Abnehmen mit den richtigen Darmbakterien Programm Tag 1: Wie du mit den richtigen Bakterien im Darm gezielt abnehmen kannst

Schlank mit Darm - So heißt nicht nur das Buch, sondern auch das Erfolgsprogramm zum Abnehmen von Prof. Dr. Axt-Gadermann. Die ersten drei Tage aus dem erfolgreichen Diät Programm jetzt bei evidero!
Michaela Axt Gadermann
von Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann
Ananas-Bananen-Shake für das Abnehmen mit guten Darmbakterien© santiago silver - Fotolia.com

Ob wir gut oder schlecht abnehmen können liegt an der Besiedelung unseres Darms mit bestimmten Bakterien und Keimen. Doch durch die richtige Ernährung können wir unsere Darmflora beeinflussen und gezielt abnehmen. Wie das genau geht, und mit welchen Nahrungsmitteln, das zeigt uns Prof. Dr. Axt-Gadermann, Lehrende für Gesundheitsförderung an der Hochschule in Coburg, in ihrem 6-Wochen-Programm “Schlank mit Darm”, bei dem du mit evidero direkt einsteigen kannst.

Schlank mit Darm: Bakterien steuern unseren Stoffwechsel und unseren Appetit

Michaela Axt Gadermann
Michaela Axt-Gadermann ist Professorin für Gesundheitsförderung, Sportmedizinerin, Dermatologin und Buchautorin. Seit 2010 ist sie beratend für den Kosmetikkonzern Garnier tätig...
In unserem Darm leben 100 Billionen Bakterien. Das sind zehnmal mehr Keime als unser Körper Zellen besitzt. In ihrer Gesamtheit bringt die Darmflora fast zwei Kilo auf die Waage und ist damit deutlich schwerer als die meisten Organe. Ihr Einfluss auf unseren Körper ist immens: Sie steuert nicht nur unsere Verdauung und trainiert das Immunsystem, auch bei Übergewicht redet sie ein Wörtchen mit.

Die Stoffwechselleistung des Mikrobioms – eine andere Bezeichnung für Darmflora – übertrifft sogar die der Leber. Mehr als 20 Hormone und Botenstoffe werden im Darm synthetisiert und über ein Nervengeflecht steht der Darm in engem Austausch mit dem Gehirn. Auf diesem Weg kann er auch steuernd auf unseren Appetit einwirken.

Die schlanke oder die dicke Darmflora bestimmen über unser Traumgewicht

Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen mit Übergewicht eine anders zusammengesetzte Darmflora besitzen als Normalgewichtige. Überträgt man die Darmkeime schlanker Menschen auf Mäuse, bleiben die Tiere schlank. Verabreicht man aber Mäusen die Bakterien Übergewichtiger, werden diese innerhalb kürzester Zeit moppelig, selbst wenn alle Tiere das gleiche Futter erhalten.

“Dicke” Darmkeime sorgen auch bei Menschen für Übergewicht bei sonst verhältnismäßiger Kalorienaufnahme

Auch bei uns Menschen lassen „dicke“ Darmkeime den Zeiger der Waage immer weiter nach rechts laufen, das zeigt ein Fall, der in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wurde: Eine amerikanische Mutter erhielt aufgrund einer gefährlichen Darminfektion, die nicht auf Antibiotika ansprach, die Darmkeime ihrer gesunden, aber deutlich übergewichtigen Tochter. Zu diesem Zeitpunkt war die Mutter normalgewichtig, sie wog 61 Kilo, hatte einen BMI von 26 und keinerlei Figurprobleme.

Das änderte sich schlagartig. Zwar vertrieben die neuen Darmbakterien erfolgreich die gefährlichen Keime, aber sie packten auch ständig neue Kilos auf Bauch und Hüften der 32-Jährigen. Nach 16 Monaten wog die Mutter schon 77 Kilo, ihr BMI war auf 33 angestiegen, das heisst sie war nun stark übergewichtig. Die Ärzte der amerikanischen Brown-Universität waren alarmiert: Sie setzten die Frau auf eine strenge Diät, verordneten ihr mehr Bewegung, kontrollierten regelmäßig das Gewicht.

