Die Weisheit eines Yogi - Teil 2: Wie dir Yoga zu einem Leben in Balance und Freude verhilft

Der Yogameister Sadhguru zeigt uns, wie einfach und lebensnah Erleuchtung sein kann.
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von evidero Redaktion
Sadhguru: Auszug aus dem neuen BuchAlle Bilder © Isha Foundation

Yoga ist ein Mittel, die vitalen Energien so zu nutzen und zu aktivieren, dass Körper und Geist mit ihrer optimalen Kapazität funktionieren. Es ist ein Instrument, um innere Situationen genauso zu erschaffen, wie du sie willst. Durch die Neuentdeckung der uralten Wissenschaft des Yoga für das eigene Leben kann somit jeder Einzelne zum Architekten seines inneren und äußeren Lebens werden. Diesen Weg erklärt Yoga-Meister Sadhguru mit leicht umsetzbaren Beispielen aus der Praxis, klaren Erläuterungen der Grundgedanken des Yoga und spannenden Berichten von seinem persönlichen Lebensweg und dem anderer bedeutender Yogis.

Heute veröffentlichen wir bei evidero den zweiten Teil unserer exklusiven Preview auf das neue Buch von “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”. Weitere exklusive Leseproben im ersten Teil und am 23. September, nur bei evidero.de!

Athayoganusasanam – Und jetzt: Yoga!

Die Yoga-Sutras von Patanjali, die zu den tiefgründigsten Schriften über die yogischen Wissenschaften gehören, beginnen mit einer merkwürdigen Zeile: »Und jetzt: Yoga.«

Ein großartiger Text über das Leben beginnt mit einem unvollständigen Satz! Wieso? – Weil du im Yoga nur dann ankommst, wenn du erkennst, dass du dich im Grunde nach dem Grenzenlosen sehnst und dass absolut nichts anderes dich zufriedenstellen wird.

Jeder Mensch lebt in einem beständigen Zustand des Mangels. Egal, wer du bist und was du erreicht hast, du willst trotzdem ein bisschen mehr als das, was du gerade in Händen hältst. Das ist ein menschliches Bedürfnis. Aber das elementare Bedürfnis jedes Menschen ist grenzenlose Ausdehnung.

Yoga ist der bewusste Ausdruck unserer Sehnsucht nach Ausdehnung und Freiheit

Die meisten Menschen sind sich der Natur ihrer Sehnsucht nicht bewusst. Wenn diese einen unbewussten Ausdruck annimmt, sprechen wir von Gier, Bestreben, Ehrgeiz. Findet unsere Sehnsucht hingegen einen bewussten Ausdruck, nennen wir das Yoga.

Falls du immer noch meinst, alles werde sich zum Besten wenden, sobald du eine neue Partnerin oder einen neuen Partner findest, eine Gehaltserhöhung bekommst, ein neues Haus oder Auto kaufst, dann ist die Zeit für Yogafür dich noch nicht gekommen. Wenn du all dies und Weiteres jedoch ausprobiert hast und eindeutig weißt, dass nichts davon je genug sein wird – dann bist du bereit.

Und daher jetzt: Yoga.

Sadhana – Übung

Alle deine materiellen Errungenschaften haben nur im Vergleich mit Leuten, die weniger besitzen, einen Wert. Die Freude darüber entsteht also aus dem Mangel anderer Menschen. Kann man so etwas wirklich Freude nennen? Ist das in Wirklichkeit nicht eine Art Krankheit? Es ist an der Zeit, dass wir uns alle damit beschäftigen. Wenn du alleine auf der Erde wärst, was würdest du dir dann wünschen? Stelle dir diese Frage und sieh, wohin sie dich führt.

Versuche einmal, fünf Minuten alleine dazusitzen und zu überlegen, wie dein Leben aussehen würde, wenn du ganz alleine auf der Welt wärst. Wenn es niemanden und nichts gäbe, mit dem du dich vergleichen kannst, wonach würdest du dich wirklich sehnen? Was wäre dir wirklich wichtig, wenn es keine von außen kommende Wertschätzung und Kritik gäbe? Wenn du das jeden Tag tust, wirst du in Einklang mit den Sehnsüchten des Lebens kommen, das du bist, statt dich mit dem angesammelten karmischen Durcheinander zu identifizieren, für das du dich hältst.

