Rezepte von 100-jährigen: Lange leben durch Genuss

Ein langes Leben ist möglich durch gesunde Ernährung und eine richtige Lebenseinstellung, sagen der Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk und Sternekoch Anton Schmaus in ihrem Steinalt und Kerngesund-Kochbuch.
Marcus Lauk
von Marcus Lauk
Kochbuch Marcus Lauk Pulpo© Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag

Der Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk bereiste die Welt und machte sich zum Ziel, die Geheimnisse der ältesten Menschen zu erkunden. Von ihnen inspiriert hat er jetzt gemeinsam mit Sternekoch Anton Schmaus das “Steinalt & Kerngesund”-Kochbuch herausgebracht. Auf der Zutatenliste stehen ausschließlich traditionelle Lebensmittel, die seit mindestens 100 Jahren in dieser Form gegessen und getrunken werden.

Lange leben und dabei gesund bleiben ist eine Herausforderung, der wir uns früher oder später stellen müssen. Wie leben wir möglichst lange ein gesundes und erfülltes Leben? In vielen Ländern werden die Menschen durch eine bestimmte Lebenseinstellung alt und bleiben dabei gesund und fit. Aber auch die Ernährung spielt eine große Rolle.

Marcus Lauk
Experte: Marcus Lauk
Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk beschäftigt sich mit der Frage, wie ein gesundes und erfülltes Leben gelingen kann. Um diese Frage zu beantworten, begab er sich auf eine Weltreise zu den 100-Jährigen...
Zwei Jahre lang ist Marcus Lauk durch die Welt gereist und hat 100-jährige Menschen befragt. Seine Reise führte ihn nach Japan, Griechenland, Kalifornien und Sardinien. Dort schaute er den alten Menschen in die Töpfe und hat nun zusammen mit dem Sternekoch Anton Schmaus eine wunderbare Sammlung von alten Küchenrezepten herausgebracht. Beide sind Anänger einer modernen Küche, die auf traditionelle, unverfälschte Lebensmittel setzt. Ihr Grundsatz: Traditionelle Lebensmittel in traditionellen Mengen.

Alle Zutaten verfügen über eine lange kulturelle Tradition

Steinalt und Kerngesund Kochbuch Steinalt und Kerngesund Kochbuch – draksal Verlag

Das Besondere an diesem Kochbuch: Die verwendeten Zutaten müssen über eine möglichst lange kulturelle Tradition verfügen. Denn alles, was schon seit Generationen auf dem menschlichen Speiseplan steht, sei auch gesundheitlich unbedenklich, so die Autoren. Marcus Lauk spricht deshalb von «Überlebensmitteln, die uns überleben lassen». Diese begegnen uns in allen Kulturen, rund um den Erdball.

Veganern bis hin zu Fleischessern bietet das Buch originelle und schmackhafte Rezepte, die helfen, bis ins hohe Alter körperlich und geistig fit zu bleiben.

Drei der Rezepte aus dem Buch haben wir hier für euch ausgesucht:

Büffelmozzarrella mit Feige und Aubergine

Zutaten:

  • 200 g Büffelmozzarella
  • 1 Aubergine
  • 4 Feigen
  • 10 kleine grüne und 10 kleine schwarze Oliven
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL dunkler Balsamico-Essig (möglichst gereift)
  • 1 Bund Rucola
  • einige Zweige Basilikum
  • Salz, Pfeffer
@ draksal Verlag @ Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag

Zubereitung:

Feigen schälen und vierteln. Schwarze und grüne Oliven in Ringe schneiden. Die eine Hälfte der Aubergine würfeln, die andere Hälfte in Scheiben schneiden. Den Büffelmozzarella ebenfalls würfeln oder je nach Größe einfach vierteln. Die Feigen und den Mozzarella vermengen und mit Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen. Die Olivenringe ebenfalls dazugeben. Die Auberginenstücke mit Salz und Pfeffer würzen und in Olivenöl braten, bis sie durch sind und eine leicht bräunliche Färbung aufweisen. Anschließend die Auberginenstücke auf einem Küchentuch abtropfen lassen und mit Balsamico-Essig marinieren. Nun alles dekorativ auf den Tellern verteilen und mit etwas Rucolasalat und Basilikum ausgarnieren.

