Tipps für die Reisevorbereitung: Gut geplant ist halb verreist – Tipps für einen entspannten, nachhaltigen Urlaub

Der Urlaub sollte eine Zeit der Entspannung und Erholung sein. Damit das auch klappt, sollte man die richtigen Vorbereitungen treffen, damit man weder im Regen sitzt, noch unter Langeweile leidet.
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von evidero Redaktion
Gute Reiseplanung vor dem Urlaub© Jacob Lund – Fotolia.com

Wenn du deine Auszeit wohlüberlegt vorbereitest und die wichtigsten Dinge bereits im Voraus organisierst, kann der Urlaub später in vollen Zügen genossen werden. Wir zeigen, an was alles gedacht werden sollte.

Endlich Urlaub! Nach einer anstrengenden Zeit ist eine Reise genau das richtige, um sich etwas Entspannung zu gönnen. Doch damit die Auszeit auch ausgekostet werden kann, sollte sie gut vorbereitet werden.

Vergessene Tickets, der fehlende Impfschutz oder Ärger beim Geldwechseln sorgen sonst für unnötigen Stress in den wohlverdienten Ferien. Mit ein paar Tipps gelingt es, ohne große Mühe entspannt in den Urlaubstrip zu starten – und das Gewissen dabei reinzuhalten.

Das passende Reiseziel

Du bist einfach urlaubsreif und willst nur mal ein paar Tage einen Tapetenwechsel, um dich zu entspannen oder etwas Neues kennenzulernen? Oder planst du, die Sommermonate mit deinen Liebsten an einem ganz besonderen Ort zu verbringen?

Das individuell passende Urlaubsziel richtet sich nach vielen verschiedenen Kriterien:

  • Reist du alleine oder mit Freunden oder der Familie?
  • Suchst du ein Ziel für einen Wochenendtrip oder für deinen Jahresurlaub?
  • Möchtest du die Ferien aktiv verbringen oder lieber ausspannen?
  • Bleibst du lieber in Europa oder darf es auch die ganze Welt sein?
  • Willst du viel Spaß und Abenteuer oder lieber Kultur und Weiterbildung?

Sind diese grundsätzlichen Fragen geklärt, kannst du dich gezielt auf die Suche nach konkreten Ideen und Inspirationen für dein Reiseziel machen.

Die nachhaltige Reisewahl

Neben Schnäppchen und besonderen Angeboten solltest du jedoch eins nicht vergessen: Eine Reise ist für dich ein besonderer Trip, der entspannen soll und dir neue Erfahrungen bescheren kann. Auf der anderen Seite ist der Tourismus für jede Menge Menschen die Einkommensquelle Nummer 1 – und damit sind nicht die Angestellten im Reisebüro gemeint.

Die vielen Familienväter und alleinerziehenden Mütter, die hinter den Kulissen dafür arbeiten, dass deine Bettwäsche im Hotel makellos weiß und der Frühstückstisch zum passenden Zeitpunkt gedeckt ist, dass der Strand sauber ist und dir Begleitung für alle möglichen Ausflüge zur Verfügung steht – und ganz nebenbei auch dafür, dass ihre Familie etwas zu essen hat.

„Schnäppchen“ werden dort generiert, wo am meisten zu holen ist: Bei den Personalkosten. Also beschäftige dich einmal bewusst mit den Lebensumständen der Angestellten vor Ort und überlege, ob es vielleicht eine nachhaltigere Möglichkeit gibt, am Zielort unterzukommen als in der Bettenburg westlicher Konzerne und ob es nicht möglich ist, vielleicht etwas für die Menschen vor Ort zu tun.

Weitere Überlegungen rühren aus der Umweltbelastung, die das Reisen nun mal mit sich bringt. Gerade Fernflüge sind mit einem enormen CO2 Ausstoß verbunden, die sich über spezielle Agenturen zwar kompensieren lassen, aber nicht vollständig neutralisiert werden können.

Der Ausstoß bleibt schließlich voll von schädlichen Emissionen – die einzige Lösung ist schlussendlich, auch an dieser Stelle bewusster zu konsumieren. Wenn es nach Bali gehen soll, ist das ein tolles Urlaubsziel und sicherlich eine wunderschöne Reise, für eine Woche lässt sich die Umweltbelastung jedoch kaum einwandfrei rechtfertigen.