Yoga ist nicht nur Asana und Meditation

Was genau ist Yoga eigentlich? Wenn du vor deinem inneren Auge davon ein Bild entstehen lässt, ist das wahrscheinlich eines, auf dem ein Körper zu unmöglichen Haltungen verdreht ist. Muskeln verknoten, bis die Knochen krachen – das verstehen viele unter Yoga!

Inzwischen wandelt sich dieser Trend teilweise, und in vielen Yogastudios werden auch Atemtechniken und Meditationsmethoden unterrichtet. Manche Leute haben deshalb vielleicht ein Bild von Yoga vor Augen, auf dem Menschen mit perfektem Körper und gelassen lächelndem Gesicht mühelos im Lotossitz dahocken.

Yoga ist Wissenschaft von einem Leben in Einklang

Nichts von alledem ist jedoch gemeint, wenn wir von der Wissenschaft des Yoga sprechen.

Yoga ist keine Praxis. Es ist auch keine Übung und keine Technik. Die im öffentlichen Bewusstsein kursierenden Vorstellungen beziehen sich auf eine trivialisierte Form von Yoga, die heute die ganze Welt erobert hat. Das ist ein Zerrbild jener großen, ausgesprochen tiefgründigen Wissenschaft, die auf dem indischen Subkontinent entstanden ist.

Die Wissenschaft des Yoga ist ganz schlicht die Wissenschaft, in absoluter Harmonie und vollständiger Übereinstimmung mit dem Leben zu sein.

Yoga ist ein Selbsthilfewerkzeug zum Glück

Die vielen Wandlungen der Außenwelt wirken sich auf jeden von uns aus. Yoga hingegen ist die Wissenschaft, innere Zustände genau so zu erschaffen, wie wir sie haben wollen. Wenn du dich innerlich so fein abstimmst, dass alles in dir harmonisch ausgewogen abläuft, werden auf natürliche Weise deine besten Fähigkeiten aus dir herausströmen.

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass du besser funktionierst, wenn du glücklich bist. Dann scheinst du über ein endloses Reservoir an Energien zu verfügen. Du kannst immer weitermachen, sogar ohne zu essen oder zu schlafen. Schon ein bisschen Glück befreit dich von deinem üblichen Mangel an Energie und Leistungsfähigkeit.

Wenn Körper und Geist in einem entspannten Zustand sind, ist man außerdem frei von quälenden Beschwerden. Nehmen wir an, du sitzt mit Kopfschmerzen bei der Arbeit. Das ist keine schlimme Krankheit, aber schon das Pochen im Kopf kann nicht nur deine Arbeitskraft erheblich beeinträchtigen, sondern generell deinen Enthusiasmus für deinen Job – und vielleicht sogar für das Leben selbst.

Ein simpler Kopfschmerz kann etwas, woran dir sehr viel liegt, in eine Quelle von Verdruss oder gar Qual verwandeln. (Übrigens gilt das auch umgekehrt. Wenn dir nahestehende Menschen sich über dich ärgern, schützen sie gern Kopfschmerzen vor!) Durch die Praxis des Yoga können Körper und Geist jedoch ihre größtmögliche Leistungsfähigkeit behalten.

Dennoch ist Yoga nicht nur ein Selbsthilfewerkzeug, um eine größere mentale und körperliche Effizienz zu erreichen, oder ein Mittel gegen Kopfschmerzen. Er ist all dies und noch viel mehr.

Sadhguru mit Basketball

Sadhguru Jaggi Vasudev ist für unzählige Menschen ein leuchtendes Vorbild. Er ist ein international anerkannter Vordenker und Vermittler eines ganzheitlichen und spirituellen Bewusstseins.

Er trat als Redner bei den Vereinten Nationen, dem Weltwirtschaftsforum und dem MIT auf und sprach vor dem House of Lords.

