Kreativer Kindertanz: Kinder lieben Musik und Bewegung

Tanzen berührt wichtige Seiten der kindlichen Persönlichkeit - die Gefühlswelt und den Intellekt.
Manjulali - Malati Berlin
von Manjulali
Kindertanz - Sport mit Kindern© oksix - Fotolia.com

Kinder verspüren den Drang, sich den ganzen Tag lang zu bewegen. Durch Hüpfen, Springen, Drehen, Krabbeln und Kriechen entdecken sie, ihre Körper bewusst zu bewegen. In einem Tanzkurs können die Kinder Erfahrungen im Umgang mit ihrem Körper, anderen Kindern und den Gegenständen in ihrer Umgebung sammeln. Dabei wird gesungen, es werden Tiere nachgeahmt oder einfach nur gelacht. Genau dieses Experimentieren macht Spaß und fördert die Fantasie und das Selbstvertrauen der Kinder.

Tanzen fördert Kreativität und Gemeinschaftssinn

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Auf musikalische, bildhafte, spielerische und fantasievolle Art werden die Kinder durch altersgerechtes Körpertraining, Tanzkombinationen, rhythmische Spiele und Improvisationen an die Grundlagen des Tanzes herangeführt.

Kinder haben von Natur aus eine gesunde Körperhaltung, die wir erhalten möchten. Das Selbstvertrauen, das Einfügen in eine Gruppe (Gemeinschaftssinn/Gruppendynamik) und die Kreativität der Kinder werden geweckt und gefördert. Auf abwechslungsreiche Weise wird getanzt, improvisiert, sich frei bewegt, es werden Ausdrucksformen ausprobiert, Rhythmen erlebt und gemeinschaftlich kleine Tänze entwickelt. Lieder, Geschichten, Bilder und Materialien (Tücher, Bänder, Kissen, Bälle) können dies sehr gut unterstützen.

Tanzübungen für die eigene Körperwahrnehmung

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Dem jeweiligen Alter der Kinder entsprechend werden Tänze erarbeitet – von kurzen Tänzchen bis hin zu konzentrierten Choreographien. So können die Kinder mit den erarbeiteten Schrittmaterialien ihre selbst erfunden Bewegungen ausprobieren, erleben und vorführen. Tanzen berührt wichtige Seiten der kindlichen Persönlichkeit – die Gefühlswelt und der Intellekt werden angesprochen, das Selbstbewusstsein und die Handlungsfähigkeit in der Gemeinschaft. In den Kursen sollte auf die Verbindung von Musik und Bewegung sowie auf die Entwicklung der eigenen Fantasie und Kreativität großer Wert gelegt werden.

Tanzübungen für die Körperhaltung, Musikalität, Koordination, Raumgefühl und Körperwahrnehmung werden in spielerische Übungen und Geschichten verpackt. Dadurch können sich die Kinder frei entfalten, experimentieren und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Lies hier nach, wie genau Bewegung und Musik die Intelligenz deines Kindes fördern kann

Tanzen fördert die Freude an der Bewegung

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Das Ziel einer Tanzstunde ist in erster Linie die Vermittlung von „Freude an der Bewegung“.

Kinder benötigen nicht einmal Musik, um zu tanzen – kaum sitzen sie mit den anderen Kindern und der Tanzlehrerin zusammen, haben sie schon Feuer unter dem Popo und möchten gleich lostanzen. So tanzen wir auf dem Mond völlig schwerelos, lassen Blumen und Tiere lebendig werden, musizieren unsere eigene Tanzmusik, holen die Sterne vom Himmel, machen Fingerspiele und gönnen uns von Zeit zu Zeit entspannende Mond-Massagen.

Manjulali von MALATI® gestaltet ihren Unterricht meist so:

  • Begrüßungskreis
  • ein Tanz zum Ankommen (verschiedene Themen)
  • Tanztechnik
  • Bewegungsabläufe
  • Improvisationstänze
  • je nach Alter der Kinder: Erarbeiten einer Choreographie
  • Abschlusskreis / Entspannungsübungen

Auch die ganz kleinen können tanzen – Eltern-Kind-Zeit

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Um einem Mangel an Bewegung entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, mit Kindern ab zwei Jahren einen Eltern-Kind-Bewegungskurs zu besuchen. Hier können sich die Kinder gemeinsam mit einer Bezugsperson (Mama, Papa, Oma, Opa, Tante, Onkel) ausprobieren, toben und entdecken. Dieser Kurs stärkt zusätzlich die Bindung zum Kind und vermittelt die „Freude an der Bewegung“.