Doch trotz ihrer Bemühungen liegt ihr Gewicht nun, drei Jahre nach der Stuhltransplantation bei mehr als 80 Kilo, der BMI erreicht inzwischen 34,5. Offensichtlich verhindert die neue Bakterientruppe im Darm der Frau durch eine besonders effektive Ausnutzung der Nahrungskalorien konsequent jeden Gewichtsverlust.

Mit den falschen Keimen zum „guten Futterverwerter“ und zu drohendem Übergewicht

Unser Gewicht beeinflussen Bakterien gleich auf verschiedene Art und Weise. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Darmflora von Menschen mit Übergewicht rund 10 Prozent mehr Kalorien aus der Nahrung zieht. Im Laufe eines Jahres kommen dadurch fast 10 Kilo an zusätzlichem Gewicht zustande, wenn nicht Tag für Tag etwa 200 Kalorien eingespart werden.

Sättigungshormone werden durch “dicke” Bakterien im Darm eingedämmt

Unser Darm ist daneben auch die Bildungsstätte zahlreiche Hormone, unter anderem solcher, die über hungrig oder satt entscheiden. Überwiegen bestimmte Bakterienstämme, werden weniger Sättigungshormone ausgeschüttet. Das erschwert nicht nur das Durchhalten jeder Diät, sondern verleitet auch zum Naschen oder zu einer zweiten Portion.

Die Besiedelung des Darms mit Bakterien hängt von vielen Faktoren unserer Umwelt ab

Die Zusammensetzung der Darmflora hängt eng mit unserem Lebensstil und unserer Ernährung zusammen. Ob wir in der Stadt oder auf dem Land leben, Einzelkinder waren oder mit Haustieren und einer großen Geschwisterschar aufwuchsen, ob wir Vegetarier sind oder gerne mal ein Steak essen, Raucher oder Sportler sind – all das beeinflusst das Mikrobiom.

Die Darmflora kann mit präbiotischen Lebensmitteln durch die richtigen Bakterien gesteuert werden

Wichtig für die gesunde Entwicklung der Darmkeime sind Nahrungsmittel, die unsere Verdauungsenzyme nicht vollständig „aufknacken“ können, so genannte „Präbiotika“. Diese stehen dadurch den Bakterien weiter unten im Darm als „Futter“ zur Verfügung und begünstigen das Wachstum erwünschter Keime. Solche Präbiotika findet man nur in bestimmten Nahrungsmitteln, das heisst nicht jedes Obst und Gemüse füttert auch die guten Keime.

Diese Lebensmittel enthalten Präbiotika, Lebensmittel mit lebendigen Keimen

Präbiotische Inhaltsstoffe sind hochkonzentriert in eher „ausgefallenen“ Gemüsesorten wie Pastinake, Topinambur oder Artischocken enthalten. Aber auch Haferflocken, schwarzer Kaffee, Lauch (Knoblauch, Porree, Schnittlauch) oder Endiviensalat liefern gutes „Bakterienfutter“. Kartoffeln, Reis und Nudeln enthalten, wenn sie abgekühlt sind, ebenfalls Präbiotika (resistente Stärke). Kartoffelsalat, Nudelsalat oder Sushi sind deshalb durchaus geeignet, die Darmkeime zu füttern. Probiotische Nahrungsmittel, also solche, die lebende Keime, vor allem Milchsäurebakterien liefern, unterstützen die Darmgesundheit ebenfalls: Sauerkraut, Joghurt, Kefir oder Kimchi dürfen öfters mal auf den Tisch kommen.

