Hanf als Arzneimittel: Die Hanfpflanze hat alternative und heilende Eigenschaften

Heutzutage wird Cannabis hauptsächlich als Rauschmittel wahrgenommen. Hanf kann aber noch mehr: Es ist ein alternatives und wirkungsvolles Heilmittel bei vielen Krankheiten.
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von evidero Redaktion
Hanf als Medizin© photonicL - Fotolia.com

Der medizinische und therapeutische Einsatz der Hanfpflanze wurde bereits vor 5000 Jahren praktiziert. Ihre Wirkstoffe CBD und THC stehen dabei im Behandlungs- und Forschungsmittelpunkt. Cannabis-Behandlungen sind umstritten und in Deutschland entscheidet darüber der Arzt. Aber auch ohne THC hat die Hanfpflanze viel Potential und tolle Wirkungen als alternatives Heilmittel. Wir haben alle Verwendungen und nützliche Informationen gesammelt.

Nein, wir reden hier nicht über den Marihuana-Joint auf einer Party, der höchstwahrscheinlich noch schädlichen Tabak enthält. Seit dem 10. März 2017 dürfen deutsche Ärzte ihren chronisch schwerkranken Patienten medizinisches Marihuana auf Kosten der Krankenkassen verschreiben.

Bei der Schmerztherapie und Krankheiten wie Multiple Sklerose, Depressionen und Übelkeit haben Cannabinoide einen hohen therapeutischen Stellenwert. Weitere Bereiche wie Krebsformen, psychische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen und Schlafstörungen werden noch eingehend untersucht.

Die Zukunft einer medizinischen Behandlung von Cannabis liegt nicht im Rauchen, sondern in synthetischen Substanzen. Diese sollen auf das körpereigene Cannabinoid-System wirken. Leider sind diese noch nicht fertig entwickelt und die Alternative bleibt erstmal das Rauchen. Die Forschung interessiert sich immer mehr für die Wirkstoffe, abgesehen von THC, und in Zukunft könnten hier noch mehr Anwendungsgebiete erwachsen.

CBD – Entdecke die Wellness-Vorteile der Hanfpflanze, ohne “High” zu werden

Aber die Pflanze kann noch viel mehr. Neben THC gibt es noch CBD, ein kaum psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Cannabidiol kurz CBD*, aus Blüten, Blättern und Stielen der Pflanze, wirkt entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und auch gegen Übelkeit. Das allseits bekannte THC ist tatsächlich nur eins von 60 verschiedenen Cannabinoiden in der Hanfpflanze.

In den USA und Niederlanden boomt der Wellness-Markt mit CBD-Produkten gerade und die neuen Regulationen vieler Länder tragen noch mehr dazu bei. CBD-Öle gibt es in unterschiedlichen Konzentrationen und sie enthalten entweder gar kein THC oder der Gehalt liegt bei unter 0,2%.

Ohne THC werden andere Rezeptoren im Körper angesprochen, wie zum Beispiel die Vanilloid,- Adenosin- und Serotonin-Rezeptoren. Hier wird aber noch weiter geforscht und neue Aktivitäten zwischen Rezeptoren und Cannabinoiden werden entdeckt. Es lässt sich jedoch erkennen, dass CBD dadurch entzündungshemmend, beruhigend und schmerzstillend wirken kann.

Hanftee – Beruhigend bei Schlafstörungen

Nicht berauschender Hanftee wird seit langer Zeit entweder pur aus den Blättern und Blüten der Hanfpflanze hergestellt oder mit anderem Tee gemischt. Er wirkt beruhigend und soll bei Schlafstörungen und Migräne lindernd wirken. Auch auf die Regulierung des Blutzuckerspiegels und der Verdauung gibt es positive Effekte.

Hanfsamen – Gut bei PMS-Syndrom

Hanfsamen enthalten GLA, Gamma-Linolensäure. Diese stellt unter anderem das Prostaglandin E1 her. Prostaglandin erniedrigt die Wirkung von Prolaktin.

Viele Frauen sind vom PMS-Syndrom (prämenstruelles Syndrom) betroffen und leiden unter den emotionalen und oder physischen Symptomen. Wahrscheinlich hat das Hormon Prolaktin etwas damit zu tun. Es ist bekannt, dass psychischer und physischer Stress die Ausschüttung von Prolaktin erhöht. Wird zu viel Prolaktin hergestellt, oder reagiert der Körper sensibel auf Prolaktin, dann kann es zu unangenehmen PMS-Symptomen kommen.

Daneben enthalten Hanfsamen Antioxidantien, viele Nähr,- und Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen, Vitamine A bis E und die essentiellen Omega-3/6-Fettsäuren. Die Zusammenstellung der Vitalstoffe hat den Hanfsamen zu ihrem Superfood-Titel verholfen und zurecht wirken vor allem die Antioxidantien und wertvollen Omega-Fettsäuren gegen oxidativen Stress. So können gefährliche Entzündungsherde aufgehalten und vorgebeugt werden.

*Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22625422

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