.

Situationen, die uns überfordern und mit Angst verbunden sind, können wir mit Yoga vorbeugen. Bequeme Kleidung, tiefes Atmen, bewusste Bewegungen. Das ist schon alles und kann so viel verändern.

Yoga wird zunehmend als Therapieform anerkannt und respektiert. Yoga-Therapie ist eine Methode, um die Gesundheit und das Vertrauen in den eigenen Körper zu fördern. Geist und Körper werden gleichmäßig und ganzheitlich behandelt, was bei vielen anderen Methoden eher getrennt wird.

Yoga und Dankbarkeit gegen schlechte Laune

Dankbarkeit ist neben den körperlichen Asanas und Meditation ein wichtiger Aspekt im Yoga oder auch in vielen verschiedenen Religionen. Es macht einen innerhalb kürzester Zeit etwas fröhlicher und auf lange Sicht glücklich.

Eine Methode, die jede/r ausüben kann: Sich jeden Morgen oder Abend kurz Zeit zu nehmen und einfach nur dankbar sein, für alles und jeden im Leben. Alleine das Auflisten und die kurze Zeit, die du dadurch mit positiven Gedanken verbringst, können deine Stimmung heben.

Je mehr wir durchleben, auch schlechte Laune und Stress, desto mehr Chancen bekommen wir, neu damit umzugehen und stärken uns, da wir Perspektive erlangen. Die Zeit auf der Matte zeigt dir, wie du mit schweren Aufgaben umgehst, wie geduldig du bist, wie sehr du loslassen kannst und vieles mehr. Und dabei geht es in keinster Weise um Perfektion.

Jeder Tag ist neu und anders. Manchmal gehst du eben mit guter Laune in die Yogastunde, manchmal neutral oder schlecht gelaunt. Aber wenn du achtsam dabei bist, geben dir die 20 oder 90 Minuten genau das, was du brauchst.

Übe dich in Dankbarkeit! Mit der Zeit fällt es dir leichter, auch die kleinen und einfachen Dinge wahrzunehmen, sei es auf der Matte oder im Alltag, und dafür dankbar zu sein.

Yoga gegen schlechte Laune und Depression

Alle Yoga Positionen fördern deine Aufmerksamkeit und Konzentration. Hier ist eine Beispielsequenz für Anfänger, die du in deinen Tag integrieren kannst:

Die folgenden Asanas lindern speziell das Chaos im Kopf:

  • Stellung des Kindes – Balasana
  • Krieger 2 & 3 – Virabhadrasana
  • Handstand – Vrikshasana
  • Wild Thing – Camatkarasana
  • Doppelte Taube – Agnistambhasana

Asanas, die gespeicherte Energie in deinen Hüften befreien, helfen dir dabei, Emotionen und Blockaden zu lösen. Alles was wir erleben speichert sich nicht nur im Geist sondern auch im Körper ab. Die Hüften repräsentieren im Yoga einen Ort, in dem wir Emotionen und Traumata abspeichern. Hüftöffner können daher sehr intensiv, aber sehr befreiend sein.

Yoga für ein starkes Selbstbewusstsein

Mit einer Yogapraxis kannst du starke Wurzeln bauen. Das bedeutet, je besser du dich kennst, desto mehr Stärke und Standhaftigkeit gewinnst du. Du wirst stark, selbstbewusst im wahrsten Sinne des Wortes und bleibst geerdet. Das ist sehr hilfreich in Stresssituationen.

Wenn deine schlechte Laune vielleicht durch ein fehlendes liebendes Selbstbild noch gesteigert wird, dann hilft es, den Geist während einer Yoga- und Meditationspraxis einfach mal auszuschalten.

Irrelevante Gedanken wie “Ich bin nicht klug, schön, dünn, schnell genug” werden dann hoffentlich etwas leiser oder verschwinden ganz. Selbstbewusstsein, Achtsamkeit, Dankbarkeit und Gelassenheit haben sehr viel miteinander zu tun und helfen dir im Zusammenspiel, mit einem schlechten Tag umzugehen.

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Gina Capitoni
Expertin: Gina Capitoni
Gina Capitoni schreibt seit 2015 für evidero über Ernährung. Sie ist Ernährungsexpertin, Yogalehrerin und veranstaltet Food-events...
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