Viele bekannte Lehrer wie Deepak Chopra sind von ihm beeinflußt worden. Sadhguru ist Gründer der Isha-Stiftung zur Verbreitung eines modernen Yoga mit zahlreichen Praxiszentren weltweit.

„Guru bedeutet wörtlich: „der die Dunkelheit zerstört“. Ein Sadhguru ist jemand, der die universelle Wahrheit (Sat) verkörpert. Es ist jemand, der die Tür für dich öffnet, eine Tür zu echter Selbsttransformation.“ (Sadhguru)

Yoga ist Transfer von Energie

Die moderne Wissenschaft sagt uns, alles Leben sei nur Energie, die sich auf unterschiedliche Weise und in verschiedenen Formen manifestiere. Das bedeutet, dass dieselbe Energie, die jetzt als Felsen dasteht, auch in Form von Schlamm daliegen, sich als Baum erheben und als Hund durch die Gegend laufen kann – falls sie nicht dieses Buch liest, wie du es gerade tust.

Im Grunde sind wir also kleine Energieportionen, die Teil des wesentlich größeren Energiesystems des Universums sind. Der Kosmos ist nichts als ein großer Organismus, von dem unser Leben nicht unabhängig ist. Ohne die Welt, die uns umgibt, können wir nicht leben, weil wir in jedem Augenblick in einem tiefgreifenden Austausch mit ihr stehen.

Obwohl alles im Universum dieselbe Energie darstellt, drückt diese sich auf unterschiedlichen Ebenen aus. In der einen Pflanze entstehen durch sie Rosen, in einer anderen Jasminblüten. Mit demselben Material, aus dem man früher Tontöpfe angefertigt hat, stellen wir heute Computer, Autos und sogar Raumschiffe her!

Es ist dasselbe Material, das wir für immer höher entwickelte Möglichkeiten zu nutzen gelernt haben. Im Prinzip ist die Evolution in der Natur ein ähnliches Phänomen – was für eine unglaubliche Reise hat der Stoff des Planeten von der Amöbe bis zum Menschen hinter sich!

Dasselbe gilt für unsere inneren Energien. Yoga ist die Technik, diese Energien so zu aktivieren und zu sublimieren, dass sie die größten Möglichkeiten bieten. Mit einem Mal erreichen unsere Fähigkeiten dadurch eine Ebene, die wir nie für möglich gehalten hätten. Ein zufälliges, eingeschränktes Leben wird beinahe zu einem Wunder.

Gewinnspiel:

Du möchtest mehr über Sadhguru erfahren? Dann melde dich bei unserem Newsletter an und nimmt am Gewinnspiel teil: Wir verlosen 5 mal “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”!

Schicke uns bis zum 30. September die richtige Antwort und sende sie per Email an gewinnspiele@evidero.de

Was bedeutet Sadhguru?

a) Der die Dunkelheit zerstört
b) Der die universelle Wahrheit verkörpert
c) Der Begriff für den indischen Lehrer

Unser Tipp: Die Antwort findest du im Text.

Yoga ist die Erfahrung von absoluter Einheit

Yoga erfüllt jedoch eine noch weiter reichende Funktion, als für das Wohlbefinden auf den Ebenen von Körper, Geist und Energie zu sorgen. Wortwörtlich bedeutet Yoga »Verei- nigung«. Wenn wir in Yoga sind, heißt das, dass alles in unserer Erfahrung eins geworden ist. Das ist die Essenz dieser Wissenschaft und zugleich ihr tiefstes Ziel.

Worin besteht diese Einheit? Was vereinigt sich womit?

Im Augenblick nimmst du jemanden wahr, den du »ich« nennst, und jemanden, den du »den anderen« nennst. Dieses »Ich« kann auf Gruppen bis hin zu Nationen ausgedehnt werden, aber im Grunde stellt die Unterscheidung zwischen »mir« und »den anderen« die Basis des Konflikts im Universum dar.

Der ganze Zweck von Yoga ist es, uns zu einer Erfahrung zu führen, in der es in diesem Augenblick kein »Du« und »Ich« mehr gibt. Alles ist ich – oder alles ist du! Jeder Prozess, der uns dabei hilft, diese Einheit zu erreichen, ist Yoga.

