Sich verzeihen lernen: 5 Schritte, um die Vergangenheit hinter dir zu lassen

Wenn du unzufrieden mit dir bist, lerne mit diesen 5 Schritten, dir selbst deine Fehler zu verzeihen, damit du die Vergangenheit hinter dir lassen kannst.
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von evidero Redaktion
Foto: © olly - Fotolia.com

Selbstfürsorge und Selbstliebe sind wichtig für unser Wohlbefinden, denn Glück kommt nur von innen. Häufig hadern wir jedoch mit uns selbst, bereuen Vergangenes oder trauern Menschen oder Situationen nach. Wir müssen lernen, uns selbst zu verzeihen und die Vergangenheit loszulassen, um in die Zukunft gehen zu können.

1. Um sich zu verzeihen, muss man akzeptieren, dass die Vergangenheit nicht zu ändern ist

Das klingt erst einmal banal, aber allzu häufig scheitern wir genau an diesem Punkt, deswegen nennen wir ihn auch als erstes. Um Verzeihen zu lernen, musst du akzeptieren, dass du die Vergangenheit nicht ändern kannst. Was vergangen ist, ist vorbei. Du kannst es nicht mehr ändern, es gibt keinen “Reload” Button und keinen alten Speicherstand, den du laden kannst. Das zu akzeptieren ist nicht immer einfach, denn häufig hängt man in Grübeleien fest “Wenn ich doch nur” oder “Hätte ich nicht…”. Diese Gedankenspiralen führen niemals zu einem Ergebnis und blockieren uns dabei, nach vorne blicken zu können.

Wenn du lernst, das zu akzeptieren, ist der erste Schritt schon getan.

2. Verzeihen lernen: Erinnere dich, dass du eine Entscheidung nicht absichtlich falsch getroffen hast

Wenn du eine Entscheidung triffst, glaubst du in diesem Moment, dass es die richtige ist, oder? Rufe dir das in Erinnerung, wenn du an einen Punkt kommst, an dem du eine Entscheidung bereust. Mit deinem damals zur Verfügung stehenden Wissen hast du wahrscheinlich nach bestem Gewissen entschieden, vielleicht warst du aber auch nicht ganz bei der Sache oder hast dir nicht bewusst gemacht, welche Konsequenzen deine Entscheidung haben kann.

Strafe dich jedoch nicht dafür, sondern überlege stattdessen, wie du das beste aus dem machen kannst, was jetzt im Augenblick wichtig ist. Du kannst dir auch eine Liste machen, auf die du alle Entscheidungen oder Handlungen schreibst, die du jetzt – mit deinem neuen Wissen und Bewusstsein – anders machen würdest. Rufe dir in Erinnerung, warum du dich so entschieden hast. Wenn du feststellst, dass du mit diesen Entscheidungen nicht ins Reine kommen kannst, gehe weiter zu Schritt 3.

3. Finde deine moralischen Werte heraus, um dir selbst zu verzeihen

Häufig, wenn wir Dinge im Nachhinein bereuen oder gerne rückgängig machen würden, liegt dies daran, dass unsere Werte sich verändert haben. Oder wir feststellen müssen, dass unsere Entscheidung auch mit unseren damaligen Werten gar nicht übereinstimmten. Mach mal eine Bestandsaufnahme, was eigentlich wichtige Werte für dich sind. Nicht zu lügen? Geduldig zu sein? Jemand zu sein, auf den man sich verlassen kann? Erst, wenn du deine Werte identifiziert hast, wirst du verstehen, warum manche Taten Schuldgefühle in dir hervorrufen.

4. Bitte um Verzeihung, damit dir vergeben werden kann

Wenn du etwas bereust, in das andere Menschen involviert waren, kann es sein, dass du ihre Vergebung brauchst, bevor du selbst dir verzeihen kannst. Häufig sind dies die Punkte, die uns am meisten belasten. Wenn es ein Thema gibt, dass wieder und wieder in dir hochkommt, könnte es ein solches sein. Es braucht Mut, jemanden um Verzeihung zu bitten, vor allem, wenn das fragliche Ereignis vielleicht schon viele Jahre zurückliegt. Doch nur dann wirst du frei sein können, den wunden Punkt hinter dir zu lassen.

5. Lasse dir Vergangenheit hinter dir und blicke in die Zukunft

Wenn du deine moralischen Werte kennst und dich für alles entschuldigt hast, das einer Entschuldigung bedurfte, kannst du wieder nach vorne blicken. Versuche, dir deiner Werte bei wichtigen Entscheidungen bewusst zu werden und dich auch in Streitsituationen daran zu erinnern. Wenn du Eigenschaften hast, die häufig Konflikte mit anderen Menschen hervorrufen, die dir hinterher leid tun, dann versuche, sie abzulegen.

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