Bleib lieber etwas länger oder spare sogar auf ein Sabbatical hin, bei dem du dann nicht nur Bali, sondern noch weitere Orte Südostasiens besuchen kannst. Letztendlich muss jeder für sich selbst definieren, wann die Umweltbelastung durch einen Langstreckenflug gerechtfertigt ist, aber ein Bewusstmachen der Bedeutung für die Umwelt kann definitiv nicht schaden – und ehrlich gesagt ist es sowohl an der Nordsee als auch in den Alpen wirklich ebenfalls sehr schön.

Die geeignete Urlaubszeit

Manchmal steht dennoch das Reiseziel bereits fest. Du wolltest schon immer mal die bunte Welt Indiens kennenlernen? Oder eine Wandertour über die Alpen absolvieren? Dann solltest du verschiedene Dinge berücksichtigen und die passende Zeit für deinen ultimativen Trip auswählen.

Gute Reisezeit wählen Schlechtes Wetter kann die Bewegungsfreiheit im Urlaub enorm einschränken. Bei der Planung sollte deshalb die passende Reisezeit berücksichtigt werden. © Alena Ozerova – Fotolia.com

Ein wichtiges Kriterium ist dabei das jeweilige Klima vor Ort. Reisen nach Asien oder Südamerika während der Regenzeit sind ärgerlich, wenn wegen länger anhaltender Schauer die Aktivitäten im Freien stark eingeschränkt sind. Es lohnt sich also, sich im Vorfeld über die Regenzeiten zu informieren, denn sie variieren je nach Region und Kontinent.

Auch große Hitze macht vielen zu schaffen. In wärmeren Gegenden macht es Sinn, die heißen Sommermonate zu meiden und den Trip in die kühlere Frühlings- oder Herbstzeit zu verlagern.

Allerdings muss in manchen Fällen bedacht werden, dass außerhalb der Hauptsaison verschiedene Angebote am Reiseort nicht oder nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Beispielsweise haben bestimmte Restaurants oder Bars dann verkürzte Öffnungszeiten oder die Busse und Bahnen vor Ort fahren seltener.

Wer ganz gezielt Ruhe vor den großen Touristenströmen sucht, sollte die Hauptreisezeit auch im Urlaubsland berücksichtigen. Für einen Kurztrip sind dann ein paar Tage während der Woche ebenfalls besser geeignet.

Die wichtigsten Reisedokumente

Für verschiedene Urlaubsziele sind neben dem Personalausweis oder Reisepass noch weitere Dokumente notwendig. Welche Unterlagen für die Einreise in welches Land notwendig sind, kann auf den Seiten des Auswärtigen Amtes erfahren werden.

Dort finden sich auch Angaben, wie lange die Ausweise noch gültig sein müssen oder wie lange es dauert, einen neuen Pass zu beantragen. Hier gilt es, sich rechtzeitig darüber zu informieren, um kurz vor der Reise auch alle wichtigen Unterlagen beisammen zu haben.

Neben dem Visum oder Ausweis sind noch andere Dokumente für die Reise wichtig:

  • Flug- oder Bahntickets (auf denen übrigens die Emissionen für den Flug verzeichnet sind)
  • Reservierungsbestätigungen für Unterkunft oder Mietwagen
  • Führerschein oder andere Fahrerlaubnis
  • EC- oder Kreditkarten und Reiseschecks
  • Dokumente zur Reisekrankenversicherung und die Versichertenkarte
  • Gegebenenfalls ein internationaler Impfausweis
  • Gegebenenfalls Studentenausweis oder Jugendherbergsausweis

Je nachdem wie du unterwegs bist, ist eine sichere Unterbringung der Dokumente zu überlegen. Im Hotel können die Unterlagen oft in einem Safe deponiert werden. Wenn du als Backpacker mit dem Rucksack verreist, können spezielle Taschen dabei helfen, die Sachen sicher und auch trocken aufzubewahren.

Oft macht es Sinn, sich Kopien anzufertigen und an einem getrennten Platz mitzunehmen. Bei einem Verlust ist es dann einfacher, die Dokumente neu zu beantragen. Für den Notfall sollten auch wichtige Rufnummern oder Adressen von Ansprechpartnern notiert werden.

Die richtige Krankheitsvorsorge

Keiner wünscht sich, im Urlaub krank zu werden oder sich eine Verletzung zuzuziehen. Denn nicht selten kann dies dazu führen, dass die Reise vorzeitig abgebrochen werden muss. Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Trip entsprechend vorzubereiten.

Informiere dich darüber, welche Impfungen für das Urlaubsland vorgeschrieben oder empfohlen werden. Auch hier solltest du frühzeitig handeln, denn manche Impfungen benötigen eine gewisse Zeit, bis der Schutz aktiv ist.