Das Dabeisein der Bezugsperson ist wichtig, denn es hilft dem Kind bei der Bewältigung der Aufgaben. Die Bezugsperson ist ein Vorbild, indem sie alle Übungen mitmacht und das Kind psychisch und physisch unterstützt. Die Kinder im Alter von 2-3 Jahren lernen erst einmal ihren Körper kennen: Was kann ich mit meinen Armen, Beinen oder Händen machen? Schnelle und langsame Bewegungen? Kann ich schon auf einem Bein hüpfen, rückwärts krabbeln oder mich wie ein Kreisel unentwegt drehen?

Bei den 3-4 Jährigen kommen zu dieser Erforschung kleine Fantasietänze, wie zum Beispiel Besuche im Zoo, erweiterte Stopp-Tänze, leichte und spielerische Übungen der Tanztechnik, aber auch Bewegungsparcours, die in den Kurs integriert werden.

Die 5-7 Jährigen erlernen bereits richtige Tanztechniken, komplexere Tanzchoreographien und Raumwege. Über mehrere Wochen wird ein Thema erarbeitet und sie lieben es, eigene Geschichten zu erzählen und vorzuführen.

Kinder im Alter von 7-10 Jahren entwickeln ihre Vorlieben, das heißt, sie entscheiden selbst, welche Tanzrichtung sie bevorzugen. Ob sie nun Gesellschafts- bzw. Standardtanz, Hip Hop, Ballett oder orientalischen Tanz lernen möchten. Bei den älteren Kindern vertanzen wir auch unsere Gefühle, um sie besser kennenzulernen und zu verarbeiten.

Beispiel einer Tanzstunde mit Kindern

Thema – Traurigkeit

  • Was ist das?
  • Wie fühlt es sich an?
  • Welche Farbe ist das wohl?
  • Ist es leicht oder schwer?
  • Lache oder weine ich dabei?
  • Tanze ich schnell oder langsam?
  • Springe ich wild herum oder tanze ich ruhiger und vorwiegend am Boden?
  • Was hilft bei Traurigkeit?
  • Wie vergeht die Traurigkeit wieder?
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Alltagsgegenstände wie Löffel, Spielzeuge, Bilder, aber auch Geschichten, Reime und Töne von Instrumenten bieten vielfältige Bewegungsanregungen. So können zum Beispiel folgende

Materialien Abwechslung in die Tanzstunden bringen:

  • Luftballons: Beweglichkeit, Koordination
  • Seile: Gleichgewicht, Kraft
  • Schwungtuch: Gruppendynamik, Reaktionsfähigkeit
  • Tierbilder: Kreativität, Raumwahrnehmung, Ausdauer

Die Füße sind das Fundament – beim Tanzen und für die Körperentwicklung

Um unseren Schützlingen eine gesunde Körperentwicklung zu ermöglichen, sollte darauf geachtet werden, die Kinder nach Möglichkeit barfuß tanzen zu lassen. Dies stärkt die Fußmuskulatur und beeinflusst so positiv die gesamte körperliche Entwicklung und kann späteren Schäden am Bewegungsapparat vorbeugen. Die Füße sind das Fundament unserer Kinder und sollen sie ein Leben lang tragen.

Einige Familien möchten mit ihren Kindern nur in den Wintermonaten an Bewegungskursen teilnehmen, um die dunklen und kalten Nachmittage zu überbrücken. Da kam Manjulali von MALATI® auf eine Idee: Im Sommer tanzen wir im Park! Im Sommer bei wärmeren Temperaturen geht’s raus an die frische Luft ins Grüne. Das ist eine sehr schöne Abwechslung für die Kinder und die Eltern haben die Möglichkeit während des Kurses ein wenig an der frischen Luft zu entspannen.

Manjulali - Malati Berlin
Expertin: Manjulali
Manjulali ist Tänzerin, Choreographin und Tanzlehrerin für Bollywood & Oriental Dance.

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