Ex-Box-Profi Rüdiger May besucht die Fibo 2012

Von Rüttel­platten und Gummi­polstern – die FIBO 2012

Die Fitness-Messe “FIBO 2012″ in Essen. Unter den Besuchern war auch Rüdiger May. Sein Eindruck: Es gibt keine Ausreden mehr, sich vor dem Sport zu drücken.
FIBO 2012© Behrendt und Rausch (FIBO)

In Essen hat in den vergangenen Tagen die Fitness-Messe “FIBO 2012″ stattgefunden. Unter den Besuchern war auch unser “Fighting Man”  Rüdiger May. Sein Eindruck: Es gibt endgültig keine Ausreden mehr! Es bietet sich für jeden eine Möglichkeit, Sport zu treiben. Von Notech bis Hightech ist alles möglich.

Laufen mit oder ohne Pulsuhr. Rad fahren indoor oder outdoor. Gewichte stemmen an einem Gerät oder mit der Freihantel, gern aber auch mit dem eigenen Körpergewicht. Die Muskulatur stimulieren durch Strom. Von Kampfsport als Tanz-Choreografie bis hin zur Wettkampfausbildung. Gern kann man seine Muskeln durch Rütteln stärken lassen oder man nutzt das Ruderergometer. Zwischen den traditionellen Sportarten und den technisch hochgerüsteten Geräten findet wirklich jeder seinen Platz für Bewegung.

Den auffälligsten Trend stellt das funktionale Training dar. Hierbei setzt man auf das natürliche Zusammenspiel der verschiedenen Muskelgruppen. Es sind keine hoch technisierten Fitnessgeräte von Nöten. Es reichen einige Seile, Stricke oder Gummipolster, mit denen man das eigene Körpergewicht bewegt und so eine nahezu optimale Belastung erreicht. Diese Form des Krafttrainings ist für durchschnittlich sportliche und gewichtige Menschen sehr geeignet – eher ungeeignet ist sie wiederum für stark übergewichtige und ältere Menschen.

Dem entgegen steht die weiter verfeinerte technische Aufrüstung der üblichen Fitnessstudiogeräte. Laufbänder werden ergonomisch angepasst, Spinning-Räder mit Neigungstechnik ausgestattet (um den Wiegetritt zu ermöglichen) und Seilzuggeräte an einen Computer angeschlossen, um den optimalen Bewegungsablauf zu analysieren. All diese Finessen befinden sich in den traditionellen Fitnessstudios und treffen dort auf ihr Klientel.

Ein weiterer starker Trend sind die Kampfsport-Assoziationen, die sich von Zumba bis zur Spezialisierung ziehen. Über die ganze Messe verteilt findet man von Boxsäcken, Boxhandschuhen und Schienbeinschonern bis hin zum schwarzen Gürtel alles, was der Kampfsport zu bieten hat. Durch die Reduzierung auf die athletischen und technischen Trainingsinhalte des Kampfsports stößt dieser auf ein immer breiteres Interesse.

Für Rehabilitationszwecke besonders geeignet ist die Rüttelplatten-Methode. Gerade wer aus dem letzten Ski-Urlaub eine Knieoperation mitgebracht hat, kann seine Beinmuskulatur schnell wieder aufbauen.

Und natürlich gibt es auch die “Monsterhalle”. Hier kommt jeder Freund der überdimensionierten Muskulatur auf seine Kosten, denn schließlich ist das die FItness und BOdybuilding Messe. Hier trifft sich das junge Publikum der FIBO. Bleibt zu hoffen, dass sie sich auf die Eiweiß-Shakes beschränken werden, auch wenn sie schnell dahinterkommen, dass nicht diese für den mächtigen Bizeps sorgen. Also, kein Wetter ist zu schlecht und keine andere Ausrede gut genug. Let’s get it on. Für jeden findet sich etwas.

Experte: Rüdiger May
Ruediger May
Rüdiger May (Jahrgang 1974) macht Sport seit er denken kann. Als Zehnjähriger bestritt er seinen ersten Box-Kampf, mit 19 Jahren wurde er Profi-Boxer...

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