Gründe für eine Fastenzeit: Wieso sollte man eigentlich fasten? Diese Motive gibt es

Jedes Jahr beginnt die Fastenzeit an Aschermittwoch. Fasten ist für deine Gesundheit gut. Gründe zum Fasten und Fakten zeigen wir dir hier.
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von evidero Redaktion
Weniger essen in der Fastenzeit - das sind die Gründe© alexmishchenko - Fotolia.com

Jedes Jahr beginnt für viele Menschen an Aschermittwoch die Fastenzeit, doch nicht jeder hat dieselben Motive. Was hinter dem Begriff steckt und welche Gründe es zum Fasten gibt zeigen wir dir hier.

An Aschermittwoch fängt die Fastenzeit an. Fasten heißt, auf etwas verzichten, was einem lieb, selbstverständlich oder was einfach ungesund ist. Dieser christlich geprägte Begriff wird jedes Jahr nach Karneval aktuell, egal ob es ums gläubige Fasten oder das gesundheitliche Fasten geht.

Religiöse Gründe: Fasten kennt man in vielen Religionen

Fastenzeiten gibt es im Hinduismus, Islam, Judentum und Christentum. Die christliche Kirche bezeichnet Fasten als Verzicht auf Nahrung, bei der es nur eine einmalige Sättigung am Tag geben darf. Die Fastenzeit geht dem Osterfest voraus. Der Ursprung des religiösen Brauchs ist das Fasten Jesu in der Wüste, die er 40 Tage durchquerte. Daher beträgt die Fastenzeit ebenso 40 Tage und endet in der Osternacht.

Die Christen gedenken in der Fastenzeit dem Leiden und Sterben Jesu, daher heißt sie auch Passionszeit. Dadurch sollen sie ihren eigenen Lebensweg verstehen lernen. Die Fastenzeit soll als Teil eines gemeinsamen Schicksals mit Jesus Christus bewusst erlebt werden, man soll sich selbst neu besinnen. In der Fastenzeit stimmen sich die Gläubigen auf das Osterfest ein.

Der Islam besitzt den Fastenmonat Ramadan, der eine der fünf Säulen bildet. Er gehört zu den Pflichten eines Gläubigen und ist im Koran zu finden. Das Fasten soll dem Mensch die Abhängigkeit von seinem Schöpfer zeigen.

Im Judentum gibt es gleich mehrere Fastenphasen, die jeweils an ein Ereignis in der jüdischen Geschichte erinnern sollen. Aber den Grund der Besinnung und der Dankbarkeit haben sie ebenfalls.

Gesundheitliche Gründe: Fasten zur Reinigung des Körpers

In der Neuzeit dient das Fastenritual eher therapeutischen Gründen, denn es tut nachweislich der Gesundheit gut, wenn es richtig gemacht wird. Und wenn du deine Ernährung nach einer Fastenkur auch nachhaltig änderst, ist dies ein weiterer positiver Neben-Effekt für die Gesundheit. Zum Beispiel kann eine Entschlackung mit einhergehender Entgiftung den Organen helfen, sich zu regenerieren.

Dabei werden eingelagerte Giftstoffe aus Nahrung und Umwelt ausgeschieden. Gerade im Verdauungstrakt kann das notwendig sein, wenn dieser durch falsche Ernährung übersäuert ist. Die Übersäuerung kann beim Fasten mit basischen Lebensmitteln wieder ausgeglichen werden.

Auch die Haut, das größte all unserer Organe, ist ein Spiegel unserer Gesundheit. Sie wird nach dem Entgiften glatter, straffer und reiner sein. Eine Fastenkur kann auch therapeutisch bei Neurodermitis und Schuppenflechte, Kopfschmerzen, Migräne, Mundgeruch, Zungenbelag, Gelenkschmerzen und Gliederschmerzen helfen.

Mentale Gründe: Die Fastenzeit als Zeit der Besinnung

Auch auf den Geist hat eine Fastenkur positive Effekte. Vor allem, wenn auf bestimmte Aktivitäten, die unseren Geist ablenken oder belasten, verzichtet wird. Du findest mehr Ruhe und Entspannung, wenn du zum Beispiel weniger Termine und Verabredungen machst oder einfach mal nicht fernsiehst.

Meide alles, was dich emotional oder mental aufwühlt, damit du einen frühen, tiefen Schlaf findest.  So wirst du ausgeglichener und findest schneller wieder in dein inneres Gleichgewicht. Du kannst zusätzlich Meditation, Yoga oder Autogenes Training nutzen, um deine Konzentration und dein Selbstbewusstsein zu steigern.

Körperliche Gründe: Fitter und voller Energie nach dem Fasten

Durch das Fasten steigerst du auch deine Fitness, allein indem du verschiedene Lebensmittel oder negative äußerliche Einwirkungen weglässt. Entfallen belastende Faktoren wie Stress und schlechte Ernährung, fühlt man sich nicht mehr so müde und abgeschlagen. Hat man vielleicht vorher immer nur den Aufzug genommen, geht man nun mit Leichtigkeit die Treppen hinauf oder hat abends mehr Energie, um endlich mal ein gutes Buch zu lesen oder etwas ganz für sich allein zu tun.

Auch beim Sport steht mehr Energie zur Verfügung, sodass man nach dem Training noch beschwingt den Tag genießen kann. Körperliche Fitness hat viele Aspekte und sie können durch das Fasten unterstützt werden.

evidero Tipp: Kein Hungerfasten! Falsch fasten schadet der Gesundheit

Aufgepasst bei Diät-Fastenkuren. Nichts zu essen bedeutet für den Körper erstmal Stress. Gerade, wenn aus diätischen Gründen gefastet wird, sollte auf die richtige Nahrungs-Zusammenstellung geachtet werden. Sonst besteht schnell die Gefahr von Heißhungerattacken oder gar Kreislaufproblemen. Außerdem baut der Körper bei ernährungsbedingtem Proteinmangel seine Muskeln ab, was durch Sport ausgeglichen werden sollte.

Dauerhaft zu wenig Nahrung verändert auch die Darmflora, was sie für Krankheitserreger anfälliger macht. Die Darmflora ist maßgeblich an unserer Gesundheit beteiligt. Wer fasten möchte, sollte sich vorher immer gut informieren und am besten sogar ärztlichen Rat einholen oder sich von einem Fastenexperten begleiten lassen.

Hier haben wir für dich gesammelt, welche Fastenarten es gibt

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