PCB und Salmonellen in Eiern

Weichmacher­-Eier und Salmo­nellen: gefährliche Ostereier

Was wäre Ostern ohne Eier? Doch Lebensmittelskandale trüben die Freude an den bunten Versteckobjekten.
Kaputte Ostern© iStockphoto / hsvrs

Ostern und Eier gehören einfach zusammen. In diesem Jahr gibt es jedoch zwei Warnungen, die die Festfreude trüben könnten: PCB und Salmonellen.

Warnung 1: PCB in Eiern

Das Verbraucherschutzministerium NRW hat am 04.04.2012 bekannt gegeben, dass bei Stichproben Bio-Eier mit einer hohen PCB-Belastung aufgefallen seien. Der Hof wurde gesperrt, es sei aber unklar, in welchem Umfang verseuchte Eier in den Handel gelangt sind.

PCB (Polychlorierte Biphenyle) sind eine Gruppe gesundheitsschädlicher Chlorverbindungen, die früher zum Beispiel als Hydraulikflüssigkeit oder als Weichmacher verwendet wurden. Seit 2001 sind PCB weltweit verboten, da ihre mannigfaltige Giftigkeit nachgewiesen wurde: Die Folgen reichen von Akne über Haarausfall bis hin zu Krebs, Unfruchtbarkeit und Missbildungen in der Schwangerschaft.

Es besteht zwar keine akute gesundheitliche Gefahr, wenn eines der Weichmacher-Eier verzehrt wird, jedoch sollten alle Eier mit der Stempelnummer: 0-DE-0521041 nicht gegessen werden!

Warnung 2: Salmonellen

Autorin

Janine Otto

Janine Otto

Studium: Biologie, Mathematik und Physik. Nach 5 Jahren als Lehrerin und Ausbilderin am Berufskolleg begann sie ihr Volontariat als Technische Redakteurin. Seit 2007 ist Janine Otto Redakteurin und freie Autorin - hauptsächlich für Technik und Naturwissenschaft. Ihre größte Leidenschaft ist das Kochen.

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 Erst letzte Woche veröffentlichte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dass letztes Jahr mehr als 25.000 Erkrankungen durch Salmonellen gemeldet wurden. Die für Erwachsene meist mit einem sehr starken Brechdurchfall verbundene Infektion kann bei Kindern, Kranken und älteren Menschen schnell zu einer lebensbedrohlichen Krankheit werden. Übertragen werden die Bakterien oft durch rohe Eier – Kleinkinder sollten daher nicht mit ihnen in Kontakt kommen.

Gerade das Auspusten und auch das Bemalen von Ostereiern birgt genau diese Gefahr. Daher rät der Präsident des BfR, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, zu einem sorgsamen Umgang mit rohen Eiern und gibt fünf wichtige Tipps:

  • Pusten Sie ausschließlich frische und saubere Eier aus, die Sie vorher mit Spülmittel gereinigt haben.
  • Reinigen Sie nachher gründlich die Arbeitsfläche und die benutzten Werkzeuge.
  • Vermeiden Sie beim Ei-Auspusten den direkten Mundkontakt. Verwenden Sie besser Hilfsmittel wie dünne Strohhalme oder Einwegspritzen.
  • Reinigen sie das Ei nach dem Auspusten möglichst auch von innen mit Spülmittel.
  • Waschen Sie sich nach der Bastelarbeit gründlich die Hände mit warmen Wasser und Seife.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht Ihnen der Weg offen für ein ungestörtes Osterfest – mit vielen bunten Eiern.

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