Die Rote Rübe bekannt als Rote Bete: So wirkt der Detox Klassiker Rote Bete

Das häufig unterschätzte Gemüse Rote Bete ist sehr gesund für den Körper und kann vor allem sehr gut dabei helfen, den Körper bei seinen natürlichen Entgiftungsprozessen zu unterstützen.
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von evidero Redaktion
Rote Bete ist gesund© olllinka2 - Fotolia.com

Leider erscheint dieses gesunde Gemüse nicht so oft auf dem Speiseplan, wie es sollte, weil die kulinarische Zubereitung zum Verzehr eine längere Vorbereitung erfordert. In Polen, Russland und Dänemark gehört sie jedoch zu den bevorzugten Gemüsesorten, man denke nur an die Suppe namens Borschtsch.

Wie kann man Rote Bete verarbeiten?

Rote Bete gehört wie die zahlreichen Kohlsorten zur Gattung der Kreuzblütler und ist somit ein zweijähriges Gemüse, das heißt, sie bildet erst im zweiten Jahr reichlich Blüten und Samen. Ursprünglich verarbeitete man nur die Blätter zu Salaten oder wie Spinat, aber durch Zucht verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf die Knolle. Übrigens sollte man auch heute die Blätter nicht achtlos wegwerfen, sondern kann sie wie früher im Salat verwenden oder auch in einem grünen Smoothie vermixen.

Rote Bete für den Zellschutz

Auffallend ist die tiefrote Farbe, was die Knolle als Träger des Pflanzenfarbstoffes Beta-Karotin ausweist. Beta-Karotin oder Provitamin A hat antioxidative Eigenschaften, fängt somit freie Radikale ab und schützt die Zellen vor Schädigung durch Oxidation. Zellschädigungen können die Entstehungsursache von Krebs sein, woraus zu folgern ist, dass auch dieses Gemüse hilft dem Krebs vorzubeugen.

Gesunde Wirkstoffe in der Roten Bete

Die Knollenfrucht der Rote Bete enthält Betain, eine Stickstoffverbindung, die im Organismus als Spender von einfachen Kohlenwasserstoffbausteinen – Methylgruppen – der Arteriosklerose und ihren Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und Herzinfarkt vorbeugt. Die biochemischen Reaktionsmechanismen führen im Körper zur Synthese von Kreatin, Lecithin und Carnitin.

  • Kreatin wird für die Muskelkontraktion benötigt, für den Aufbau der Gehirn- und Nervenzellen und zur Stärkung der Fortpflanzung.
  • Lecithin ist unverzichtbar für den Fettstoffwechsel und den Aufbau der Zellwände als Biomembranen, die für das biochemische Gleichgewicht zwischen Zellinhalt und dem Blut maßgebend sind.
  • Carnitin ist von Bedeutung für den Energiestoffwechsel und wird im Körper in Zusammenwirken mit Betain aus Methionin aufgebaut, das mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden muss. Carnitin ist der Fettverbrenner im Körper und besonders wirksam in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung.
  • Betain, das man aus der Roten Bete gewinnen kann, hat bei hochtrainierten Radsportlern in einer sportwissenschaftlichen Studie bei einer Aufnahme von 2,5g/Tag zu einer Leistungssteigerung von 3,3 % geführt.

Die Rote Bete ist ein gesundes Gemüse mit wenig Kalorien

Rote Bete hat fast keine Kalorien, sodass sie eine geeignete Zutat in der pflanzlichen Ernährung ist. Sie ist jedoch eine Quelle von Vitaminen E und C. An Mineralstoffen enthält sie Eisen, Kalium, Zink, Kupfer, Kalzium, Iod, Magnesium. Es gibt Hinweise, dass diese Elemente die Qualität der menschlichen Haut, der Haare und der Nägel verbessern.

Der hohe Anteil an Folsäure und Ballaststoffen trägt zur Qualität der Verdauung bei. Rote Bete regeneriert den Körper im Allgemeinen und senkt den Cholesterinspiegel.

Wie bei den meisten Gemüsesorten gilt auch hier, dass eine Rohkostzubereitung oder frisch gepresster Saft, mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält, als wenn die Rote Bete gekocht oder gedünstet wird.

Heilmittel mit Vergangenheit – Die rote Rübe

Schon in China wurden Pflanzenteile der Rote Bete als Heilmittel eingesetzt und auch in der Antike war sie Griechen und Römern bekannt. Jedoch nutzte man in dieser Zeit nur Aufgüsse oder Extrakte der Blätter (Kräuterheilkunde). Die uns heute geläufige Knolle war erst im 13. Jahrhundert ein Ergebnis der Zucht.

Das Wissen der Vergangenheit war im Mittelalter weitgehend verloren gegangen. Jedoch preist Paracelsus 1540 die Knolle der Rote Bete als Heilmittel bei Blutkrankheiten und zur Erhöhung der Abwehrkräfte.

Aber erst mit der modernen Biochemie konnte man die Wirkstoffe isolieren, charakterisieren und ihre Wirkungen auf den Organismus nachweisen.

Tipps für den Hobbygärtner: Rote Bete richtig anpflanzen

Der Anbau von Rote Bete erfordert keine speziellen Kenntnisse. Sie ist resistent gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Man sollte wissen, dass sie keine direkte Düngung duldet. Die Anpflanzung empfiehlt sich daher erst nach einem vorherigen Anbau einer anderen Nutzpflanze, am besten Bohnen. In mageren Böden wird Kompost verwendet.

Sie ist nicht anspruchsvoll, aber steinige, trockene und saure Böden mag sie nicht. Vor dem Einpflanzen sollten die Samen für 24 Stunden in Wasser eingeweicht werden oder direkt in den sehr feuchten Boden gesät werden. Gesät wird in die Reihen 25 bis 30 cm voneinander entfernt.

Die Aussaat wird bis zu einer Tiefe von zwei bis drei cm durchgeführt. Die Samen beginnen nach 10 bis 14 Tagen zu keimen, und wenn sie ein bis zwei Blätter haben, werden sie auf einen Abstand von acht bis zehn cm pikiert.

Vernachlässigt man die Ausdünnung, werden die Rüben nicht genügend Platz für ihre Entwicklung haben, und bleiben klein und deformiert. Wenn die kleinen Pflanzen schwach oder blass sind, werden sie mit Ammoniumnitrat gedüngt.

Rote Bete ist lagerfähig

Vor der Lagerung entfernt man die großen Blätter und belässt nur wenige kleine im Herz. Rote Bete sollte über den Winter an einem dunklen Ort bei einer Temperatur von etwa 4 ° C gelagert werden. Bis Frühjahr verblasst sie ein wenig, ihre Qualität bleibt unverändert.

evidero-Rezept: Eisen-Power-Smoothie mit Rote Bete

  • 1 Rote Bete + Blätter
  • 100 g gefrorene Himbeeren
  • 1/2 Banane
  • 1/4 Avocado
  • 200 ml Mandelmilch oder Wasser
  • 1 EL Kürbiskerne
  • 1 Dattel
  • Saft einer halben Zitrone
  1. Rote Bete und Blätter gut waschen. (Das Schälen ist optional und hängt von der Leistung des Mixers ab.)
  2. Banane und Avocado schälen.
  3. Alle Zutaten in einen Hochleistungsmixer geben und cremig mixen. Sofort servieren!

 

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