Das Zentrum für Reisemedizin gibt Auskunft über die jeweiligen Vorschriften der Länder und bietet aktuelle Informationen zur gesundheitlichen Lage auch in kritischen Gebieten.

Für bestimmte Reisen macht eine zusätzliche Reisekrankenversicherung Sinn. Vor allem in weiter entfernten Gegenden oder bei einem Abenteuer- und Aktivurlaub verspricht dieser Schutz mehr Sicherheit. Die Versicherungen decken dann Kosten, die von der normalen Krankenversicherung nicht übernommen werden.

Sonnenschutz auf Reisen Eine kleine Reiseapotheke mit Pflastern und Kopfschmerztabletten sollte bei jedem Trip dabei sein. Auch ein geeigneter Sonnenschutz ist wichtig. © benik.at – Fotolia.com

Oft kann ein entsprechender Schutz beim Buchen des Urlaubs beim Veranstalter mit abgeschlossen werden. Wer oft verreist sollte sich über die verschiedenen Angebote schlau machen, denn dann kann mit einer längerfristigen Versicherung oft Geld gespart werden.

Neben dem Impfschutz und der passenden Versicherung kann außerdem eine kleine Reiseapotheke bei den wichtigsten Beschwerden eine erste Linderung verschaffen. Wer ohnehin noch andere Medikamente mit sich führen muss, kann diese in geeigneten Taschen unterbringen. So gibt es beispielsweise spezielle Behältnisse für Insulin, die dafür sorgen, dass das Präparat gekühlt bleibt.

Das passende Gepäck

In der Urlaubszeit möchten viele ihre Zeit gerne nach Lust und Laune verbringen. Um genügend Auswahl zu haben, wandern viele Dinge des alltäglichen Lebens mit in den Koffer. Schließlich soll in den Ferien auf nichts verzichtet werden. Dabei ist es manchmal sinnvoller, im Urlaub bewusst nicht so großen Wert auf zu viel Schnickschnack zu legen.

Je weniger Gepäck du mit dir herumtragen musst, umso leichter wird es. Du kannst dich schneller bewegen und dich ohne den störenden Ballast viel bewusster auf die neue Umgebung einlassen. Du wirst schnell merken, dass du all die Ablenkung im Urlaub gar nicht brauchst.

Wenn du zudem den Platz in deinem Koffer richtig nutzt, kannst du ihn oft auch eine Nummer kleiner wählen. Auch bei der Kleidung ist es möglich, sich auf das nötigste zu reduzieren. Multifunktionelle und vor allem auch bequeme Stücke tun hier gute Dienste. Schließlich bist du im Urlaub.

Die Lieblingsjeans oder ein gemütliches Kleid sorgen dafür, dass du dich rundum wohlfühlen kannst. Wenn dennoch etwas fehlen sollte, musst du nicht in Panik ausbrechen. Vor Ort können die meisten Sachen dann auch nachgekauft werden.

Ob du lieber mit dem Koffer oder einem Rucksack verreist, richtet sich ebenfalls nach der Art der Reise oder auch den individuellen Vorlieben. Manche bevorzugen ein einziges großes Gepäckstück, andere organisieren ihre Habseligkeiten lieber in mehreren kleinen Taschen.

Dabei macht es jedoch Sinn, überall einen Gepäckanhänger anzubringen. Dann kann das Eigentum bei einem Verlust einfacher zugeordnet werden.

Die passende Einstellung – und die Liebe zur Umwelt

Der Weg ist das Ziel! – Mit der passenden Einstellung kann die Reise gleich viel entspannter angegangen werden. Auch mit der besten Vorbereitung und Planung ist keiner vor unvorhergesehenen Situationen gefeit. Staus oder schlechtes Wetter können schnell für schlechte Stimmung sorgen.

Wenn du jedoch mit Gelassenheit auf diese Umstände reagierst, kannst du auch dann noch eine schöne Zeit genießen. Mach dir bewusst, dass diese Reise etwas Besonderes ist und dir so oder so Eindrücke beschert, die nirgendwo anders und durch keinen anderen Menschen erlebt werden können – es ist eine Zeit, die dir keiner mehr nehmen kann.

Achtest du dann noch auf das Zielland und machst dir deine Gedanken zur Nachhaltigkeit, hast du auch gleich noch was gelernt – und kannst entspannt und mit gutem Gewissen die Reise genießen.

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