Fair gestrickte Mützen bei headmates: Ein Social Startup mit Köpfchen

Beim Projekt headmates stricken ältere Menschen Mützen aus fair gehandeltem Material. Es wurde von ehrenamtlich engagierten Studenten aus Passau gegründet.
von headmates Team
© headmates

Die Passauer Studenten vom Projekt headmates haben eine Vision: Menschen glücklich machen. Mit ihrem Social Start-Up ermöglichen sie älteren Menschen, ihrem Hobby – dem Stricken – nachzugehen. Dabei stricken sie jedoch keine kratzigen Wollpullover oder das hundertste Paar Strümpfe. Die Damen stricken trendige Mützen, nämlich headmates. Lest hier, wie es funktioniert.

Die Strick-Omis aus der Region um Passau erhalten von uns das gesamte Material. Von der hochwertigen Wolle, die wir gemeinsam ausgesucht haben und die aus Merino, Alpaka und Seide besteht, über die Stricknadeln bis hin zur Anleitung. Gestrickt werden zwei Modelle: Bobble Lue und Beanie Lue, das heißt eine Bommelmütze und ein Beanie.

Die Wolle kommt aus Peru und zeichnet sich neben ihrer hohen Qualität durch ihren sozialen Charakter aus. Mit dem Kauf jedes Wollknäules unterstützen wir den Bau von Bildungseinrichtungen für die Schäferfamilien in den Anden.

Wir wollen mit headmates aber auch das Leben von Menschen in unserem Umfeld positiv beeinflussen. Deswegen organisieren wir regelmäßig Treffen mit unseren Strick-Omis. Bei einer Tasse Kaffee, einem Stück Kuchen oder bei einem Eis tauschen wir uns aus. Wir wollen generationen-übergreifend Menschen miteinander “verstricken”, sodass wir dieses Motto auch zu unserem Slogan gemacht haben:

Faire Mützen für einen guten Zweck

omis_text copy© headmates

Jede Strick-Omi hat ihre persönliche Geschichte, wie sie zum Stricken kam, was sie am liebsten und für wen sie strickt. Das teilt sie in einem kleinen Stricker-Zertifikat der Person mit, deren Kopf die headmate am Ende wärmt. Jede Bobble Lue und Beanie Lue wird dann, nachdem die letzte Masche gestrickt wurde, von der Behindertenwerkstatt Donauwerker GmbH in Passau liebevoll fertiggestellt und versandfertig eingepackt.

Bevor sie jedoch in Seidenpapier in eine kleine Kiste gelegt wird, nähen die Donauwerker noch unser Markenzeichen – einen Knopf an – legen das Stricker-Zertifikat der jeweiligen Dame sowie eine Waschanleitung bei. Unsere headmates brauchen nämlich eine besondere Pflege.

Die Donauwerker schicken die headmates dann an unsere Mützenliebhaber, die ihre individuelle headmate über unseren Online-Shop bestellt haben. Damit machen wir alle etwas glücklicher: Die Schäfer aus Peru, unsere Strick-Omis, die Donauwerker der Behindertenwerkstatt und schlussendlich auch die Mützenträger. Denn sie haben nun nicht nur einen warmen Kopf, sondern mit ihrem Kauf auch viele weitere Menschen erfreut.

Du findest nachhaltige und bewusste Mode gut? Dann sieh dir auch unseren Bericht über Armedangels an

Das Projekt headmates wurde von Passauer Studenten ins Leben gerufen, die sich dort ehrenamtlich engagieren...