Mit einem gezielt präbiotisch ausgerichteten Diät Programm kann Übergewicht abgebaut werden

Wir stellen euch ab heute bei evidero 3 Tage zum Testen aus dem “Schlank mit Darm” 6-Wochen-Programm von Dr. Axt-Gadermann vor. Wer weitermachen möchte, der kann hier direkt das passende Praxis-Buch bestellen!

Wir wünschen euch viel Erfolg und freuen uns auf eure Rückmeldung zum Programm!

Schlank durch Darmbakterien Tag 1: Rezepte

Frühstück: Ananas-Bananenshake

(Zutaten für 1 Person)

  • 150 g Ananasfruchtfleisch
  • 1 leicht unreife Banane
  • 1 Kiwi
  • 100 ml Orangensaft
  • 1 EL Inulinpulver (10 g)
  • 1 kleines Stück Ingwer (5 g)

Zubereitung:

Das Ananasfruchtfeisch in kleine Stücke schneiden. Die Banane pellen und klein schneiden. Die Kiwi schälen und klein schneiden. Die Früchte, den Orangensaft und das Inulin in einen Rührbecher geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Den Ingwer schälen, fein reiben oder hacken und unter den Shake rühren.

Tipp: Wer mag, kann auch zuerst 3 Eiswürfel zerstoßen und untermischen. Das ist im Sommer schön erfrischend.

Pro Person: ca. 290 Kalorien, 3 g  Eiweiß, 1 g Fett, 56 g Kohlenhydrate, 17 g Ballaststoffe

Mittagessen: Rote-Linsen-Gemüse mit Möhren, Ingwer und Zuckerschoten

Zutaten für 1 Person

  • 50 g rote Linsen
  • Salz
  • 200 g Möhren
  • 150 g Zuckerschoten
  • 1 Schalotte
  • 1 Stück Ingwer (5 g)
  • wer mag, 1 Knoblauchzehe
  • 1 TL Rapsöl
  • 1 TL Curry
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Zitronensaft
  • Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Linsen in Salzwasser nach Packungsanweisung kochen. Abgießen und abtropfen lassen.
  2. Die Möhren putzen und in Scheiben schneiden. Die Zuckerschoten waschen, putzen und je nach Größe halbieren. Die Schalotte, den Ingwer und den Knoblauch schälen, fein würfeln und im heißen Öl andünsten. Das Gemüse dazugeben, andünsten. Curry zufügen und kurz anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und etwa 6 Minuten dünsten. Die roten Linsen untermischen. Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken.

Pro Person: ca. 400 Kalorien, 22 g Eiweiß, 9 g Fett, 56 g Kohlenhydrate, 16 g Ballaststoffe

Abendessen: Kabeljaufilet mit Lauch und Senfschaum

Zutaten für 1 Person:

  • 150 g Kabeljaufilet
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL abgeriebene unbehandelte Zitronenschale
  • 250 g Lauch
  • 1 Schalotte
  • 1 TL Butter
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 3 EL Sahne
  • 1-2 TL mittelscharfer Senf

Zubereitung:

  1. Das Kabeljaufilet waschen, trocken tupfen und in 2 Stücke schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronenschale bestreuen.
  2. Den Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Die Schalotte schälen, würfeln und in der heißen Butter andünsten. Den Lauch zugeben, andünsten, mit Brühe und Sahne ablöschen. Den Senf einrühren. Den Fisch darauflegen und zugedeckt etwa 8 Minuten garen. Abschmecken.

Pro Person: ca. 310 Kalorien, 31 g Eiweiß, 17 g Fett, 7 g Kohlenhydrate, 3 g Ballaststoffe

Hier alle Teile unserer Reihe im Überblick:

Michaela Axt Gadermann
Michaela Axt-Gadermann ist Professorin für Gesundheitsförderung, Sportmedizinerin, Dermatologin und Buchautorin. Seit 2010 ist sie beratend für den Kosmetikkonzern Garnier tätig...
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