 Geschmorter Pulpo mit Artischocke und Mandel

Zutaten:

  • 600 g frischer Pulpo (Oktopus)
  • 800 ml Weißwein
  • 4 Artischocken
  • 4 Zwiebeln
  • 6 Knoblauchzehen
  • 50 g Mandeln
  • 4 EL Olivenöl
  • 5 Lorbeerblätter
  • 1 Zitrone
  • 1 Bund frischer Thymian
  • einige Zweige Basilikum
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Pulpo ca. 2 Stunden gut wässern und anschließend auf einem Sieb sorgfältig abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Knoblauchzehen mit dem Messerrücken leicht andrücken. Zitrone schälen, die einzelnen Filets herauslösen, Hälfte davon zu Saft pressen. Artischocken vorbereiten, in Zitronenwasser einlegen. Die Hälfte der Zwiebelstreifen zusammen mit vier Knoblauchzehen in einem Topf mit Olivenöl glasig anschwitzen und den Pulpo dazugeben. Pulpo leicht mit anbraten, dann mit 500 ml Weißwein ablöschen. Lorbeerblätter und Hälfte der Thymianzweige hinzugeben. Topf mit Deckel bedecken und Pulpo bei milder Hitze langsam schmoren, dabei immer wieder umrühren, da er sehr leicht anbrennt!

© Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag © Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag

Der Pulpo ist gar, wenn er sich ohne Widerstand von der Fleischgabel löst (nach ca. 30 Minuten). Währenddessen zwei Knoblauchzehen sowie die restlichen Zwiebelstreifen in einem Topf mit Olivenöl anschwitzen. Die Artischockenböden hinzugeben, mit 300 ml Weißwein ablöschen. Die übrigen Thymianzweige dazugeben und Topf mit Deckel bedecken. Artischocken bei milder Hitze weich schmoren (ca. 5 Minuten). Inzwischen die Mandeln ohne Fett in einer Pfanne gleichmäßig rösten, leicht salzen, anschließend grob hacken. Die Artischocken aus dem Weißweinfond herausnehmen, abkühlen lassen und in Viertel und Würfel schneiden. Den Fond abpassieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwiebeln wieder mit in den Fond geben.

Gegarten Pulpo aus dem Topf nehmen, in Stücke schneiden, knorpeligen Schnabel (am Kopf) entfernen. Pulpo mit etwas Olivenöl scharf anbraten. Artischockenfond lauwarm erhitzen, etwas Olivenöl hinzufügen. Artischockenstücke kurz im Fond anwärmen. Pulpo und Zitronenfilets auf Teller verteilen. Artischockenstücke mit den Zwiebeln über den Pulpo geben, Mandeln darauf streuen. Mit etwas Basilikum ausgarnieren.

Amaranth-Salat mit Guacamole, Roter Zwiebel und Tomate

Zutaten:

  • 240 g Amaranth
  • 6 Tomaten
  • 3 Avocados
  • 2 Minimaiskolben
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zitronen
  • 1 Limette
  • einige Zweige Koriander und
  • Thai-Basilikum
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Essig
  • Chilipulver
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Zwei Töpfe mit Salzwasser zum Kochen bringen. In einem Topf Amaranth möglichst weich kochen (ca. 15 Minuten). Im anderen Topf Minimaiskolben bissfest garen (ca. 3–4 Minuten). In der Zwischenzeit Thai-Basilikum und Koriander grob hacken. Avocados schälen. Mais abgießen, anschließend in einer Pfanne ohne Öl angrillen.

© Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag © Steinalt und Kerngesund Kochbuch draksal Verlag

Zwei Avocados mit einer Gabel zerdrücken, mit Zitronensaft, Koriander, etwas Chilipulver und Salz abschmecken. Die dritte Avocado in Spalten schneiden und ebenfalls mit Salz und Zitronensaft marinieren. Rote Zwiebel schälen, in ca. 2 cm dicke Ringe schneiden. Den Mais aus der Pfanne nehmen. Zwiebelringe in die Pfanne geben, ohne Fett kräftig anbraten und in einem Fond aus einem Teil Essig, zwei Teilen Zucker und drei Teilen Wasser weich kochen. Amaranth durch ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser gut abspülen, abtropfen lassen.

Tomaten waschen, vierteln und mit Salz, Pfeffer, Thai-Basilikum und etwas Olivenöl marinieren. Amaranth mit Zitronensaft, Salz und Olivenöl zu einem Salat abschmecken. Die zerdrückten Avocados unter den Amarant-Salat geben, zusammen mit den Avocadospalten auf Tellern anrichten. Marinierte Tomaten, rote Zwiebel und Minimais dekorativ darüber verteilen. Mit frischem Koriander ausgarnieren.

Für eine gesunde und bewusste Ernährung empfehlen wir, Produkte in Bioqualität zu wählen.

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Experte: Marcus Lauk
Gesundheitsphilosoph Marcus Lauk beschäftigt sich mit der Frage, wie ein gesundes und erfülltes Leben gelingen kann. Um diese Frage zu beantworten, begab er sich auf eine Weltreise zu den 100-Jährigen...

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