Das Heilkraut Acker-Schachtelhalm : So wird das “Unkraut” Acker-Schachtelhalm in der Naturheilkunde verwendet

In der Naturheilkunde weiß man schon immer von den heilenden Wirkungen vieler Pflanzen, die manche als “Unkraut” abstempeln. Erfahre hier, wofür der Acker-Schachtelhalm alles eingesetzt werden kann.
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von evidero Redaktion
Die Heilpflanze Schachtelhalm© goldbany - Fotolia.com

Der Acker-Schachtelhalm, auch Zinnkraut, Acker-Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz, Schaftheu, Pfannebutzer oder Scheuerkraut genannt, ist eine Pflanzenart, die in der Volksmedizin als entwässernde Heilpflanze (Diuretikum) eingesetzt wird.

Schachtelhalm wächst häufig in kalten und gemäßigten Zone der nördlichen Hemisphäre, vor allem in Europa, in Asien außer den tropischen Gebieten und in Nordamerika (viele in Kalifornien). Meist tritt er als “Unkraut” auf dem Feld oder in Wiesen auf und ist dabei ein wirksames Heilkraut.

Inhaltsstoffe und Wirkung von Schachtelhalm

Bei der Betrachtung der Inhaltsstoffe ist der Reichtum an Kieselsäure, Aluminium, Natrium und Calcium hervorzuheben. Schachtelhalm enthält Flavonoide wie Kämpferol, Quercetin und Luteolin auch Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Harze, ätherische Öle, Bitterstoffe, Alkaloide, Lipide und organische Säuren. Das Zusammenwirken dieser Stoffe begründet die Heilwirkung des Schachtelhalms.

In Japan und Korea gehören die Knospen im Frühjahr zur gewöhnlichen Pflanzenkost. In der Vergangenheit wurde der Schachtelhalm extern zur Behandlung von leichteren Erfrierungen und kleineren Wunden eingesetzt. Es war bekannt, dass man durch den Verzehr von Schachtelhalm die Struktur der Nägel verbessern kann.

Innere Anwendung von Schachtelhalm

Die traditionelle Medizin verwendet Schachtelhalm für innere Anwendung als Tee bei Störungen der motorischen Fähigkeiten, bei Erkrankungen der Nieren, der Harnwege, des Verdauungssystem und gegen Rheuma; für äußere Anwendung bei Hauterkrankungen kommen Bäder in Betracht.

Die Volksmedizin empfiehlt den Schachtelhalm bei der Behandlung von Tuberkulose, Entzündungen der Niere, Blase, Erkältung mit krampfartigen Schmerzen, starker Menstruation, Blutungen der Lunge, Hämorrhoiden, Magenkrämpfen und Nierensteinen.

Die Volksmedizin greift auf Schachtelhalm als Diuretikum zurück; so hilft regelmäßiges Trinken von Schachtelhalmaufgüssen, die Ansammlung von Wasser zum Beispiel im Herzbeutel, oder in geschwollenen Beinen zu entlasten.

Vorsicht ist geboten bei Nieren- oder Herzleiden. Hier bitte vorher mit einem Arzt absprechen, ob der Tee eingenommen werden darf!

Äußerliche Anwendung von Schachtelhalm

Für äußerliche Anwendungen wird Schachtelhalm-Extrakt zum Gurgeln bei Entzündungen der Mandeln, des Zahnfleischs und mäßigen Formen der Angina verwendet. Durch den Gehalt an biologisch verwertbaren Silikaten hat Schachtelhalm auch signifikante heilende und regenerative Effekte.

Diese Effekte werden bei der Behandlung von Wunden oder Geschwüren der Haut, juckenden Hautausschlägen, Ausschlägen nach dem Rasieren, Haarschuppen oder starkem Nasenbluten genutzt. In Form von Umschlägen und als Bad ist der Schachtelhalm auch bei Schmerzen im Rückenbereich und in den Beinen zu empfehlen.

Andere Bestandteile scheinen die Elastizität und Festigkeit der Wände der Blutgefäße positiv zu beeinflussen. Der Gehalt an Calcium trägt zur normalen Knochengesundheit und der Mineralisierung von Haaren, Nägeln und Haut.

Schachtelhalm wirkt harntreibend und reinigt so die Harnwege. Dadurch trägt Schachtelhalm zur Aufrechterhaltung deren Gesundheit bei. Die im Schachtelhalm enthaltenen Flavonoide und deren Derivate tragen zur Aufrechterhaltung der Elastizität der Blutgefäße und der Funktion des Herz-Kreislauf-Systems bei.

Zubereitung von Extrakten aus dem Schachtelhalm bei Rheuma, Arthritis und Gicht

Die Volksmedizin empfiehlt ein bis zwei Teelöffel der getrockneten Pflanze auf 250 ml Wasser für die Herstellung eines Tees zu verwenden. Der Aufguss sollte 15 Minuten köcheln. Von diesem Tee soll bei Arteriosklerose 3 mal am Tag eine Tasse getrunken werden. Bei Rheuma reicht regelmäßig eine Tasse Tee pro Tag.

Bei Arthritis hilft ein Bad, das durch Mischen von 100 g Schachtelhalm und 5 Liter Wasser vorbereitet wird. Nach der Auslaugung über Nacht wird die Mischung für 15 Minuten aufgekocht und abgesiebt in die Wanne gegossen.

Bei Gicht wird empfohlen, ein bis zwei Teelöffel Schachtelhalm mit 250 ml kochendem Wasser zu übergießen, nach 5 Minuten zu dekantieren (vorsichtiges Abgießen der klaren Lösung) und danach 3 mal am Tag zu trinken. Etwas konzentrierter mit zwei bis drei Teelöffeln wird ein Tee bei Hämorrhoiden vorgeschlagen.

Wunden werden durch Umschläge behandelt. Dazu werden 100 g grüne Blätter mit 0,5 l Wasser 15 Minuten gekocht, danach dekantiert und nach dem Abkühlen angewandt.

Bei Nasenblutung werden 100 g Blätter mit 0,5 Liter Wasser 15 Minuten lang gekocht. Nach der Absiebung, kann die Lösung – eventuell auch leicht gesalzen – verwendet werden.

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