Willst du weitere Auszüge und Übungen aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi” kennenlernen? – In unserem ersten Teil und am 23. September veröffentlichen wir bei evidero zwei weitere exklusive Leseproben.

Yoga ist ein wissenschaftliches Experiment mit der Wahrheit

Wie kann diese Einheit nun bewerkstelligt werden? – Es gibt mehrere Möglichkeiten. Fangen wir am Anfang an, und zwar bei unseren Vorstellungen davon, was ein Individuum darstellt. Wenn ich dir irgendetwas erzähle, was du noch nicht weißt, hast du die Wahl, mir entweder zu glauben oder nicht. So oder so hast du damit nur deinen Annahmen eine konkrete Form gegeben, mit positivem oder negativem Ergebnis, was lediglich deine Fantasie beflügelt.

Der gesamte Prozess des Yoga zielt jedoch darauf ab, dich Schritt für Schritt und Stufe für Stufe vom Bekannten zum Unbekannten zu führen. Das ist eine ganz und gar empirische Wissenschaft, die von dir nicht verlangt, irgendetwas auf Treu und Glauben anzunehmen. Vielmehr verlangt sie von dir, auf jedem Schritt des Weges zu experimentieren.

Der Yoga Körper – dein wahres Selbst

Werfen wir also zuerst einen Blick darauf, was du unter dem Begriff »ich« verstehst. Momentan läuft dein Verständnis darauf hinaus, dass dieses »Ich« aus deinem Körper, deinem Geist (in Form von Gedanken und Emotionen) und deinen Energien besteht.

Falls du deine Energien jetzt nicht wahrnehmen solltest, kannst du zumindest auf ihre Existenz schließen, denn wenn dein Körper und Geist so funktionieren, wie sie es tun, muss es irgendeine Energie geben, die als Antrieb wirkt. Diese drei Realitäten – Körper, Geist, Energie – sind etwas, was du kennst und womit du umgehen kannst.

Im Yoga heißt es, wir würden aus fünf »Hüllen«, Schichten oder – einfacher ausgedrückt – Körpern bestehen. Wie es eine medizinische Physiologie gibt, so gibt es auch eine yogische. Sie führt uns von den gröbsten zu den feinsten Ebenen der Realität. Ob du daran glauben musst? Nein. Aber es ist ein nützlicher Ausgangspunkt für unsere Erkundung. Der Bereich, in dem du an dir arbeitest, bezieht allerdings nur die Realitäten ein, deren du dir bewusst bist.

Yoga Hülle Annamaya Kosha – Unser Nahrungskörper

Die erste Hülle oder Schicht, auf die Yoga uns aufmerksam macht, ist der physische Körper, der Annamaya Kosha, wörtlich »Nahrungskörper«. Was du momentan als »Körper« bezeichnest, ist eigentlich nur eine Ansammlung von Nahrung, das heißt, das Produkt aller Nährstoffe, die du im Laufe der Jahre zu dir genommen hast. Daher stammt die Bezeichnung.

Yoga Hülle Manomaya Kosha – unser geistiger Körper

Die zweite Schicht ist der Manomaya Kosha, der geistige Körper. In der Medizin ist heute viel von psychosomatischen Erkrankungen die Rede. Damit ist gemeint, dass das, was im Geist geschieht, Auswirkungen auf den Körper hat. Was man als »Geist« bezeichnet, ist schließlich nicht nur das Gehirn und befindet sich in keinem speziellen Teil der menschlichen Anatomie. Vielmehr besitzt jede einzelne Zelle ihre eigene Intelligenz, weshalb es einen ganzen geistigen Körper, eine ganze Anatomie des Geistes gibt.

Alles, was sich im geistigen Körper abspielt, spielt sich auch im physischen Körper ab und umgekehrt. Jede Wandlung auf mentaler Ebene erzeugt eine chemische Reaktion, und umgekehrt bewirkt jede chemische Reaktion eine Wandlung auf der Ebene des Geistes.

