Thymian - ein Gewürz und eine Heilpflanze: Thymian gehört nicht nur in dein Gewürzregal

Mit Thymian kann man nicht nur das Essen gut würzen, man kann ihn auch in die Badewanne schütten. Warum und in welchen Mengen du ihn als Heilkraut verwenden kannst, erfährst du hier.
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von evidero Redaktion
Thymian als Heilpflanze© marrakeshh - Fotolia.com

Thymian gehört als Gewürzklassiker als zentraler Bestandteil zu dem französischen Bouquet garni, mit dem Suppen, Fonds und Braten gewürzt werden. Provenzalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. Und das aus gutem Grund.

Vom Mittelalter bis in die Gegenwart ist Thymian ein beliebtes Gewürz. Thymian kann man auch in unseren Breiten gut im Gewürzgarten oder auf dem Balkon anpflanzen. Er wächst als kleiner 30 bis 40 cm hoher Strauch an sonnigen Standorten; sein Verbreitungsgebiet sind die Länder rund ums Mittelmeer und Ostafrika.

Thymian ist seit der Antike bekannt. Die Ägypter benutzten Thymian zur Einbalsamierung ihrer Toten, weil die bakterizide und fungizide Wirkung als Erfahrungsschatz bekannt war. Thymian ist eine wichtige Honigpflanze und aus diesem Grund wurde er angeblich in Athen angebaut.

In unsere Breiten wurde Thymian im 11. Jahrhundert gebracht. Von Hildegard von Bingen sind Hinweise bekannt, dass Thymian als Medikament gegen Lepra, gegen Lähmungen und neurologischen Erkrankungen helfe.

Thymian als Heilpflanze

Die kleinen Blätter des Thymian lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel abreiben; Extrakte wirken antibakteriell und das lässt sich sowohl im direkten Kontakt beim Gurgeln und Spülen des Mundes nutzen als auch im innerlichen Gebrauch als Tee.

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Wenn du morgens eine Tasse Thymian-Tee statt Kaffee trinkt, spürst du bald seine heilende Wirkung: geistige Frische, ein gutes Gefühl im Magen, ein Morgen ohne Husten und ein allgemeines Gefühl der Zufriedenheit.

Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Ätherische Öle aus Thymian bei Atemwegsinfekten

Wenn du die kleinen Blätter des Thymian in der Handfläche zerreibst, riechst du den Duft der ätherischen Öle. Durch diese werden auch die innere Sekretion und das Aushusten gefördert. Bei Entzündungen der Atemwege insbesondere bei der Behandlung von Keuchhusten werden die Wirkungen der ätherischen Öle genutzt, die wichtigsten sind Thymol und das Isomer Carvacol; dazu kommen noch einige andere verwandte Terpene.

Außer den ätherischen Ölen sind noch Gerbstoffe, organische Säuren, Bitterstoffe, Saponine und Flavonoide enthalten.

Als Medikament erhöht Thymian die Sekretion von Magensaft und regelt die Zusammensetzung der Darmflora bei innerer Anwendung. Äußerlich wird Thymian in Form von Umschlägen und als Bad für die Behandlung von Hauterkrankungen, Wunden, Geschwüren und dergleichen verwendet.

Ein erfrischendes Bad mit Thymian stimuliert die physiologischen Funktionen des Körpers.

Ätherische Öle aus Thymian haben eine positive Wirkung auf die Schleimhäute der Nasen- und Mundhöhle und werden bei Erkältungen zum Inhalieren benutzt. Thymian hilft auch gegen Blähungen oder Erbrechen. Die Gerbstoffe sind wirksam gegen Pilze, Bakterien und Parasiten.

Thymianöl ist Bestandteil vieler kosmetischer Zubereitungen, wie Mundspülungen, Zahnpasten und anderer Produkte. Das Öl wird wegen seiner stark antiseptischen Eigenschaften auch in der Zahnmedizin verwendet.

Teezubereitung aus Thymian als Tee und Badezusatz

Wegen des angenehmen Eigengeruchs der Heilpflanze wird für einige Teemischungen gern auf sie als Aroma zurückgegriffen. Die Tagesdosis sollte für Tee ein Teelöffel der getrockneten Blätter auf eine Tasse Wasser sein. Für eine halbvolle Wanne werden 200 g Heilpflanze empfohlen. Die Badewassertemperatur sollte für ein erfrischendes Bad 28 °C betragen; 10 Minuten sind für die Entspannung ausreichend.

Obwohl Thymian heilende Eigenschaften hat, kann er bei seinem überschüssigen Verbrauch zu gesundheitlichen Problemen führen. Eine übermäßige Dosis von Thymian bei der Verwendung als Tee kann eine Schilddrüsenüberfunktion (Thyreotoxikose) verursachen.

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