Vegane Kleidung: Pelzlos glücklich

Du kennst vegan nur als Ernährungsart? Dann lerne hier, wie du noch einen Schritt weitergehen und sogar bei deiner Kleidung auf tierische Produkte verzichten kannst.
evidero Logo
von evidero Redaktion
Was genau ist vegane Mode?© Kurmyshov - Fotolia.com

Woran denkst du bei dem Wort “vegan”? Vermutlich an eine tierfreie Ernährung, doch vegan kann noch viel mehr sein. Du kannst dich zum Beispiel auch vegan kleiden. Du willst wissen, wie das funktioniert? Wir erklären dir, worauf es ankommt und wo du vegane Kleidung kaufen kannst.

Was genau bedeutet vegan? Wer vegan lebt, verzichtet auf alle tierischen Produkte. Das bedeutet, nicht nur auf Fleisch zu verzichten, sondern auch Milchprodukte, Eier und alle Produkte, die von Tieren produziert worden sind, aus dem Leben zu streichen.

Klingt ganz schön hart, doch immer mehr Leute entschließen sich für diese Lebensweise. Ihre Gründe dafür sind sehr vielfältig. Aus ethischen Hintergründen verzichten manche auf tierische Produkte für den Tierschutz. Auch aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen sehen manche Menschen von den tierischen Produkten ab.

Nachdem die vegane Ernährung ihren Hype erlebt hat, interessieren sich nun immer mehr Menschen für vegane Kleidung.

Wann ist Kleidung vegan?

Wer sich jetzt auf die Suche nach veganer Kleidung machen möchte, sollte einige Dinge beachten. Vor allem sollte vorher geklärt werden, was denn eigentlich vegane Kleidung ist. Genau wie bei der Ernährung gilt auch hier: es dürfen keine tierischen Produkte in der Produktion und im fertigen Kleidungsstück enthalten sein.

Zu den bekanntesten tierischen Bestandteilen gehören folgende. Auf diese solltest du beim Kauf von veganer Kleidung achten und sie vermeiden.

  • Leder
  • Wolle (zum Beispiel Angora, Alpaka, Kamelhaar, Kaschmir oder Mohair)
  • Seide
  • Filz
  • Pelz
  • Daunen/Federn
  • Horn
  • Perlmutt

Die meisten Tiere, die in die Produktion der oben genannten Produkte involviert sind, werden extra für ihre Rohstoffe gezüchtet. Häufig kommen die Tiere aus Ländern, in denen es so gut wie keine Richtlinien zum Tierschutz gibt. So müssen die Tiere bei lebendigen Leib und unter starken Schmerzen geschoren oder gerupft werden. Manche werden auch erst auf brutale Weise und ohne Schmerzmittel unprofessionell getötet.

Außerdem: Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass manche Produkte, wie zum Beispiel Leder, Abfallprodukte der Fleischindustrie seien. In Wahrheit werden 40% der weltweiten Schlachtungen nur für die Lederproduktion durchgeführt.

Beliebte tierfreie Alternativen sind zum Beispiel: Baumwolle, Leinen, Sojaseide Viskose oder Hanf.

Du weißt nicht, was du mit ausrangierten Kleidungsstücken machen sollst? Erfahre hier wohin mit Omas Pelz.

Die richtige Kennzeichnung zeigt dir, ob ein Kleidungsstück vegan ist

Leider wirst du zurzeit noch keine extra Kennzeichnungen auf den Kleidungsstücken finden, an denen du erkennst, ob ein Produkt vegan ist oder nicht. Hier hilft nur ein genauer Blick auf das Etikett, das du am Kragen oder auf Höhe der Taille findest. Wenn du dir nicht sicher bist, was die einzelnen Stoffe bedeuten, solltest du beim Personal nachfragen oder dich direkt an den Kundenservice wenden. Was immer hilft: mit dem Smartphone schnell bei einer Suchmaschine nachschlagen.

Hier sind ein paar versteckte Stoffe, die in veganer Kleidung nichts zu suchen haben sollten:

  • Schuhinnensohlen können häufig aus echtem Leder bestehen, auch wenn der restliche Schuh aus Kunstleder besteht.
  • Knöpfe oder ähnliches verstecken manchmal Horn oder Perlmutt.
  • Applikationen oder Patches an Hosen, Jacken, Westen etc. sind sehr häufig aus Leder gemacht.
  • Sind deine Produkte verklebt und nicht vernäht, können auch hier häufig tierische Produkte lauern.

Ein Tipp: Schuhhersteller müssen mit bestimmten Kennzeichnung arbeiten, die dir verraten, ob das Obermaterial, die Laufsohle oder die Futter- und Decksohle aus entweder Leder, beschichtetem Leder, Textil oder Sonstigem besteht.

Lies hier das Interview mit Martin Höfeler von Armedangels. Einem ökologisch und fair produzierenden Modelabel.

Achtung: vegan, öko, bio und fairtrade ist nicht dasselbe!

Viele Modemarken arbeiten mit Labels wie “Öko” oder Fairtrade. Diese Bezeichnungen vermitteln uns ein gutes Gefühl und vergewissern uns, dass diese Kleidungstücke unter sehr viel besseren Bedingungen hergestellt worden sind, als andere. Dennoch bedeuten sie nicht, dass das Produkt auch vegan sein muss. Wer nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt schützen möchte, sollte aber auch auf eine biologische oder ökologische Produktion wert legen.

Es gibt mittlerweile spezielle Onlineshops, die nur vegane und ökologische Mode verkaufen. In vielen deutschen Großstädten wie Hamburg, München oder Berlin gibt es auch richtige Stores.

Beispiele: “avocadostore”, “deargoods” und “avesu”

evidero Logo
Gesundheit und Glück, danach strebt jeder. evidero gibt dir täglich neue Inspirationen, wie du ein bewussteres, gesünderes und glücklicheres Leben führen kannst.