Yoga Hülle Pranamaya Kosha – unser eigentlicher Energiekörper

Der physische und der geistige Körper sind gewissermaßen unsere Hardware und Software. Beides kann allerdings nicht in Gang kommen, wenn man es nicht mit einer leistungsfähigen Kraftquelle verbindet. Die dritte Schicht des Selbst ist daher der Energiekörper oder Pranamaya Kosha.

Wenn wir unseren Energiekörper vollkommen im Gleichgewicht halten, bilden sich im physischen und geistigen Körper keine Krankheiten. Es gibt inzwischen wissenschaftliche Hinweise darauf, dass der Einfluss der genetischen Erinnerung auf den Menschen nicht absolut ist.

Die fundamentalen Aspekte der DNA ausgenommen, kann alles verändert werden, auch die genetische Neigung zu Erkrankungen. Infektionskrankheiten werden von fremden Organismen verursacht, während chronische Erkrankungen permanent vom Menschen selbst erschaffen werden.

Wenn unser Energiekörper vollkommen lebendig und ausgewogen ist, können im Körper keine chronischen Erkrankungen bestehen. Ich könnte dich mit tausenden Menschen bekannt machen, die ihre physischen und psychischen Erkrankungen nur durch bestimmte einfache yogische Praktiken losgeworden sind. Diese Praktiken zielen nicht auf die Erkrankung selbst, sondern nur darauf, dem Energiekörper eine bestimmte Harmonie und Vitalität zu vermitteln.

Dies sind die drei Dimensionen des Selbst, deren du dir momentan bewusst bist: die physische, die geistige und die energetische Dimension. Im Grunde genommen sind sie alle physischer Natur, wenn auch von zunehmender Subtilität.

Vergleichbar ist das mit dem Verhältnis von Glühlampe, Elektrizität und Licht, die alle physisch sind. Die Glühlampe kann man in der Hand halten, die Elektrizität kann man spüren; und um das Licht zu erfahren, braucht man Sinnesrezeptoren, in diesem Fall das Auge. Dennoch sind sie etwas Physisches, weshalb sie mit den Sinnesorganen erfahrbar sind.

Yoga Hülle Vijnanamaya Kosha – unser Ätherkörper des Erfahrens und Wissens

Es gibt jedoch noch eine vierte Schicht, die als Vijnanamaya Kosha oder Ätherkörper bezeichnet wird. Jnana bedeutet »Wissen«, und Vishesh Jnana ist das »außerordentliche Wissen«, das über die Sinneswahrnehmung hinausgeht. Es ist ein Zustand des Übergangs, der weder physisch noch nicht-physisch ist, sondern eine Art Verbindung zwischen diesen beiden Dimensionen darstellt.

Dieser Zustand gehört nicht zu deiner derzeitigen Erfahrungsebene, weil diese auf die fünf Sinnesorgane beschränkt ist, die etwas Nicht-Physisches nicht wahrnehmen können. Menschen, die von Nahtod-Erfahrungen berichten, sind möglicherweise von selbst in diesen Zustand geglitten. Solche Erfahrungen kommen vor, wenn der physische, der geistige und der energetische Körper aus irgendeinem Grund schwach geworden sind.

Wenn du jedoch lernst, einen bewussten Zugang zu dieser Dimension zu finden, wird deine Fähigkeit, das Phänomen des Kosmos zu erkennen, einen Quantensprung machen.

Yoga Hülle Anandamaya Kosha – unser Körper der Glückseligkeit

Schließlich gibt es noch eine fünfte Hülle, den Anandamaya Kosha, der vollständig über das Physische hinausgeht. Ananda bedeutet »Glückseligkeit«. Da diese Dimension nichts mit den physischen Bereichen des Lebens zu tun hat, kann sie nicht beschrieben oder auch nur definiert werden, weshalb man im Yoga nur im Hinblick auf die Erfahrung darüber spricht.

Wenn wir im Kontakt mit diesem Aspekt jenseits des Physischen sind, werden wir glückselig. Das heißt nicht, dass in unserer physischen Struktur irgendwelche Glücksbläschen aufsteigen würden. Vielmehr entsteht einfach, sobald wir Zugang zu dieser undefinierbaren Dimension finden, ein überwältigendes Gefühl des Glücks.

