Yoga Conference Germany 2016 - Daniel Heil: “Vielleicht klappt es mit Yoga”

11 Tage, 11 Fotos: Daniel Heil ist Gewinner der Yoga Instagram Challenge “Magic Eleven”. Seine Fotos und sein magischer Yogaweg.
Melanie Lotz Yogalehrerin
von Melanie Lotz
Daniel Heil© Daniel Heil

Every Little Thing You Do Is Magic: Unter diesem Motto steht dieses Jahr die Yoga Conference Germany in Köln. Auf Instagram luden die Macher der Konferenz jetzt zu einer Challenge mit dem Titel #magiceleven ein. Daniel Heil, seit zwei Jahren Yogaschüler und einer der wenigen männlichen Teilnehmer der Challenge, inspirierte mit seinen Interpretationen von 11 “little things”, die mehr Zauber in unseren Alltag bringen können.

An Tag 1 motivierte die #magiceleven Challenge die Teilnehmer mit der liebevollen Aufforderung “Try something new”, sich aus gewohnten Bahnen zu lösen. Tag 2 lud zu “Play” ein, Tag 3 zu “Face your Fear”. So gab es elf Tage lang eine neue Herausforderung, zu denen die Hosts im Namen der Yoga Conference Germany auch mit eigenen Fotos inspirierten.

Yogaschüler Daniel Heil war einer von acht Gewinnern der Challenge. Der 29jährige Communication Manager aus Düsseldorf stellt heute seine elf Fotos vor und erzählt, wie er zum Yoga gekommen ist.

Daniel Heil: “ Vielleicht klappt es mit Yoga”

“Zum Yoga bin ich vor ziemlich genau zwei Jahren gekommen. Ich arbeite in der Modebranche und organisiere Fotoshootings, habe also relativ viel mit Models zu tun. Bei vielen Gesprächen spielte da Yoga eine Rolle, wie man sich zum Beispiel fit hält, wenn man ständig unterwegs ist, was gegen Jetlag hilft oder wie man sich nach einem 12 Stunden Flug in der Economy erholt. Für mich hatte Yoga (natürlich) erst mal den physischen Aspekt als Vorteil. Ich bin bis dahin zwar schon sehr regelmäßig ins Gym gegangen, konnte jedoch nicht unbedingt bestimmte kleine Muskelgruppen optisch ausarbeiten. Also habe ich mir gedacht “vielleicht klappt es mit Yoga”.

“Irgendwas passierte mit meinem Körper, auf das ich so nicht gefasst war”

Bis dahin hatte ich überhaupt keine Vorstellung davon, wie viele unterschiedliche Stilrichtungen und Ausprägungen es davon gibt und meldete mich zu einem “Ashtanga Led für Beginner” Kurs in dem Unternehmen, für das ich arbeitete, an. Nach meiner ersten Stunde, die überhaupt nicht so schlimm war, wie ich mir vorgestellt hatte, tat mir meine komplette Körperrückseite weh! Ich glaube, ich hatte noch nie so einen Muskelkater.

Für mich war das aber das Zeichen, dass das genau die physische Herausforderung war, nach der ich gesucht habe. Beim zweiten Mal begann ich dabei auch noch mehr zu schwitzen als nach einem 10km Lauf. Irgendwas passierte mit meinem Körper, auf das ich so nicht gefasst war. Das erste dreiviertel Jahr praktizierte ich ausschließlich Teile der Primary Series, wobei ich bei bestimmten Asanas an meine körperlichen Grenzen stieß, die ich überwinden wollte.

Manchmal war das sehr frustrierend, da ich ein relativ ehrgeiziger Mensch bin. Mittlerweile habe ich aber gelernt, loszulassen und zu akzeptieren, dass jeder Tag anders ist und auch die körperliche Verfassung nicht immer gleichbleibend ist.

“Mittlerweile habe ich meine Matte immer dabei”

Seitdem habe ich viele andere Yogarichtungen kennengelernt und fühle mich auch in nicht so festgelegten Sequenzen sehr wohl… manchmal sogar wohler, da sie doch um einiges kreativer sind, und ich so gelernt habe, genauer zuzuhören. Mittlerweile probiere ich alle möglichen Stile und Lehrer aus und habe meine Matte immer dabei. Da ich beruflich sehr viel unterwegs bin, versuche ich, mir immer die Zeit zu nehmen, ein neues Studio zu besuchen. So habe ich schon viele (nicht immer für mich stimmigen) neuartige Richtungen und Trends in NY, LA, Miami oder London ausprobiert.

“Ich kann die Berührungsängste von Männern mit Yoga verstehen”

Ich kann alle Jungs und Männer verstehen, die Berührungsängste mit Yoga haben. Da ich ein sehr offener Mensch bin und auch über meinen Schatten springen kann waren manche Erfahrungen aber eher lustig statt peinlich. Ich habe zum Beispiel einmal an einer Hormonyoga Klasse teilgenommen (ich war der einzige Typ) in der wir in unsere Eierstöcke bzw. Hoden atmen sollten, das war schon sehr speziell!

Oder der Löwe! Noch sowas eher abschreckendes. Ich glaube aber, dass jeder mindestens zwei unterschiedliche Yogaklassen ausprobieren sollte, sei es eine Vinyassa oder vielleicht auch eine Hot Yoga Stunde. Am Ende muss man für sich selbst entscheiden, ob man es mag oder nicht.

“Vielleicht werde ich selbst Yogalehrer”

Ich bin mittlerweile süchtig danach. Nicht nur nach der physischen Anstrengung, sondern auch nach der philosophischen Ausrichtung. Ich versuche, Yoga als Ganzes in mein Leben zu integrieren und lerne unwahrscheinlich gerne und viel darüber. Vielleicht gehe ich sogar nächstes Jahr eine Ausbildung als Yoga Lehrer an.”

Die evidero-Interviewreihe zur Yoga Conference Germany 2016:

Every little step you do is Magic – das Motto der Yoga Conference Germany 2016 erinnert uns: Der Zauber des Lebens liegt in kleinen Dingen und nur wir selbst können jeden Tag und jeden Moment zu einem kleinen (oder großen) Wunder erklären. In unserer Interview-Reihe zur Kölner Yoga Konferenz verraten uns die Macher und Lehrer, was für sie die Magie von Yoga ausmacht und wie wir alle immer wieder Augen und Herz für ein zauberhaftes Leben öffnen können.

Du hast noch nicht genug von der “Heart Conference”? Hier findest du alle Videos, Interviews und Artikel zur Yoga Conference Germany 2015: Love is our Religion

Melanie Lotz Yogalehrerin
Expertin: Melanie Lotz
Melanie ist Vinyasa Yogalehrerin aus Köln: Ihre Ausbildung machte sie bei Lord Vishnus Couch und unterrichtet nun regelmäßig dort und bei yes!yoga. Seit Mitte 2015 arbeitet sie auch für die evidero Redaktion.

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