Harmonie von Atmung und Bewegung beim Ashtanga Yoga: Das steckt hinter der komplexesten Form des Hatha Yoga

Beim anspruchsvollen Ashtanga Yoga verschmilzt deine Atmung mit den Bewegungsabläufen der Übungen. Bei den fließend ineinander übergehenden Positionen dieser komplexen Yogaart konzentrierst du dich ganz auf deinen Körper. Diese dynamische Unterart des Hatha Yoga ist die Basis für viele moderne Yogastile und wird auch von Stars wie Gwyneth Paltrow praktiziert.
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von evidero Redaktion
ashtanga yoga grundlagen© Elena Ray - Fotolia.com

Du beherrschst die Grundlagen des Hatha Yoga und suchst eine neue Herausforderung? Dann könnte Ashtanga Yoga das Richtige für dich sein. Dieser kraftvolle und dynamische Yogastil wird dich sicher erst einmal ordentlich ins Schwitzen bringen. Kein Wunder – bildet das traditionelle Ashtanga Yoga doch unter anderem die Grundlage für das, was heute als Power Yoga praktiziert wird. Doch natürlich kannst du auch als Yoga Anfänger Ashtanga Yoga ausüben, da man es Schritt für Schritt erlernt. 

Ashtanga Yoga: Zusammenspiel von Atem und Körper

Beim Ashtanga Yoga widmest du dich nicht nur einzelnen, statischen Asanas, sondern absolvierst eine festgelegte Abfolge von Übungen. Im Idealfall gehen die Körperhaltungen dabei mit einem dynamischen “Flow” ineinander über. Begleitet werden die Bewegungsabfolgen von Atemübungen, denn ein Ziel des Ashtanga Yogas ist es, Atem und Bewegung zu synchronisieren. Um diesen Einklang zu erreichen, brauchst du viel Disziplin und Konzentration.

Dafür erlaubt dir dieser Yogastil wie kein anderer, dich ganz auf deinen Körper zu konzentrieren. Du erfährst beim Ashtanga Yoga, wo die Grenzen deiner Möglichkeiten liegen, aber auch, wie du diese mit Selbstdisziplin und Einsicht Schritt für Schritt ausweiten kannst.

Ashtanga Yoga besteht aus sechs Übungsserien, die K. Pattabhi Jois, der Gründer dieses Yogastils, vor einem halben Jahrhundert entwickelte. Davon werden heutzutage meist die ersten zwei gelehrt. Eine Serie setzt sich aus verschiedenen Asanas und Atemübungen zusammen. Dabei wird eine Position fünf Atemzüge lang gehalten, bevor sie in die nächste übergeht.

Beim Ashtanga Yoga praktizierst du außerdem die Ujjayi-Atmung, den sogenannten “siegreichen Atem”, bei dem du dich auf deine Kehle konzentrierst und einen rauschend-zischenden Ton erzeugst. Eine von Atemübungen begleitete Ashtanga-Serie steigert sich Schritt für Schritt in ihrer Intensität und Schwierigkeit, bis sie einen Höhepunkt erreicht. Von dort flacht der Spannungsbogen wieder ab, sodass du die Sitzung in tiefer Entspannung beendest. Besonders wichtig beim Ashtanga Yoga sind die Korrekturen von Haltungen und Atem durch einen entsprechend ausgebildeten Yogalehrer.

So entstand die dynamische Yogaart

Beim Ashtanga Yoga handelt es sich um eine alte Tradition, deren historische Ursprünge weitestgehend im Dunkeln liegen. Angeblich wurde dieser Yogastil bereits im legendären Manuskript “Yoga Korunta” beschrieben. Dieser mythische Text soll in Sanskrit auf Palmblättern verfasst worden sein und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts angeblich vom Yogalehrer Tirumalai Krishnamacharya wiederentdeckt. Das Manuskript wurde allerdings zerstört, bevor eine Abschrift erstellt werden konnte.

Die im Yoga Korunta beschriebenen Asanas gab Tirumalai Krishnamacharya jedoch an seinen Schüler K. Pattabhi Jois weiter. Dieser Yogalehrer gilt als Gründer des Ashtanga Yoga, wie wir es heute kennen. Nachdem er im südindischen Mysore das “Ashtanga Yoga Research Institute” gegründet hatte, akzeptierte er 1964 seinen ersten westlichen Schüler. In den frühen 1970ern brachte K. Pattabhi Jois den Stil des Ashtanga Yoga dann auf seinen Reisen über Südamerika und die USA in den Westen. In den 1990ern erhielt Ashtanga Yoga einen weiteren Popularitätsschub und wurde in verschiedene Richtungen weiterentwickelt – auch Stars wie Madonna, Gwyneth Paltrow oder Sting praktizieren seitdem diese anspruchsvolle Yogaart.

So wirkt Ashtanga Yoga auf deine Gesundheit

Wichtig ist, dass du dich beim Ashtanga Yoga nicht überforderst. Zu schnell und zu intensiv ausgeführte Übungen können deinem Körper schaden, es kann zu Muskelkater, Überdehnungen oder sogar Schädigungen von Rücken oder Nacken kommen. Richtig und unter sorgsamer Anleitung ausgeübt, wirkt sich der dynamische Yogastil jedoch sehr förderlich auf deine Gesundheit aus.

Durch Ashtanga Yoga wird besonders deine Körpermitte gestärkt. Außerdem wirkt sich diese Yogaart auf die Festigung des Beckenbodens aus, aber auch das Bindegewebe wird durch die Übungen fester. Du erlangst ein besseres Körpergefühl und stärkst deine Konzentration. Manche Menschen, die diese Yogaart praktizieren, berichten auch von einer besseren Haltung durch eine aufgerichtete Wirbelsäule. Die Atemübungen, die zum Ashtanga Yoga gehören, sind besonders für Sportler vorteilhaft, denn du lernst, deine Atemkapazität voll auszuschöpfen. Deine gestärkte Kondition kann zudem für viele Ausdauersportarten von Vorteil sein.

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