Glückseligkeit ist jedoch kein Ziel an sich; sie stellt sich durch den Kontakt mit der Dimension der Nichtexistenz zwangsläufig ein. In diesem Zustand sind wir nicht mehr selbst das Problem in unserem Leben, und wenn wir nicht mehr das Problem sind, können wir furchtlos das erforschen, was über uns hinausgeht.

Wenn wir diese Dimension jenseits jeder Beschreibung berühren, wird der Einfluss von Zeit und Raum aufgehoben. Daher kommen die vielen Geschichten von Yogis, die über eine unglaubliche Zeitspanne hinweg reglos dasitzen. Sie haben eine Dimension jenseits aller Widersprüche von hier und dort, von jetzt und damals berührt, einen grenzenlosen Ozean der Leere, in dem es weder Fesseln noch Freiheit gibt – eine Existenz jenseits der Existenz.

Yoga birgt das Potenzial zu Wohlbefinden und Glück

Yoga verlangt von dir nicht, mit irgendetwas anderem zu arbeiten als mit dem, was du kennst. Es sagt dir lediglich, dass du Zugang zum Glückseligkeitskörper bekommst, wenn der physische, der geistige und der energetische Körper sich in vollkommener Harmonie befinden. Wie gesagt, arbeitest du jedoch nur mit den ersten drei Körpern.

Was die äußeren Realitäten betrifft, hat jeder Mensch unterschiedliche Fähigkeiten. Was der eine tut, kann der andere vielleicht nicht tun. Was jedoch die inneren Realitäten angeht, besitzen wir alle die gleichen Fähigkeiten. Es gibt keine Garantie, dass du singen, tanzen, einen Berg besteigen oder ordentlich Geld verdienen kannst, nur weil du es willst.

Das innere Leben glücklich zu gestalten ist jedoch etwas, wozu jeder in der Lage ist. Wenn du dazu bereit bist, kann es dir nicht verwehrt werden. Sobald du bestimmte yogische Grundtechniken des inneren Wohlbefindens beherrschst, wird deine Reise durchs Leben vollkommen mühelos. Du bist dann in der Lage, ohne jeden Stress und ohne jede Anstrengung dein größtes Potenzial zu verwirklichen. Du kannst mit dem Leben spielen, wie du es willst, ohne dass das Leben dir auch nur einen einzigen Kratzer zufügen kann.

Yoga hebt den Einfluss von Raum und Zeit auf

Wenn wir diese Dimension jenseits jeder Beschreibung berühren, wird der Einfluss von Zeit und Raum aufgehoben. Daher kommen die vielen Geschichten von Yogis, die über eine unglaubliche Zeitspanne hinweg reglos dasitzen. Sie ha-ben eine Dimension jenseits aller Widersprüche von hier und dort, von jetzt und damals berührt, einen grenzenlosen Ozean der Leere, in dem es weder Fesseln noch Freiheit gibt – eine Existenz jenseits der Existenz.

Yoga verlangt von dir nicht, mit irgendetwas anderem zu arbeiten als mit dem, was du kennst. Es sagt dir lediglich, dass du Zugang zum Glückseligkeitskörper bekommst, wenn der physische, der geistige und der energetische Körper sich in vollkommener Harmonie befinden. Wie gesagt, arbeitest du jedoch nur mit den ersten drei Körpern.

Dieser Text ist ein Originalauszug aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”

Willst du weitere Auszüge und Übungen aus dem Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi” kennenlernen? – In unserem ersten Teil und am 23. September veröffentlichen wir bei evidero zwei weitere exklusive Leseproben.

Hier gehts zu Teil 1 aus Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi
Hier gehts zu Teil 3 aus Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi

Der evidero Event-Tipp: Am 12. November 2017 tritt Sadhguru im Tempodrom in Berlin auf und präsentiert dort sein Buch “Sadhguru – Die Weisheit eines Yogi”.

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Lesetipp
Hier findest du das vorgestellte Buch